Archiv für die Kategorie „PR“

Medien und PR: Verstehen, was ist.

26. Januar 2011

Kita-Leiterin: Chance Verpasst


Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Die Vorwürfe gestern auf “TeleZüri” gegen die Leiterin des Klein-Kindergartens Hardturm (Video, Beginn nach: 9 Minuten 5 Sekunden) sind happig. Am Schluss vergibt die Frau auch noch die Chance, die Dinge aus ihrer Sicht darzustellen.
Originalton “TeleZüri”:

TeleZüri hat S. im Gefängnis mit den Vorwürfen konfrontiert. Ihre Stellungnahme ist aber an Bedingungen geknüpft, die für TeleZüri nicht akzeptabel sind.

Wäre ich ihr Kommunikationsberater, hätte ich ihr geraten, Reue zu zeigen, Asche über ihr Haupt zu streuen und glaubwürdig Wiedergutmachung zu kommunizieren. Sie hat es nicht getan. So bleibt beim Zuschauer der Eindruck haften, dass die Frau keine Einsicht zeigt.

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22. Dezember 2010

Mammut-CEO: Keine Ahnung von PR

Konkurrent Helly Hansen wird sich freuen, dass der CEO von Mammut, Rolf Schmid, von seinem eigenen Unternehmen ablenkt und die Marke ins Spiel bringt. Irgendwie hat man das Gefühl, dass sich Rolf Schmid auch nicht wirklich freut, dass der deutsche Verteidigungsminister seine Kleider trägt. Merke: Wenigstens ein bisschen Ahnung von PR und Kommunikation kann nie schaden.

Zum ganzen Interview im “Blick am Abend”.

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20. Dezember 2010

PR-Programm für die Reformierte Kirche

Am Wochenende herrscht in den Stadtzürcher Kirchen vielenorts die grosse Leere. Das muss nicht sein. Mit kommunikativen Massnahmen sollte es möglich sein, die Zahl der sonntäglichen Kirchenbesucher zu verdoppeln – nicht nur in Zürich. Dies, innerhalb von drei Jahren.
Bei rund 100‘000 Reformierten in der Stadt Zürich zählen die Kirchen am Sonntag im Durchschnitt gerade einmal 2000 Besucher. Ein Grossteil der Gottesdienstbesucher kommt dabei von ausserhalb der Stadt und besucht die grossen Kirchen Grossmünster, Fraumünster und St. Peter, die Leuchttürme des reformierten Zürich. Und die anderen Kirchen? Hier sind die Kirchenbänke dünn besetzt – und es herrscht eine Stimmung wie im Altersheim.

Es gibt einen Weg aus der Krise: Aus dem – nach Ansicht einiger – “trägen Apparat” muss wieder eine dynamische Kirche werden, denn eine Alternative dazu gibt es nicht, soll ihr Erbe und ihre religiöse und soziale Gestaltungskraft gewahrt bleiben.
Dazu muss die Kirche

  • Sichtbar werden
  • Ihre Geschichte und Tätigkeit erlebbar machen
  • Den Mut zur gelebten Vision haben.

Tatsache ist: Profil und Bild der Kirche in der Öffentlichkeit (externe Kommunikation) sind gegenüber allen Beteiligten und Interessierten zu verbessern.

Wie dies gelingen könnte, versuche ich hier in einem Sieben-Punkte-Programm darzulegen. Ein detailliertes Kommunikationskonzept mit konkreten Massnahmen und deren Umsetzung müsste dazu allerdings noch ausgearbeitet werden.

1. Vision und Strategie formulieren

Vorschlag:

  • Wir sind und wollen Volkskirche bleiben.
  • Der Glaube ist nicht nur Privatsache.
  • Die Kirche bietet einen öffentlichen Raum, in dem Glaube stattfinden und in einer lebedigen Gemeinschaft erlebt werden kann.

2. In Kommunikation investieren

Die Äufnung bedeutender Finanzmittel sind ein deutlicher Hinweis auf ein kirchliches Denken, das Sicherheit in den Vordergrund stellt. Der Glaube entfaltet sich am besten in Unsicherheit, weil zuviel Geld die Menschen bekanntlich „träge“ macht (Hans J. Bär). Die heutige Praxis beruht auf viel internem Aufwand bei sinkender Aussenwirkung. Der Aufbau einer kirchlichen Stadtakademie als Bildungshaus für die Kirche und ihr nahestehender Kreise (ähnlich der Paulus-Akademie) ist zu prüfen.

3. Richtig kommunizieren

Der Versuch, an Zielgruppen gerichtete Botschaften abzugeben, darf nicht dazu führen, die Zentralbotschaft des christlich-reformatorischen Glaubens zu vernachlässigen.

Der Gottesdienst als Verkündung der christlichen Botschaft soll in den Kirchgemeinden aufgewertet werden. Es geht um nicht weniger als die Rückgewinnung der liturgischen Kompetenz, worin das Geheimnis Gottes in dieser Welt zum Ausdruck kommt.

Ich schlage drei Hauptbotschaften vor:

  • Glaube – die Flamme soll wieder brennen im Zentrum des Dreiecks Gott – Mensch – Glaube
  • Solidarität – Mitmenschen
  • Ökumene – wir sind nicht allein

4. Die Pfarrer stärken

Die Pfarrer sind die wichtigsten Botschafter der Kirche, ihrer Zeugenschaft ist von zentraler Bedeutung für die Kirche. Da auch der Aufwand für Ausbildung und Löhne beträchtlich ist, wie die “Aufnahme und Analyse des Ist-Zustandes” (Landert/ Brügger) zeigt, muss das wertvollste Gut der Gemeinde, der Gemeindepfarrer, gestärkt werden. Ich schlage vor, zwei Programme einzuführen:

  • Glaubwürdige Rhetorik: Inhalt – Botschaft – Überzeugung
  • Effiziente Steigerung der Präsenz und Wirkung in der Gemeinde

5. Aktivierung der Kirchenpflege

Weil neben dem Gemeindepfarrer die Kirchenpflege in jeder Beziehung eine zentrale Rolle spielt, soll sie und ihr Umfeld mit zwei Themen aktiviert und optimiert werden:

  • Eine Kirche – eine Aufgabe – ein Ziel (das gemeinsame Vorgehen)
  • Optimierung der Organisation zur Vermeidung von Konflikten

6. Neugestaltung der Gottesdienste

Formal wie inhaltlich entleerten Gottesdiensten muss ein Ende gesetzt werden. Sie sind das Herz der Gemeinde, aber dieses Herz ist krank. Wir schlagen daher ein Erneuerungsprogramm mit folgenden Inhalten vor:

• Pflichtenheft und Training der Predigten
• Öffnung des Direktkontakts zur Gemeinde
• Gespräch nach der Predigt/Diskussion Stärkung der Kirchenmusik – Das Feiern mit Musik, Gesang, Gebeten und Texten soll im Zentrum stehen

Es muss wieder deutlich gemacht werden, dass Kirche kultischen Charakter hat und kein Glaubensseminar zur Selbstverwirklichung ist.

7. Die Medien als Mittler

Die Kirche schöpft das hohe Potential bisher nur wenig aus, sich in den Publikumsmedien „Tages-Anzeiger“ und “NZZ” positiv zu positionieren. Über die Zeitung “Reformiert” erreicht die Kirche ihre Mitglieder. Damit bietet sich ihr die Möglichkeit zur Selbstprofilierung.

Politik und Wirtschaft, auch Wissenschaft und Kultur, haben in Ansätzen gelernt, mit den Medien umzugehen. Die Stadtkirche darf den Umgang mit den Medien nicht einzelnen Talenten oder Zufällen überlassen. Sie erbringt eine Fülle wertvoller Leistungen, die auf dem Weg über die Medien zum Vorteil der Kirche wirken können. Die Medien sind ein Multiplikator für die Kirche.

Es muss vor allem gelingen, aus dem engen Rahmen kirchlicher Sendungen auszubrechen und alle relevanten Medien für das Anliegen der Kirche zu gewinnen. Fernsehen und Internet sind zentral, um die “abtrünnigen” Christen wieder zu gewinnen.

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8. November 2010

Schäuble schäumt


Irgendwie hat er ja bei allem Ärger immer noch Charme. Was der Bundesfinanzminister dem Herrn Otter bei der Nachbesprechung der Medienkonferenz sagen wird?

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7. Oktober 2010

WePads PR-GAU

Es wurde das deutsche Antwort auf den Ipad gefeiert. Doch schon die erste Präsentation geriet zum Fiasko (siehe Video).

Und jetzt noch das: Ein Eigenlob zu viel.

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7. September 2010

Wie funktioniert virale Kommunikation?

Viral
Eigentlich versteht man darunter nichts anderes als ein eine Nachricht, oder ein Video, das sich schweinegrippemässig schnell im Internet verbreitet. Die Übermittler spielen dabei Social Networks wie Twitter, Youtube und Facebook. Das Video, das Sie oben anklicken können, ist so interaktiv und interessant, dass seine Empfänger es automatisch allen ihren Freunden weiterleiten. Damit tritt der beabsichtigte Effekt auch gleich ein.

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18. August 2010

PR Placing Power

PlacingPower
Zum Artikel online im “Blick”. Was der Auslöser des Beitrages war.

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16. Juli 2010

Werbung und Konsumentin: Scheidung!


Das Problem: Die Werbung hat ihre Glaubwürdigkeit gegenüber den Konsumenten verloren. Bei Werbsspots sagt sich jeder Zuschauer: Man will mir etwas verkaufen, der Verkäufer denkt nur an sich.
Die Lösung in der Welt der Social Media: Public Relations, sie sind die bessere Werbung und sorgen für Glaubwürdigkeit in der Öffentlichkeit und bei den Zielgruppen. Wie das funktioniert, erkläre ich Ihnen gerne auch einmal unter vier Augen…

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12. Juli 2010

Wie kaufe ich mir einen Journalisten?

Eines vorweg, es gelingt nicht. Jedenfalls nicht dem Verband der deutschen Toyota-Händler. Denn: Glaubwürdigkeit kommt auch bei schlecht bezahlten Journalisten immer noch vor Geld, was irgendwie erfreulich ist. Der mit 10’000 Euro üppig dotierter Journalisten-Award der Toyota-Händler wurde denn auch von den vorgesehenen Preisträgern von “Stern” und “FAZ am Sonntag” abgelehnt. Schliesslich fand man in Thomas Kroher und Wolfgang Rudschies von der “ADAC Motorwelt” doch noch zweui Journalisten, die bereit waren, sich auszeichnen zu lassen. Unter einer Bedingung: Dass das Preisgeld der Stiftung Gelber Engel zufliessen soll.

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12. Juli 2010

Fremdschämen für Moritz


Moritz Leuenberger geht. Wer, ausser der SP, wird ihn vermissen? Tatsache ist: Seine Rolle liebt er nur, wenn er sich als als grosser Denker und Poet in den Medien inszenieren kann. Moritz Leuenberger – der Clip zeigt den wahren Medienminister und sein Verständnis für die Medien und Journalisten. Das war vor 9 Jahren. Sein Mediensprcher und -berater Hugo Schittenhelm steht ratlos daneben. Weshalb hat er nicht beruhigend auf seinen Chef einzuwirken versucht? Als PR-Berater muss man sich für die beiden fremdschämen. Via bud.ch

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