Archiv für die Kategorie „Image“

Medien und PR: Verstehen, was ist.

26. Februar 2010

Der charismafreie Didier


Die beiden Didiers, obwohl beide im selben Métier tätig, könnten abseits der Pisten unterschiedlicher nicht sein. Cuche, den Kämpfer, oft zwar ein Verlierer in seiner Karriere, hat man einfach gern. Was er sagt, das meint er aus ganzem Herzen – und man nimmt es ihm ab. Défago ist ein auch ein sympathischer Mensch: Bescheiden, freundlich. Das wars dann schon. Was ihm abgeht ist das Charisma von Cuche. Schade. Zum Trost: Am kommenden Sonntag erwartet das Wallis seinen Olympia-Sieger aus Vancouver zurück. Dazu hat seine Heimatgemeinde Morgins im Unterwallis ein Fest zu Ehren ihres berühmtesten Bürgers organisiert.

Am Sonntag Alle haben auf Didier Didier Défago

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17. Februar 2010

Olivia Nobs mit Starpotential

Auch wenns nur Bronze war: Olivia Nobs hat Starpotential auch in der Deutschschweiz. Die Frau kommt aus folgenden Gründen in der öffentlichkeit an:

  • Sie sieht gut aus.
  • Sie ist charmant.
  • Sie spricht Deutsch.

Kommuniziert sie weiterhin richtig, könnte Olivia Nobs die Popularität von Tanja Frieden, auf deren Kosten sie überhaupt nach Vancouver reiste, erreichen.

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9. Dezember 2009

Bern: Deutscher Islamist spricht an Demo


Am kommenden Samstag soll auf dem Bundesplatz in Bern eine “Kundgebung gegen die Islamhetze” stattfinden, wozu auf Facebook aufgerufen wird. Die Frage ist: Wer hetzt hier gegen wen? Denn reden wird dort auch Pierre Vogel, ein ehemaliger Boxer, der sich seit dem Übertritt zum Islam Abu Hamza nennt und eifrig im deutschsprachigen Raum missioniert. Ausgebildet in Saudi Arabien predigt der Wahabit die Verpflichtung zur Ganzkörperverhüllung der Frau im Islam. Er ist der Prototyp des Muslims, vor dem sich die Befürworter der Minarett-Initiative gefürchtet haben.

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3. Dezember 2009

Radlos = Ratlos

Ich betrete ein Geschäft, wo man mir mit geballter Inkompetenz entgegentritt und ich danach genausoviel weiss wie voher. Ich mag ja das Kleingewerbe, aber auf den Knien um eine Beratung bitten, mag ich auch nicht. So passiert ist es mir bei Radlos. Der eher unglückliche Name für ein Velogeschäft hätte mir Warnung sein müssen.

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30. November 2009

Mister Moslem als Botschafter

Er wird als Schweizer wahrgenommen, ist sympathisch und Moslem. Mit anderen Worten: Er wäre der perfekte Botschafter des Islams in der Schweiz. Die Rede ist von Adel Abdel-Latif, dem ehemaligen Mister Schweiz. Weshalb starten die islamischen Vereine nicht mit ihm als Mister Moslem eine Sympathiekampagne?

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27. November 2009

Der tolerante Koran

Im Vorfeld der Minarett-Initiative wurden von den Befürwortern selektiv Suren aus dem der Koran verwendet, um den Islam als kriegerische und gefährliche Religion zu brandmarken. Es geht auch anders. Der Koran zeigt sich vielenorts als tolerantes Buch. Einige Beispiele:

Über Glaubende und Nichtglaubende

Weder die Ungläubigen unter den Schriftbesitzern noch die Götzendiener haben es gern, dass euch von eurem Herrn Gutes offenbart wird. Gott schenkt seine Barmherzigkeit, wem er will. Gottes Geschenke sind gewaltig. [2:105]

Wenn sie hören, was zum Gesandten herabgeschickt worden ist, siehst du ihre Augen – wegen der Wahrheit, die sie erkannt haben – vor Tränen überfliessen. Sie sagen: “Unser Herr, wir glauben, zähle uns zu den Bezeugenden.” [5:83]

Einige sagen: “Niemand wird ins Paradies eingehen ausser jenen, die Juden oder Christen sind.” Das sind nur ihre eigenen Wünsche. Sag: “Bringt doch euren Beweis vor, wenn ihr die Wahrheit sagt!” Wer sich jedoch Gott aufrichtig ergibt und rechtschaffen ist, dem steht bei seinem Herrn Lohn zu. Sie brauchen keine Angst zu haben, und sie werden nicht traurig sein. Die Juden sagen: “Die Christen haben keine Grundlage für ihren Glauben.” Und die Christen sagen: “Die Juden haben keine Grundlage für ihren Glauben.” Dabei lesen sie doch in gleicher Weise die Schrift. Diejenigen, die kein Wissen haben, sagen dasselbe. Aber Gott wird am Tag der Auferstehung über das entscheiden, worüber sie uneinig waren. [2:111-113]

Vom Umgang mit Menschen, die anders glauben oder Gott leugnen

Es gibt keinen Zwang in der Religion. Der rechte Wandel unterscheidet sich nunmehr klar vom Irrweg. Wer also die Götzen verleugnet und an Gott glaubt, der hält sich an der festesten Handhabe, bei der es kein Reißen gibt. Und Gott hört und weiß alles. [2:256]

O ihr, die ihr glaubt, wenn ihr auf dem Weg Gottes im Land umherwandert, so stellt die Lage eindeutig fest und sagt nicht zu dem, der euch den Frieden anbietet: »Du bist kein Gläubiger«, im Trachten nach den Gütern des diesseitigen Lebens. Gott schafft doch viele Möglichkeiten, Beute zu erzielen. So seid ihr früher gewesen, da hat Gott euch eine Wohltat erwiesen. Stellt also die Lage eindeutig fest. Gott hat Kenntnis von dem, was ihr tut. [4:94]

Ich verehre nicht, was ihr verehrt. Auch ihr verehrt nicht, was ich verehre. Weder ich werde verehren, was ihr verehrt habt. Noch werdet ihr verehren, was ich verehre. Ihr habt eure Religion, und ich habe meine Religion. [109:1-6]

Koran

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19. November 2009

Cablecom – schlimmer geht immer

Auch 19 Tage nach dem Einzug in die neue Wohnung: Nur Ärger mit Cablecom. Wir haben zwar ein neues Modem, aber weder Telefon noch Internet funktionieren. Als unverbesserlicher Optimist ging ich nach den blumigen Ankündigungen des Providers davon aus, dass alles besser werde. Fehlanzeige. Die Marke Cablecom hat innerhalb weniger Jahre ihren Wert ruiniert. Die Umbenennung in UPC allein wirds nicht richten. Es braucht eine grundsätzliche Erneuerung der Unternehmenskultur.

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16. November 2009

Der Kult des gesichtlosen Chefs

Der Artikel aus dem “Economist” beweist, dass ein temperamentvoller Auftritt des Chefs eines Unternehmens sehr viel nützt.

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19. Oktober 2009

Zürichs grösste graue Maus

Am Tag als ich in die Ferien verreiste. Ok, das ist jetzt schon ein paar Tage her. Trotzdem.

Dass die neue Stadtpräsidentin jetzt auf Tauchstation geht, verwundert nicht. Schon vor der Affäre Polanksi vermissten viele ihre Präsenz. «Die Stadtpräsidentin ist eine graue Maus», sagt Kritiker und PR-Berater Philippe Welti. «Sie gibt als erste Verkäuferin der Stadt ein trauriges Bild ab.

Mehr…

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28. September 2009

Polanski: Lage falsch eingeschätzt

Die Verhaftung von Roman Polanski wirft Fragen auf. Hat er sich zu sicher gefühlt? Oder hat er einfach schlechte oder gar keine Berater, die ihn auf die Gefahr einer Verhaftung hingewiesen haben?

Offenbar hat man in seiner Entourage und am Zürich Film Festival die Lage falsch eingeschätzt und ging davon aus, dass das schwere Schicksal des Filmemachers vor Verfolgung schützt. Ich meine: Nein. Auch ein Überlebender des Holocaust, dessen Frau später bestialisch ermordet wurde, darf sich keine Vergewaltigung einer Minderjährigen leisten. Offenbar messen einige Kulturschaffenden mit unterschiedlichen Ellen – die meisten davon dürfen bei Entstehung seiner Filme gar noch nicht auf der Welt gewesen sein.

Während es der Polizei in der Schweiz immer weniger gelingt, die Sicherheit im öffentlichen Raum zu gewährleisten, hat sie nach dem Fall Hannibal Ghaddafi erneut gezeigt, dass ein grosser Name nicht automatischen Schutz garantiert. Dem kleinen Mann auf der Strasse wird dies gefallen. Auch, dass die kleine Schweiz wieder einmal der ganzen Welt beweisen konnte, ein unerschrockener Rechtsstaat zu sein. Als grosse Siegerin präsentiert sich deshalb Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf. Ob sie sich und der Eidgenossenschaft damit einen Dienst getan hat, wird sich allerdings noch zeigen.

Schon heute steht fest: Für das Zürich Filmfestival ist die Verhaftung Polanskis ein gewaltiger Imageschaden. Ihre Auszeichnung “Golden Eye” wurde für die Beteiligten zum “Blauen Auge”.

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