Archiv für die Kategorie „Kommunikation Glücksache“

Medien und PR: Verstehen, was ist.

1. März 2011

Wintersport-Werbung in den Sand gesetzt


Viele Wintersportorte beklagen sich in den letzten Wochen über mangelden Schnee und ausbleibende Touristen. Die Aletscharena lädt alle Josefs und Josefinas am 19. März zu sich ein – gratis. Pistenplausch auf alpinen Sanddünen? Ist die Klimaerwärmung wirklich bereits so weit fortgeschritten?
Der Flyer der Aletscharena erweckt den Eindruck, die Frau stehe irgendwo in der Wüste Gobi. Eine gute Idee wurde hier schlecht umgesetzt. Weshalb hat niemand gegen die völlig irreführende Bildsprache Einspruch erhoben?

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2. Februar 2011

Hosni’s last Speech


Hosni Mubarak (83) versucht zu retten, was noch zu retten ist. “I will be judged by history” sagt nur einer, der seine Niederlage bereits vor Augen hat. Irgendwie kommtz einem der Auftritt bekannt vor. Ben Ali (74)  tat in Tunesien vor ein paar Tagen dasselbe. Und beide haben kein einziges graues Haar – die Täuschung verfängt nicht mehr. Die alten Männer danken ab.

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20. Januar 2011

Der Killersatz von Karen Duve

Manchmal genügen die zwei ersten Sätze eines Buches, um ein Urteil darüber fällen zu können. In diesem Fall wusste ich sofort, dass ich mir dies nicht antun will:

An dem Tag, an dem ich beschloss, ein besserer Mensch zu werden, stand ich morgens in einem Rewe-Supermarkt und hielt einen flachen Karton mit der Aufschrift “Hähnchen-Grillpfanne” in der Hand. Ein gern und häufig von mir gekauftes Produkt, das sowohl schmackhaft wie auch preisgünstig und einfach in der Zubereitung war.

Mit Frau Duve habe ich wenig gemein. Ich lebte schon immer in einem anderen Milieu und offenbar schon “anständig”, als ich noch Fleisch verzehrte. Weshalb schreibt die Frau nicht einfach Tagebuch oder meinetwegen einen Weblog? Über das Buch kann ich natürlich trotzdem mitreden. Weshalb das so ist, lesen Sie hier. Noch Fragen?

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7. Januar 2011

Wohin geschlechtsneutrale Beschilderung führt…


Was das Grüne Bündnis in Bern bereits 2007 versuchte, soll nun auf eidgenössischer Ebene vollzogen werden: Die geschlechtsneutrale Beschilderung von Strassen – und bald auch schon von öffentlichen Tansportmitteln? Ob dies zu mehr Übersicht im Schilderdschungel führt, wage ich zu bezweifeln, wenn man sich das Beispiel Wiens anschaut.

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22. Dezember 2010

Mammut-CEO: Keine Ahnung von PR

Konkurrent Helly Hansen wird sich freuen, dass der CEO von Mammut, Rolf Schmid, von seinem eigenen Unternehmen ablenkt und die Marke ins Spiel bringt. Irgendwie hat man das Gefühl, dass sich Rolf Schmid auch nicht wirklich freut, dass der deutsche Verteidigungsminister seine Kleider trägt. Merke: Wenigstens ein bisschen Ahnung von PR und Kommunikation kann nie schaden.

Zum ganzen Interview im “Blick am Abend”.

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7. Dezember 2010

Postleaks und Wikifinance

Payback KopieWürden Sie ihr Geld einem Finanz-Institut anvertrauen, dessen Seite sich hacken lässt?ich bin überzeugt, Eric Cantona hätte sein Geld schon längst von Postfinance abgezogen.
Hacker rufen per Twitter zur “Operation Payback” gegen Postfinance auf.

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3. Dezember 2010

Das Wallis in der Haupstadtregion?

Wer wertschöpfungsmässig schwach auf der Brust ist, sucht das Heil anderswo – zum Beispiel in der Politik oder Verwaltung. Ich kann beim besten Willen nicht erkennen, was die Hauptstadtregion Bern dem Wallis bringen soll. Der Berner Stadtpräsident Alexander Tschäppät hat ein Programm vorgelegt, das alleine Bern dienen soll.

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1. Dezember 2010

718-jährig und fast wie neu

12921
Letzten Freitag hielt ich eine Urkunde aus dem Jahr 1292 in den Händen. Sie ist in hervorragendem Zustand und fühlte sich an wie festes Papier, besteht aber aus einer Schafshaut. Das Dokument im Kloster von Saint Maurice besiegelte einen Gebietesaustausch bei Sembrancher im Wallis. Was mir bei Betrachtung der Urkunde in den Sinn kam: Sie hat zwei Weltkriege überlebt, den Brand des Klosters und dessen Zerstörung durch Steinschlag, und, und, und. Ein Wunder, hat das Dokument 718 Jahre überlebt.

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29. November 2010

Der Papst, der Bischof und der Gletscher

Die Walliser möchten in Zeiten des Klimawandels für die Erhaltung ihres Aletschgletschers beten dürfen. Dazu sind sie an den Papst gelangt. Doch bisher haben sie keine Antwrt aus Rom erhalten. Jetzt ist klar weshalb, wie
Herbert Volken, Präfekt des Bezirkes Goms, mitteilt: Der Sittener Bischof hat die ganze Sache blockiert. Er hat ein Kommunikationsproblem.

Der Apostolische Nuntius der Schweiz, Msrg Francesco Canalini, eröffnete Ende August 2010 dem Präfekten des Bezirkes Goms den Entscheid des Papstes mit folgender Botschaft (Prot. Nr. 3659/10): „Nach den Erkundigungen über die Geschichte des Gelübdes von-seiten der zuständigen Dienststelle bin ich in der Lage Ihnen mitzuteilen, dass der Bischof von Sitten eine positive Antwort des Heiligen Stuhles mit der Genehmigung durch den Heiligen Vater der Abänderung des Gelübdes erhalten hat“.
Auf eine Bittschrift an das Bistum von Sitten, um Weiterleitung oder Bekanntgabe des Papstentscheides, teilte Bischof Norbert Brunner folgendes mit: „Ich wurde lediglich gebeten, die Antwort des Heiligen Stuhles in der mir geeignet scheinenden Form der Bevölkerung von Fiesch und Fieschertal mitzuteilen“.
Der Bischof von Sitten und Präsident der Schweizerischen Bischofskonferenz hat jedoch bis heute noch keine „ihm geeignet scheinende Form“ gefunden, um die Pfarrei und die Gemein-den zu informieren.
Das Ziel ist aber erreicht: Der Heilige Vater hat das Gesuch um Abänderung des Gletscher-Gelübdes genehmigt und die Pfarrei Fiesch-Fieschertal ermächtigt, in Zukunft die Erderwärmung, den Klimawandel und die Gletscherschmelze in ihre jährlichen Prozessions-Fürbitten einzuschliessen.

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19. Oktober 2010

!Welt’i – my African name

Der Afrikaner, mit dem ich heute sprach (und der perfekt Hochdeutsch mit Akzent konnte), hatte zwar kein Ausrufezeichen im Namen, dafür ein Apostroph und keinen einzigen Vokal. Beim Zungenbracher kam mir dieser Auftritt von Stand-Up Comedian Russell Peters in den Sinn.

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