Archiv für die Kategorie „Branding“

Medien und PR: Verstehen, was ist.

22. Dezember 2010

Mammut-CEO: Keine Ahnung von PR

Konkurrent Helly Hansen wird sich freuen, dass der CEO von Mammut, Rolf Schmid, von seinem eigenen Unternehmen ablenkt und die Marke ins Spiel bringt. Irgendwie hat man das Gefühl, dass sich Rolf Schmid auch nicht wirklich freut, dass der deutsche Verteidigungsminister seine Kleider trägt. Merke: Wenigstens ein bisschen Ahnung von PR und Kommunikation kann nie schaden.

Zum ganzen Interview im “Blick am Abend”.

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21. Dezember 2010

Der Kaviar-Kuss

Der Stör, der den Kaviar produziert, muss man lieben. Dies tut auch Kaviar-Produzent Peter G. Rebeiz. Ein Mann mit einem Flair fürs Sinnliche. Wie innig das Verhältnis von Rebeiz zu seinen Tieren ist, zeigt der untenstehende Beitrag ab 6.55 Minuten.
ECO vom 20.12.2010

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20. Dezember 2010

PR-Programm für die Reformierte Kirche

Am Wochenende herrscht in den Stadtzürcher Kirchen vielenorts die grosse Leere. Das muss nicht sein. Mit kommunikativen Massnahmen sollte es möglich sein, die Zahl der sonntäglichen Kirchenbesucher zu verdoppeln – nicht nur in Zürich. Dies, innerhalb von drei Jahren.
Bei rund 100‘000 Reformierten in der Stadt Zürich zählen die Kirchen am Sonntag im Durchschnitt gerade einmal 2000 Besucher. Ein Grossteil der Gottesdienstbesucher kommt dabei von ausserhalb der Stadt und besucht die grossen Kirchen Grossmünster, Fraumünster und St. Peter, die Leuchttürme des reformierten Zürich. Und die anderen Kirchen? Hier sind die Kirchenbänke dünn besetzt – und es herrscht eine Stimmung wie im Altersheim.

Es gibt einen Weg aus der Krise: Aus dem – nach Ansicht einiger – “trägen Apparat” muss wieder eine dynamische Kirche werden, denn eine Alternative dazu gibt es nicht, soll ihr Erbe und ihre religiöse und soziale Gestaltungskraft gewahrt bleiben.
Dazu muss die Kirche

  • Sichtbar werden
  • Ihre Geschichte und Tätigkeit erlebbar machen
  • Den Mut zur gelebten Vision haben.

Tatsache ist: Profil und Bild der Kirche in der Öffentlichkeit (externe Kommunikation) sind gegenüber allen Beteiligten und Interessierten zu verbessern.

Wie dies gelingen könnte, versuche ich hier in einem Sieben-Punkte-Programm darzulegen. Ein detailliertes Kommunikationskonzept mit konkreten Massnahmen und deren Umsetzung müsste dazu allerdings noch ausgearbeitet werden.

1. Vision und Strategie formulieren

Vorschlag:

  • Wir sind und wollen Volkskirche bleiben.
  • Der Glaube ist nicht nur Privatsache.
  • Die Kirche bietet einen öffentlichen Raum, in dem Glaube stattfinden und in einer lebedigen Gemeinschaft erlebt werden kann.

2. In Kommunikation investieren

Die Äufnung bedeutender Finanzmittel sind ein deutlicher Hinweis auf ein kirchliches Denken, das Sicherheit in den Vordergrund stellt. Der Glaube entfaltet sich am besten in Unsicherheit, weil zuviel Geld die Menschen bekanntlich „träge“ macht (Hans J. Bär). Die heutige Praxis beruht auf viel internem Aufwand bei sinkender Aussenwirkung. Der Aufbau einer kirchlichen Stadtakademie als Bildungshaus für die Kirche und ihr nahestehender Kreise (ähnlich der Paulus-Akademie) ist zu prüfen.

3. Richtig kommunizieren

Der Versuch, an Zielgruppen gerichtete Botschaften abzugeben, darf nicht dazu führen, die Zentralbotschaft des christlich-reformatorischen Glaubens zu vernachlässigen.

Der Gottesdienst als Verkündung der christlichen Botschaft soll in den Kirchgemeinden aufgewertet werden. Es geht um nicht weniger als die Rückgewinnung der liturgischen Kompetenz, worin das Geheimnis Gottes in dieser Welt zum Ausdruck kommt.

Ich schlage drei Hauptbotschaften vor:

  • Glaube – die Flamme soll wieder brennen im Zentrum des Dreiecks Gott – Mensch – Glaube
  • Solidarität – Mitmenschen
  • Ökumene – wir sind nicht allein

4. Die Pfarrer stärken

Die Pfarrer sind die wichtigsten Botschafter der Kirche, ihrer Zeugenschaft ist von zentraler Bedeutung für die Kirche. Da auch der Aufwand für Ausbildung und Löhne beträchtlich ist, wie die “Aufnahme und Analyse des Ist-Zustandes” (Landert/ Brügger) zeigt, muss das wertvollste Gut der Gemeinde, der Gemeindepfarrer, gestärkt werden. Ich schlage vor, zwei Programme einzuführen:

  • Glaubwürdige Rhetorik: Inhalt – Botschaft – Überzeugung
  • Effiziente Steigerung der Präsenz und Wirkung in der Gemeinde

5. Aktivierung der Kirchenpflege

Weil neben dem Gemeindepfarrer die Kirchenpflege in jeder Beziehung eine zentrale Rolle spielt, soll sie und ihr Umfeld mit zwei Themen aktiviert und optimiert werden:

  • Eine Kirche – eine Aufgabe – ein Ziel (das gemeinsame Vorgehen)
  • Optimierung der Organisation zur Vermeidung von Konflikten

6. Neugestaltung der Gottesdienste

Formal wie inhaltlich entleerten Gottesdiensten muss ein Ende gesetzt werden. Sie sind das Herz der Gemeinde, aber dieses Herz ist krank. Wir schlagen daher ein Erneuerungsprogramm mit folgenden Inhalten vor:

• Pflichtenheft und Training der Predigten
• Öffnung des Direktkontakts zur Gemeinde
• Gespräch nach der Predigt/Diskussion Stärkung der Kirchenmusik – Das Feiern mit Musik, Gesang, Gebeten und Texten soll im Zentrum stehen

Es muss wieder deutlich gemacht werden, dass Kirche kultischen Charakter hat und kein Glaubensseminar zur Selbstverwirklichung ist.

7. Die Medien als Mittler

Die Kirche schöpft das hohe Potential bisher nur wenig aus, sich in den Publikumsmedien „Tages-Anzeiger“ und “NZZ” positiv zu positionieren. Über die Zeitung “Reformiert” erreicht die Kirche ihre Mitglieder. Damit bietet sich ihr die Möglichkeit zur Selbstprofilierung.

Politik und Wirtschaft, auch Wissenschaft und Kultur, haben in Ansätzen gelernt, mit den Medien umzugehen. Die Stadtkirche darf den Umgang mit den Medien nicht einzelnen Talenten oder Zufällen überlassen. Sie erbringt eine Fülle wertvoller Leistungen, die auf dem Weg über die Medien zum Vorteil der Kirche wirken können. Die Medien sind ein Multiplikator für die Kirche.

Es muss vor allem gelingen, aus dem engen Rahmen kirchlicher Sendungen auszubrechen und alle relevanten Medien für das Anliegen der Kirche zu gewinnen. Fernsehen und Internet sind zentral, um die “abtrünnigen” Christen wieder zu gewinnen.

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9. Dezember 2010

Freundliche Strommasten

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Es geht auch so. Und der Ärger der Anwohner wäre auf einen Schlag verflogen, der Elektrosmog sowieso. Wie man eine Landschaft freundlicher möbliert, sollten Choi + Shine Architects mal den Schweizer Elektrizitätskonzernen und Raumplanern näherbringen.

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3. Dezember 2010

WM in Qatar ist kein Zufall

Wer erstaunt ist über die Vergabe der WM 2018 und 2022 nach Russland und Quatar, der hat der FIFA und Sepp Blatter nicht richtig zugehört. Der FIFA-Präsident hat immer wieder gesagt, dass er neue Regionen und Länder fussballerisch erschliessen will. In Qatar und Russland gibts für den Fussball noch Wachstumspotential. Gleichzeitig sicherte sich Blatter die Stimmen vieler Verbände für seine eigene Wiederwahl. Der grosse Taktierer aus dem Wallis hat wieder einmal zugeschlagen. Abgesehen davon: Ich bin überzeugt, dass die WMs in Russland und Quatar ein Erfolg werden. Ein Beinahe-Schweizer, der den arabischen Fussball aus dem Eff-Eff kennt, lobt die Begeisterungsfährigkeit der Menschen auf der Arabischen Halbinsel in den höchsten Tönen.
Einen Vorgeschmack auf die Spiele in der Wüste gibt diese Präsentation:

Und hier die russische Präsentation.

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6. August 2010

“Walliser Kuhkämpfe begeistern Katalanen”

20TITELDies sagt heute in “20 Minuten” Noel Catalan vom Arboner Centro Español. Die Pendlerzeitung hat den gestrigen Blogeintrag heute zur Titelgeschichte gemacht. Zum ganzen Artikel…



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4. August 2010

Poorism: Tourismus-Trend oder Sozial-Projekt?

Utrecht Mal schauen, wie es sich auf der Strasse lebt? In Utrecht kann man jetzt als Tourist auf Sightseeing-Tour Armut besichtigen gehen. Das Konzept nennt sich Poorism und wird in Utrecht städtisch gefördert.

Dort heisst das Projekt, in den Obdachlose und Drogensüchtige zu Fremdenführeren ausgebildet werden, Utrechtunderground. Ziel ist es, den Touristen das Leben auf der Schattenseite der Domstadt zeigen.
Die Frage ist, ob dieser Tourismus wirklich dem Image der Stadt förderlich ist, was ich zu bezweifeln wage. Wer sich mit Poorism brandet, muss sich nicht wundern, wenn eher junge und wenig kaufkräftige Touristen in die Stadt kommen. Aber vielleicht ist Untrechtunderground ja auch eher als Integrationsprojekt zu verstehen. Als Stadtführer richten die Männer und Frauen möglicherweise weniger Schaden an als wenn sie anderswie tätig wären. Immerhin erhalten sie als Experten für Obdachlosigkeit auch noch 7€ in der Stunde.
Wäre er nicht Fussballspieler geworden würde vielleicht auch Wesley Sneijder, der im Utrechter Stadtteil Ondiep aufgewachsen ist, solche Führungen anbieten. Im Arbeiterviertel, in dem Arbeitslosigkeit und Dorgenkonsum hoch sind, kommt es immer wieder zu Zusammenstössen mit der Polizei.

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27. Juli 2010

Does your man look like me? No.

Old Spice? Wie bitte? Das Parfum, das so wirtschaftswundermässig daher kam wie ein rostiger VW Golf, ist wieder da. Old Spice schaffte mit einer gelungenen Online-Kampagne den Turnaround.
Via Moritz.

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27. Juni 2010

One Shirt, One Nation


Umbro lanciert das England-Auswärtstrikot, mit dem man 1966 Weltmeister wurde.

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28. Mai 2010

Weshalb Michael von der Heide scheiterte

Einmal mehr heisst es: Switzerland zero points. Ich mag ja Michael von der Heide und seinen Song “Il pleut del’or”, aber dass er gestern scheitern würde, war vorauszusehen. Was fehlte?

  • Es braucht einen englischsprachiges Lied.
  • Die Meldodie muss eingängiger sein.
  • Eine Durchschnittsstimme genügt nicht.
  • Als androgynes Wesen mit einem Bart lässt sich in Osteuropa nicht punkten.
  • Eine attraktive Frau als Magnet kommt besser an.

Fazit: Die Konkurrenz war zu gut. Trotzdem: Ich wünsche Michael von der Heide alles Gute. Sein Platz ist auf den Kleinbühnen in der Schweiz.

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