Kinder, die im achten Lebensmonat besonders warmherzig von ihrer Mutter behandelt wurden, profitieren auch 30 Jahre später noch davon und sins weniger anfällig für Stress. Wer als Baby emotional vernachlässigt wurde, ist sein ganzes Leben lang anfällig für psychische Leiden – aber auch für Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Krankheiten. Zum Artikel im Journal of Epidemiology and Community Health. Ich wagr einmal die Behauptung: Mit dem steigenden Wohlstand in den letzten Jahren sank der Stress der Mütter, die ihren Babys mehr Zuwendung und Liebe geben konnten weshalb in ein paar Jahren die Zahl der Herz-Kreislauf-Toten und psychisch kranken zurückgehen wird.
Jacobus Isoldi war verzweifelt. Seine Mutter war, wie er berichtet “durch einige ihrer Feinde fälschlich und ungerecht der Häresie beschuldigt und – nicht durch Rechtsverständige, sondern oder Theologen, sondern: – durch sie, die Laien selbst, die der Frau auch keinen Verteidiger zugestehen wollten, verbrannt” worden. Jetzt fürchtete der Geistliche aus der Diözese Sion, dass der Vorfall auskommen und er seine Pfründe verlieren könnte. Also richtete er einen Gnadenapell an die Sacra Poenitentiaria Apostolica, das oberste Buss- und Gnadenamt, das für die Absolution in solchen Fällen zuständig war. Wir wissen nicht, ob er Erfolg hatte. Weshalb man heute von dem Anliegen weiss? Die Pönitentiarie warf nichts weg. Doch ihr Archiv blieb, dem Beichtgeheimnis zuliebe, all die Jahrhunderte lang verschlossen. Erst seit 1983 ist es der Forschung zugänglich. Nun wählte der deutsche Mädievalist Arnold Esch Geschichten für ein Buch aus, das unterhaltsam und oft drastisch vom Alltag und den Nöten der Menschen im Mittelalter erzählt.
Ich ärgere mich immer wieder, wenn sich Journalisten zum Thema machen. Oder noch schlimmer: Journalisten interviewen andere Journalisten, die sich zu Experten für Dies und Jenes hochschwingen. Der Grund für dieses Verhalten: Man ist selbstverliebt. Einer, der dies auch zugibt, ist Mark van Huisseling. Immerhin. Und er hält seiner Zunft im “Klartext” den Spiegel vor. Recht hat er:
Der Werbespot für den “Sonntagsblick” geht unter die Haut und ist gut gemacht. Bloss: Wird der Leser nun wirklich öfter zum “SoBli” greifen? Eher nicht. Der Kampf um den Leser entscheidet sich im Blatt, nicht auf der Mattscheibe. Mit keinem Werbeaufwand der Welt kann man ein schwaches Produkt verkaufen. Der aufwändig und teuer realisierte Werbespot ist Ausdruck der Verzweiflung des Ringier-Verlages, Leser zurückzugewinnen.
Der Leserschwund der Ringier-Blätter ist dramatisch: Heute schafft es der “Blick”, das ehemalige Boulevard-Leitblatt, gerade noch auf 672’000 Leser. Branchenprimus ist mit 1’244’000 Lesern “20 Minuten”. Der “Sonntagsblick” verlor 2008 gegenüber dem Vorjahr sogar fünf Prozent seiner Leser, die “Schweizer Illustrierte” “nur” drei Prozent. Wir warten gespannt auf die neuen Leserzahlen der Schweizer Presse, am 24. März ist es so weit.
Die Akkreditierungsgebühr beträgt CHF 40.–.
Wir freuen uns, Sie an den Solothurner Filmtagen begrüssen zu dürfen!
Egal wie wieviele Filme besucht werden: Journalisten werden zur Kasse gebeten. Sind die Solothurner Filmtage so klamm, oder erschliesst man sich angesichts der Krise neue Einnahmequellen?
Umweltthemen mehrheitsfähig und familienfreundlich behandeln, so, dass sich weder Wirschaft noch Leser vor den Kopf gestossen fühlen? Ringier und Axel Springer überliessen jahrelang das Thema Umwelt kleineren Verlagen oder behandelten dei Themen etwas stiefmütterlich in ihren eigenen Publikationen. Jetzt werfen beide Verlage grüne Magazine auf den Markt. Im Fokus hat man dabei die Lohas, für die es in Deutschland bereits eine ganze Reihe von Publikationen gibt. Ringier aber hat erst soeben den “gegenwärtigen Megatrend des grünen Lebensstils” entdeckt. “SI Grün” soll ein Lifestyle-Magazin sein und im Oktober erstmals der “Schweizer Illustrierten” beigelegt werden. “Lustvoll und glaubwürdig” will man über grüne Anliegen berichten. Ich bin gespannt, wie wir jetzt plötzlich Melanie Winiger den Küchenabfall auf den Kompost tragen sehen werden.
Das Verlagshaus Axel Springer Schweiz plant ebenfalls die Herausgabe einer neuen Monatszeitschrift zum Thema Natur und Umwelt. Die Publikation soll dabei als Line Extension der Marke “Beobachter” lanciert werden. Bereits Ende August geht mit “ecoLife” das Magazin für einen nachhaltigen Lebensstil vom Verlag Profile Publishing an den Start.
Tatsache ist: Es wird eng auf dem Markt der Umwelt-Publikationen wie zum Beispiel “Natürlich”, die heute bereits in Konkurrenz zu den auflagestarken Publikationen von Greenpeace und WWF stehen.
Wir sind alle irgend einmal eingewandert. Moderne Genanalysen, wie auf diesem Blog bereits besprochen, belegen es: Der Homo migrans hat sich über die Welt ausgebreitet. Die Enzyklopädie der Migration in Europa seit dem 17. Jahrhundert gibt einen hervorragenden Überblick über die Völkerwanderungen. Das über 1000-seitige Werk erzählt Geschichten über ganz unterschiedliche Migrantengruppen: Zum Beispiel über die bosnischen Bärenführer, die im 19. Jahrhundert mit dressierten Tanzbären in West- und Mitteleuropa ihren Lebensunterhalt verdienten, aber auch über die ägyptischen „Sans Papiers” in Paris seit 1980, die Zyprioten in Grossbritannien seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs und die chinesischen Zuwanderer, die Anfang des 20. Jahrhunderts in der italienischen Modeindustrie anheuerten. Auch der Schweiz ist ein Kapitel gewidmet. Die Enzyklopädie der Migration in zeigt auf, dass auch die Schweiz ein ein Einwanderungsland ist – und zwar nicht erst, seit die sogenannten Gastarbeiter ins Land kamen (Bild: Abstimmungspostkarte der Gegner der Überfremdungsinitiative, 1974). Auch wenn sich gewissen Parteien in der Schweiz mit dieser Erkenntnis weiterhin schwertun.
Reichste Frau der Schweiz heiratet Bundesratssohn, brennt dann mit Künstler durch und wird psychiatrisiert. Ihr Gelieber, der Berner Maler Karl Stauffer, wird aufgrund falscher Beschuldigungen ihres Ehemannes und dessen Vaters, Bundesrat Emil Welti, in Italien eingekerkert. Nach der Scheidung vermacht Lydia Welti-Escher ihrem Mann umgerechnet 18 Millionen Franken und zieht sich zurück. Von ihrem Geliebten hatte sie sich bereits vorher zurückgezogen. Dank neuen Fakten in der Biographie der emanzipierten Tochter der einflussreichsten Politikers und Unternehmens des 19. Jahrhunderts, muss das Bild Lydia Welti-Eschers revidiert werden. Mehr…
Marketing-Kauderwelsch: Was will uns der Hemdenhersteller sagen?
Das Verfahren unterscheidet sich zu den herkömmlichen Verfahren, wo der Stoff ausgerüstet und verarbeitet wird. Den letzte Bügelfrei Schliff erhält das fertig konfektionierte Hemd am Schluss mit dem Endfinish.