Die Gesundheitskosten werden für die Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer zunehmend zum Problem: 72% nehmen aufgrund der Ausgaben für ihre Gesundheit bei wesentlichen Dingen des täglichen Bedarfs, zum Beispiel beim Kauf von Lebensmitteln, Benzin oder bei der Wohnung, Einschränkungen in Kauf. Allgemein wünschen sich Verbraucher sinnvollere Anreizsysteme und eine effektivere Unterstützung ihrer Grundbedürfnisse. Die generelle Zufriedenheit mit dem Schweizer Gesundheitssystem ist mässig, obwohl es ein hohes Ansehen geniesst. Dies sind die Resultate der „Umfrage 2011 zum Gesundheitswesen in der Schweiz“, welche das Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen Deloitte in diesem Jahr zum zweiten Mal durchführte. Die ganze Studie gibts hier.
Die Wahlen gestern sollen klar gezeigt haben, dass die Mitte auf Kosten der Pole gestärkt wurde. Bloss: Was ist eigentlich die Mitte? Machen wir uns mal auf die Suche nach unseren inneren Mitte – diesmal nicht in einem schamanischen Selbsterfahrungsserminar für Frauen.
Die Grünen stehen links. Der Vergleich mit der Melone trifft immer noch zu. Ist das Ziel, eine Ökodiktatur zu schaffen (das sage ich auch als Naturwissenschaftler) nicht doch eher eine extreme Position, die, in diesem Fall, an den linken Pol gehört?
Die Grünliberalen nennen sich zwar liberal, sind es aber nicht wirklich. Ein Blick auf das Parteiprogramm spricht Bände. Das Auffangbecken für Umweltnaturwissenschaftler schielt auf den eigenen Nutzen. Bahnt sich hier ein grüner Filz an?
Die BDP ist die “anständige” SVP. Genügt das, um in der Mitte angesiedelt zu werden? Das Ja zum Automausstieg ist taktischer Natur – und ein Überlebensreflex.
Die CVP ist die Partei der Katholiken. Die Basis der Partei ist im Luzerner Hinterland zu finden, erzkonservativ und steht rechts. Mit dem Traumtänzer Christophe Darbellay hat sie wenig gemeinsam.
Die FDP, die Partei, die den modernen Staat schuf, ist nur noch ein Schatten ihrer selbst. Gesamtschweizerisch hat der Geist der Berner FDP, die etwa so rechts steht wie in Zürich die SP, obsiegt. In diesem Sinne ist die Partei, zusammen mit der GLP, die einzige Mittepartei.
Obwohl S.S. für Societá Sportiva steht, so besitzt die Abkürzung bei Lazio unzweifelhaft faschistische faschistische Konnotationen. Benito Mussolini war nicht nur ein treuer Fan des Teams, das heute auf den FCZ trifft, sondern liess auch Lazios aktuelles Stadion erbauen, das das alte Stadio del Partito Nazionale Fascista ersetzte. Auch heute noch ist Lazio der Klub der Faschisten in Italien, die Entgleisungen seiner rechtsradikaler Fans sind Legion. Dabei geht es nicht unbedingt so harmlos wie bei Lo Sturmtruppen zu. Ich bin gespannt, ob es zu rassistischen Beleidigungen farbiger FCZ-Spieler kommt. Ein Spielabbruch wäre gemäss UEFA möglich. Seit Anfang Saison findet sich mit Miroslav Klose ein Deutscher in der Mannschaft von Lazio. Sofort wurde er von den rechtsradikalen Fans als einer der Ihren adoptiert. Ob sich das der polenstämmige Knipser wirklich bewusst war?
Alternative Wohnformen sehen heute anders aus. Vor bald 25 Jahren wurde in Bern die Hüttensiedlung Zaffaraya geräumt. Bern stand damals Kopf, das AJZ wurde wiedereröffnet und steht als Reithalle heute noch. Was aus den Zaffarayanern heute geworden ist, hier.
Message der SP: Nadine Masshard ist die weibliche Ausgabe von George Clooney und steht ein für die Werte von Nespresso.
Beurteilung: Weshalb loben die beiden Amerikanerinnen die Schweizer Kandidatin, die sich gar nicht wählen können? Ist Nadine Masshard bekannt in den USA? Steht sie als SPlerin für die Werte der USA ein? Fragen über Fragen. Zudem, der Vergleich mit Clooney hinkt.
Wirkung: Keine – ausser Ratlosigkeit. Die billige Kopie der Nespresso-Werbung kommt nicht an. Der Spot ist völlig kontraproduktiv. Was ich mich frage: Gibt es bei der SP keine Wahlspot-Governance?
Message der SVP: Frauen mögen wahre Schweizer Männer, oder?
Beurteilung: Das Spiel mir der Ironie kommt an. Es mag einer noch so einen gestählten Body haben, Frauen stehen halt mehr auf innere Werte. So ganz sicher ist man sich allerdings auch nicht. Aber Leute wie mich beruhigt diese Aussage.
Wirkung: Der Spot ist witzig und kommt bei Frauen und Männern an. Selbst im Alternativkino Riffraff in Zürich, wird über das Filmchen gelacht. Plötzlich traut man der SVP Humor zu.
Aufwändig gemachter Wahlspot der Thurgauer Grünen.
Beurteilung: Das Filmchen mit schönen Menschen und gewagten Inszenierungen ist ganz unterhaltsam. Bloss: Mit Panikmache gewinnt man keine neuen Wähler. Zudem ist das Szenario im Film völlig überspitzt.
Wirkung: Mit dem Spot, der vor allem junge Menschen anspricht, lassen sich keine neuen Wähler mobilisieren.