Ich bin glücklicherweise nicht davon betroffen, aber in meinem Bekanntenkreis machen Krampfadern und deren Folgeschäden Probleme. So musste ein Freund mit Verdacht auf Venenthrombose seine sportlichen Ambitionen bereits vor einem halben Jahr auf Eis legen. Jetzt kämpft er zusätzlich noch mit einer Entzündung. Vielleicht hätte ich ihm frühzeitig als Tipp den Chirurgen Klaus Wolf angeben sollen. Er hat vor einem Jahr eine Bekannte von mir operiert, die heute wieder leichtfüssig durchs Leben geht. Hier gehts zum Artikel von Klaus Wolf, der die verschiedenen Behandlungsmethoden bei Krampfadern vorstellt.
Heute ist Indien bereits der viertwichtigste Handelspartner der Schweiz in Asien. Über 350 Schweizer Industrie-Unternehmen
haben auf dem Subkontinent bereits Fuss gefasst (u.a. Geberit, Bühler Uzwil und Rieter) – und es werden immer mehr. Doch der Einstieg in den indischen Markt birgt Tücken: Es ist ein entscheidender Vorteil, wenn man die Gepflogenheiten im Umgang mit Indern kennt.
Experte zum Thema interkulturelle Kompetenz ist Waseem Hussain. Der Schweizer mit indischen Wurzeln ist seit über 20 Jahren erfolgreich als Brückenbauer zwischen Indien und der Schweiz tätig. Mehr dazu auf seiner Webseite. Von Waseem Hussain ist letzte Woche auch ein interessanter Beitrag im Fachmagazin “Technica” erschienen. Hier gehts zum Artikel.
Designmöbel in Deutschland sind teurer als in der Schweiz. Wirklich? Eine Studie der Hochschule für Angewandte Wissenschaften St. Gallen (FHS) bringt Überraschendes zu Tage: Die subjektive Wahrnehmung, Designmöbel seien in der Schweiz durchwegs teurer als in Deutschland, liess sich nicht belegen. Bei sechs von zehn identischen Produkten stellte das Team unter Leitung von Markus Grutsch statistisch keinen signifikanten Preisunterschied fest. Datenbasis für den Preisvergleich bei den Designmöbelmärkten stellten systematisch ermittelte Preisangaben von Möbel-/Einrichtungshäusern dar, die einem Mystery Shopper im Zeitraum April/Mai 2012 kommuniziert wurden. Insgesamt wurden 306 Schweizer und 95 Deutsche Händler per E-Mail befragt. Hier gehts zur Zusammenfassung der Studie.
Die reformierten Kirchen in der Schweiz sind demokratisch legitimiert. Die Kirchenparlamente werden gewählt, wenn auch kaum jemand an den Wahlen teilnimmt. So gibt es denn heute 24 reformierte Kantonalkirchen mit 24 unterschiedlichen Kirchenverfassungen. Vor lauter Administration gehen zwei Dinge vergessen:
Die Konzentration auf ihre Kernkompetenz, die Vermittlung des Glaubens und die Verkündigung des Evangeliums.
Die Tatsache, dass der Glaube nicht demokratisch sein kann.
Der Grossteil der Mitglieder der reformierten Kirchen im Land wissen deshalb heute nicht mehr, wofür die Kirche steht. Wer heute einen reformierten Gottesdienst aufsucht, weiss nicht, ob ihn eine trommelnde Schamanin oder ein Prediger des Wortes erwartet. Es gibt keinen rituellen Ablauf, der Identität stiftet und in dem sich die Reformierten wiedererkennen. Eine gewisse verbindliche Vereinheitlichung würde der Kirche guttun. Deshalb schlage ich vor: Die Einführung einer evangelischen Kirche der Schweiz und eines Bischofamtes, so, wie ihn die Lutheraner in Deutschland kennen. Als geistliche Instanz könnte ein Bischof der Kirche ein Gesicht geben und ihr Profil stärken.
Zbigniew Libera, ein polnischer Künstler, bastelte aus Legosteinen eine Mini-Konzentrationslager – inklusive Stacheldraht, Krematorium und Leichen. Als die Empörung verflogen war, kaufte das Museum für Moderne Kunst in Warschau das “Lego Concentration Camp Set”. Eine seiner Versionen des Camps ist jetzt auch im Jüdischen Museum der kleinen vorarlbergischen Stadt Hohenems zu sehen. Das Spiel birgt hier nicht mehr Konfliktstoffist hier nicht mehr Streitpunkt, sondern einer von vielen Bestandteilen einer Sonderausstellung mit dem Titel “Was Sie schon immer über Juden wissen wollten . . .aber nie zu fragen wagten”.
Fussballspieler sollen Fussball spielen. Stimmt nicht mehr. Sie sind verantwortlich für das Image ganzer Nationen. Die Zeiten haben sich seit 1978 geändert. Die deutsche Nationalmannschaft taugt heute nicht mehr wirklich als Feindbild.
1978:
DFB-Präsident Herrmann Neuberger empfängt im Trainingsquartier der Deutschen in Argentinien Nazi-General Hans-Ulrich Rudel.
“Die politischen Zustände in Argentinien interessieren mich überhaupt nicht.“ (Klaus Fischer zur Situation im Gastgeberland der Weltmeisterschaft, wo damals das Militär herrschte, politische Gefangene verschwanden, gefoltert und getötet wurde)
„Ist doch alles in Ordnung. Ich habe da jedenfalls keine Gefangenen gesehen.“ (Berti Vogts)
2012:
Deutsche Nationalspieler besuchen Auschwitz.
„Wenn ich sehe, wie das Regime Julia Timoschenko behandelt, dann hat das nichts mit meinen Vorstellungen von Demokratie zu tun.“ (Philippe Lahm, Kapitän der deutschen Nationalmannschaft im Vorfeld der Euro 2012 in der Ukraine und Polen)
Eric Cantona wird heute 49. Zeit, sich zu erinnern, dass er nicht nur ein guter Fussballspieler war, sondern auch ein begabter Semantiker. Es geht um die Frage, was schlimmer ist: Etwas Unverzeihliches zu tun, oder etwas Unhaltbares/nicht zu Verteidigendes? Dazu redet er Klartext mit Journalisten. Fühlt sich jemand angesprochen?