6. August 2010
“Walliser Kuhkämpfe begeistern Katalanen”
Dies sagt heute in “20 Minuten” Noel Catalan vom Arboner Centro Español. Die Pendlerzeitung hat den gestrigen Blogeintrag heute zur Titelgeschichte gemacht. Zum ganzen Artikel…
6. August 2010
Dies sagt heute in “20 Minuten” Noel Catalan vom Arboner Centro Español. Die Pendlerzeitung hat den gestrigen Blogeintrag heute zur Titelgeschichte gemacht. Zum ganzen Artikel…
4. August 2010
Mal schauen, wie es sich auf der Strasse lebt? In Utrecht kann man jetzt als Tourist auf Sightseeing-Tour Armut besichtigen gehen. Das Konzept nennt sich Poorism und wird in Utrecht städtisch gefördert.
Dort heisst das Projekt, in den Obdachlose und Drogensüchtige zu Fremdenführeren ausgebildet werden, Utrechtunderground. Ziel ist es, den Touristen das Leben auf der Schattenseite der Domstadt zeigen.
Die Frage ist, ob dieser Tourismus wirklich dem Image der Stadt förderlich ist, was ich zu bezweifeln wage. Wer sich mit Poorism brandet, muss sich nicht wundern, wenn eher junge und wenig kaufkräftige Touristen in die Stadt kommen. Aber vielleicht ist Untrechtunderground ja auch eher als Integrationsprojekt zu verstehen. Als Stadtführer richten die Männer und Frauen möglicherweise weniger Schaden an als wenn sie anderswie tätig wären. Immerhin erhalten sie als Experten für Obdachlosigkeit auch noch 7€ in der Stunde.
Wäre er nicht Fussballspieler geworden würde vielleicht auch Wesley Sneijder, der im Utrechter Stadtteil Ondiep aufgewachsen ist, solche Führungen anbieten. Im Arbeiterviertel, in dem Arbeitslosigkeit und Dorgenkonsum hoch sind, kommt es immer wieder zu Zusammenstössen mit der Polizei.
27. Juli 2010
Old Spice? Wie bitte? Das Parfum, das so wirtschaftswundermässig daher kam wie ein rostiger VW Golf, ist wieder da. Old Spice schaffte mit einer gelungenen Online-Kampagne den Turnaround.
Via Moritz.
27. Juni 2010
28. Mai 2010
Einmal mehr heisst es: Switzerland zero points. Ich mag ja Michael von der Heide und seinen Song “Il pleut del’or”, aber dass er gestern scheitern würde, war vorauszusehen. Was fehlte?
Fazit: Die Konkurrenz war zu gut. Trotzdem: Ich wünsche Michael von der Heide alles Gute. Sein Platz ist auf den Kleinbühnen in der Schweiz.
21. Mai 2010
Wayne Rooney: Nachdem er auf dem Platz versagt hat, muss er in einem Wohnwagen hausen mit Sicht auf ein Riesenposter von Franck Ribéry. Seinen Lebensunterhalt muss er fortan als Platzwart in der englischen Pampa verdienen. So nah liegen Triumpf und Tragödie. Regisseur Alejandro González Iñárritu erzählt für Nike eine wunderbar emotionale Geschichte und lässt dazu alle Stars auflaufen. Als Gast im Spiel auch Roger Federer, der im Ping-Pong allerdings keine Chance gegen Rooney hat – meine Liebingssequenz. Der Spot wird morgen Samstag offiziell der Weltöffentlichkeit präsentiert. Heute bereits hier.
18. Mai 2010
Nachdem die Berner Young Boys im letzten Moment den Meistertitel verspielt haben, stellt sich die Frage: Fehlt den Berner am Ende doch das Sieger-Gen? Die Ursachen liegen tiefer. Es lohnt sich, einen Blick auf die Psyche der Berner zu werfen.
31 Runden lang haben sie die Schweizer Fussballmeisterschaft dominiert, im entscheidenden Moment sind sie eingebrochen. Nach dem ersten Treffer der Basler in der Finalissima gegen die Young Boys war die Luft bei den Bernern draussen. Es war kein Sich-gegen-die-Niederlage-Stemmen ersichtlich. Die Spieler haben sich aufgegeben. Dabei war der Titel zum Greifen nah. Einmal mehr hat man einen Wettbewerb verloren im Bernbiet. Und doch trägt man sein Schicksal mit Gelassenheit. Conrad Ferdinand Meyer, ein Zürcher, brachte die Berner Eigenart auf den Punkt, als er den Begriff vom „unbestürzbaren Bernergesicht“ prägte.
Nach dem Lehrer Martin Andermatt setzten die Young Boys auf den Sozialarbeiter Vladimir Petkovic. Er sollte die Spieler auf Erfolg trimmen. Vergeblich. Die Anhänger der Young Boys haben resigniert und kokettieren heute mit ihrer Leidensfähigkeit – seit 24 Jahren träumen sie vom Meistertitel.
Weshalb können die Berner im Fussball nicht gewinnen? Die Aussage von Gonzague de Reynold in seinem Essay „Vom Geist und Wesen Berns“ hat in 80 Jahren nichts von ihrer Aktualität eingebüsst: „Man muss seine Art beibehalten, selbst wenn die Welt anders handelt, anders denkt. Von der weiten Welt da draussen will man nichts wissen, auch nichts lernen, oder nur das Allernötigste. So liegt die Gefahr nahe, dass man sich in einen Provinzialismus hineinrennt, bei dem das Kleben am Herkömmlichen in Schlendrian ausartet.“
So wie die Young Boys von ihrer grossen Mannschaft in den 50er Jahren schwelgen, sonnt man sich im Kanton Bern bis in höchste Ämter in der eigenen Geschichte und schwelgt in Traditionen. Dazu passt die Aussage eines hohen Beamten aus der Berner Volkswirtschaftsdirektion: „Wir wollen nicht Wachstum um jeden Preis. Zuerst sollten wir das Erreichte konsolidieren“, sagte er mir kürzlich und verwies kurze Zeit später auf seinen Stammbaum, der bis ins 13. Jahrhundert zurückreicht.
In Bern ticken die Menschen anders. Leistung ist im Bernbiet verpönt, Wettbewerb tönt nach Stress – und findet im Sport fast nur noch auf den Eishockey-Rinks statt. Man hat sich damit abgefunden, fussballerisch, wirtschaftlich und politisch in der Schweiz nur noch eine Randerscheinung zu sein. Ich habe es am eigenen Leib erlebt, als ich als Berner Wirtschaftsflüchtling nach Zürich auswanderte. Argwöhnisch wurde mein Abgang zu den „Lautsprechern“ und „Besserwissern“ aus Zürich beobachtet. Als Verräter an der bernischen Sache wurde ich hinter vorgehaltener Hand bezeichnet.
Seit letzten Sonntag blutet die arg gebeutelte Berner Sportlerseele. An die wirtschaftlichen Hiobsbotschaften ist man sich bereits gewohnt. Der Kanton verlor im letzten halben Jahr über 1200 Stellen. Für den Leiter des bernischen Wirtschaftsamtes, Adrian Studer, ist das „keine Katastrophe“. Auch hier zeigt sich: Es ist kein Widerstand gegen diese Entwicklung spürbar. Die Schicksalsergebenheit ist Gift für die Volksseele und färbt nicht nur auf das kickende Personal der Young Boys, sondern auf alle Menschen im Kanton ab. So begnügt man sich mit dem zweiten Platz und streicht hervor, dass dies auch ein gutes Resultat sei.
Bloss: Die besten Spieler verlassen den BSC YB Ende dieser Saison – so wie es die klügsten Köpfe der Wirtschaft bereits getan haben. In Bern bleiben zweitklassige Kicker und afrikanisches Personal, das YB als Zwischenstation für eine höhere Liga betrachtet. Auf wirtschaftlicher Ebene bleiben in Bern die Abgänger der Uni und der Fachhochschulen, die sich in der Bundes- und Kantonsverwaltung einrichten.
Der Kanton Bern, der einst mächtigste Kanton der Eidgenossenschaft, hat heute bescheidene Ziele. Minimalismus macht sich bereit. Man vertraut auf die Hilfe von aussen und richtet sich auf ein Leben als Subventionsempfänger ein. Der fremdfinanzierte Kanton braucht eine geistige Erneuerung von innen. Diese müsste von oben kommen- also auch aus Regierung, Verwaltung und Parteien. Nur so kann das Absacken in die Bedeutungslosigkeit verhindert werden und ein Klima entstehen, das Spitzenleistungen auch im Sport möglich macht.
16. Mai 2010
Wie auch immer die Finalissima heute in Bern ausgehen wird. Tatsache ist: Wettbewerb findet im Bernbiet nur noch auf Sportplätzen statt. In wirtschaftlicher Hinsicht hat man sich davon verabschiedet. Politik und Verwaltung – bis hin auf die höchsten Ebenen – haben sich auf ein Leben als Subventionsempfänger eingestellt.
Dass man sich nun als Hauptstadtregion profilieren will ist ein weiteres Zeichen dafür, dass man sich aufs Jagen von Subventionen verlagert. Die Frage ist: Wie lange werden die Kantone noch mitmachen? Tatsache ist: Jeder Bewohner des Kantons Bern – inklusive Babies, Kinder und Rentner – erhält 820 Franken aus dem Finanzausgleich, bezahlt von den Steuerzahlern in den anderen Kantonen. Sie tragen mit dazu bei, dass die Fussball- und Eishockey-Stadien gut gefüllt sind. Mit dem Geld aus dem Finanzausgleich lässt sich ein Jahresabonnement von YB und dem SCB kaufen und noch ein YB-Trikot dazu. Doch auch letzteres wird nicht im Kanton Bern hergestellt. Weder YB noch der SCB sind wertschöpfend. Der einst mächtige Kanton ist im Hintertreffen. Die besten Arbeitskräfte und die klugsten Köpfe haben den Kanton, dem bis 2050 ein Bevölkerungsschwund prognostiziert wird, bereits verlassen. Die wenigen Gutverdiener klagen über die rekordhohen Steuern im Kanton.
12. März 2010

Manuel Widmer setzt auf den Gölä-Effekt. Obs ihm bei der Wahl stimmen bringt?