8. März 2013
Archiv für die Kategorie „Branding“
Medien und PR: Verstehen, was ist.
9. August 2011
Rating: Zürcher Schule unter den globalen Top 150
Der “Double Decker” in Küsnacht und Kilchberg ist mit seinen 60 Kindern, die hier betreut werden, klein. Doch die Arbeit, die hier geleistet wird, ist so grossartig, dass sie sich bis nach England herumgesprochen hat. Jetzt findet “Double Decker” noch grössere Aufmerksamkeit. Der Grund: Die zweisprachige Vorschule (Englisch, Deutsch) wurde in den weltweit beachteten Bildungsführer „Global Education & Skills – Oxbridge 2011“ aufgenommen. Hinter der Publikation, welche die 150 innovativsten und global führenden Schulen vorstellt, stehen die renommierten Universitäten Oxford und Cambridge in England, aus denen zahlreiche Nobelpreisträger hervorgegangen sind.
„Die Aufnahme in diesen renommierten Bildungsführer freut uns sehr. Wir erachten sie als Anerkennung für unsere Bemühungen, seit Jahren eine hochstehende Vorschulausbildung anzubieten“, sagt Schulleiterin Nava Bader.
„Global Education & Skills – Oxbridge 2011“ präsentiert auf über 500 Seiten die führenden Bildungsinstitutionen und bietet einen Einblick in die Menschen und Organisationen, welche sich für die Verbesserung der Bildung auf nationaler und internationaler Ebene verdient machen. Kriterien für die Aufnahme in “Global Educations and Skills – an Oxbridge Guide” sind: Innovative Lehr- und Lernkonzepte, Betreuungsverhältnis, Philosophie, Zusatzleistungen für Schüler/Kinder, Dialog mit Kindern und Eltern sowie die interne Sicherstellung der Betreuungsqualität. Der Bildungsführer wird an rund 50‘000 Führungskräfte aus Wirtschaft, Politik und Bildungswesen rund um den Globus verteilt. Für eine Aufnahme in das Werk kann man sich nicht bewerben, man wird auserkoren.
„Double Decker“ nimmt Vorschulkinder im Alter zwischen zwei und sechs Jahren auf. Unterrichtet wird in den Sprachen Englisch und Deutsch. Das Angebot der Schule richtet sich an Familien, welche ihre Kinder an eine multikulturelle Umgebung gewöhnen möchten. „Double Decker“ wird heute von 60 Kindern besucht und beschäftigt insgesamt 23 Personen.

Zur Philosophie der Vorschule gehört es, ein Umfeld für eine positive Sprachentwicklung zu schaffen. Dabei wird auf die individuelle Entwicklung der sozialen und emotionalen Fähigkeiten grosses Gewicht gelegt. „Double Decker“ passt dabei die frühkindliche Förderung dem Entwicklungsstand des Kindes an. Zusätzlich zum Betreuungsangebot bietet „Double Decker“ seinen Kindern verschiedene Nachmittagsaktivitäten und thematische Feriencamps an.
4. August 2011
Neu: Kompostierbare Modellhäuser by Vollmer
Als Kind habe ich einige Häuser für meine Modelleisenbahn zusammengesetzt. Architekt bin ich deswegen nicht geworden. Doch der pädagogisch wertvolle Hausbau im Massstab 1:87 ist mir immer in Erinnerung geblieben. Die detailgetreuen Häuser sind aus Kunststoff gefertigt. Hauptsächlicher Bestandteil: Das ungiftige Polysterol. Jetzt habe ich selber Kinder – und diese wieder eine Modelleisenbahn. Die Vollmer GmbH & Co. KG aus Stuttgart Zuffenhausen, die Marktführerin in Miniaturarchitektur im deutschen Raum, wartet nun mit einer Weltneuheit auf: kompostierbaren Bausätzen aus nachwachsenden Rohstoffen.
Die Materialien, die dabei verwendet werden, sind Mais, Kartoffelstärke und Zellulose-Abfallprodukte. Wie es dazu kam? Vollmer beliefert auch die Autoindustrie, wo heute 95% der Wagen rezyklierbar sein müssen. Umweltgedanke bei Vollmer war schon früher da. So verwendet das Unternehmen seit Jahrzehnten keine cadmiumhaltige Farben mehr. Laut Susanne Tochtermann, Sprecherin des Unternehmens, habe man sich nach dem Schock der BP-Katastrophe im Golf von Mexiko gesagt, dass etwas getan werden müsse. Die in der Schublade liegende Idee, rezyklierbarer Modellhäuser wurde in die Tat umgesetzt. Seither führt Vollmer mehrere Häuser, die kompostiert werden könnten. Die Initiative zu Nachhaltigkeit auch im Modellbau zahlt sich für das Unternehmen aus: “Unsere Bio-Häuser finden guten Zuspruch bei Familien. Zudem fühlt sich das Material besser an als die herkömmlichen Bestandteile”, so Susanne Tochtermann. Ich kann diese Aussage bestätigen. Wir haben den Bio-Bauernhof zusammengebaut. Meine Tochter hat sich mit Insbrunst an das Zusammensetzen der Teile gemacht und war während vier Stunden nicht mehr ansprechbar. Das Resultat lässt sich sehen – und das Gefühl, dass das Häuschen irgendwann auf Nimmerwiedersehen den Weg des irdischen gehen wird, ist befriedigend. Nicht, dass meine Tochter nicht Stolz auf ihr Werk ist, aber in 10’000 Jahren sollen Archäologen trotzdem nicht ihr Haus noch intakt ausgraben müssen. Das begreift heute auch eine 10-Jährige.

1. April 2011
Zürich neu mit blau-weissen Fussgängerstreifen

Tolle Idee: Zürich stärkt seine Coporate Identity und färbt alle Fussgängerstreifen künftig blau-weiss. Leider ist es ein April-Scherz, was heute die “NZZ” publiziert, aber immerhin einer, den ich auf Anhieb als solchen indentifiziert habe. Ich bin versucht, den Faden noch etwas weiter zu spinnen: In den Stadtkreisen rechts der Limmat wird in den weissen Balken diskret das GC-Logo aufgemalt. Den Artikel von urs Bühlker möchte ich Ihnen nicht vorenthalten, er ist einfach zu schön.
Zürich geht eigene Wege bei Fussgängerstreifen;
Die Stadt will als Mittel der Corporate Identity künftig konsequent auf eine blau-weisse Musterung setzen – Pilotphase ab Juli Teil der Corporate IdentityVor allem aus ästhetischen Gründen, aber auch auf Anraten von Verkehrspsychologen ändert die Stadt Zürich Farbe und Musterung ihrer Fussgängerstreifen. Die aufwendige Neuerung dürfte 250 Millionen Franken kosten.
Gelbe Fussgängerstreifen prägen seit Jahrzehnten das Strassenbild der meisten Städte. Das gilt auch für Zürich, das nun mit dieser Tradition bricht: Voraussichtlich ab kommendem Jahr werden alle Strassen der Limmatstadt auf blauweissen Längsstreifen überquert. Die Exekutive hat den Grundsatzentscheid gefällt, eine nötig gewordene Sanierung zur kompletten Umgestaltung zu nutzen – ein Vorgehen, das sie sich bei öffentlichen Bauten und Anlagen schon fast zur Gewohnheit gemacht hat.
Die Umwandlung, die in einer Pilotphase ab kommendem Juli in der Badenerstrasse (Kreis 3 und 4) sowie in der Seefeldstrasse im Kreis 8 getestet wird und ab 2012 sämtliche rund 4000 Streifen der Stadt einbeziehen soll, hat diverse gedankliche Väter. Hinter vorgehaltener Hand wird eingeräumt, dass vor allem ästhetische Gründe ausschlaggebend waren: Dass die gelben Streifen beispielsweise zu den blauen Züritrams passen wie die Faust aufs Auge, ist manchen Verantwortlichen schon länger ein Dorn im Auge. Die Grundidee eines Farbwechsels geht jedoch, wie beteuert wird, ursprünglich auf Anregungen von Verkehrspsychologen zurück. Die Farbe Gelb nämlich soll nebst dem Vorteil der Signalwirkung einen gewichtigen Nachteil haben: Ihr wird aufgrund einiger Studien ein sogenannt schritthemmender Effekt nachgesagt. Das heisst, dass sich Menschen auf gelben Streifen womöglich langsamer fortbewegen als sonst, was namentlich bei älteren Leuten die Unfallgefahr erhöhen kann.
Hinzu kommt das Problem der Querstreifen: Ein Zürcher Forscherteam will unlängst belegt haben, dass diese viele Tiere irritieren, ja geradezu paralysieren. Besonders bei Katzen kann dies zu unkontrollierten Seitwärtsbewegungen führen, was schon manchen Haustiger das Leben gekostet haben soll. Deshalb werden Zürichs neue Streifen nicht quer, sondern parallel zur Gehrichtung angebracht. Den erheblichen Mehraufwand hierfür, in der Höhe von rund 50 Millionen Franken, rechtfertigt nach Einschätzung der Projektleitung vom städtischen Tiefbauamt jedes Katzenleben, das gerettet werden kann.
Was die Farbwahl betrifft, hatte man sich zunächst für den alleinigen Einsatz von Weiss entschieden, wie es vom Bund erlaubt und andernorts schon im Einsatz ist. Dann bekam Zürich Tourismus Wind von den Plänen – und dessen Präsident Elmar Ledergerber bewies wieder einmal Sinn für lokalpatriotische Effekte: Er wirkte erfolgreich darauf hin, dass die Wappenfarben der Stadt in die Neugestaltung einfliessen. So werden die Streifen nun abwechslungsweise weiss und blau sein. Zürich Tourismus verspricht sich davon einen «Werbeeffekt weit über die Landesgrenzen hinaus». Endlich erhalte Zürich ein Wahrzeichen, und dies gleich in tausendfacher Ausführung, schreibt die Organisation in einer Stellungnahme.
Der Stadtrat doppelt nach: Nach der erfolgreichen Harmonisierung des Designs von Bootsvermietungshäuschen sei dies ein weiterer Schritt zum eigenständigen Stadtbild, begründet er den Beschluss. Zebrastreifen seien als Teil der Corporate Identity nicht zu unterschätzen. Anders als sogenannte Verkehrsberuhigungsmassnahmen wie die «Berliner Kissen», mit denen ein als «Schwellen-Ruedi» bekannt gewordener Stadtrat in den Achtzigern den Asphalt dekorierte, soll die neue Markierung ausschliesslich positive Assoziationen wecken und «Identifikationspunkte» für die ganze Bevölkerung bieten. Zudem werde der gewählte Anstrich bei Regen nicht glitschig, sei also nicht nur fussgänger-, sondern auch äusserst velofahrerfreundlich.
Gemäss amtsinternen Schätzungen dürfte die Rundumerneuerung 250 Millionen Franken verschlingen – etwa fünfmal so viel wie eine blosse Sanierung, die laut kantonalen Vorgaben an den meisten Stellen ohnehin nötig wäre. Die Bundesbewilligungen für die Neugestaltung stehen noch aus, doch soll es sich nur um eine Formsache handeln. Problematischer dürfte die Abstimmung mit EU-Normen sein, aber die Stadt ist guter Dinge, dass sich das bilateral lösen lässt.
Auf Skepsis stösst das Vorhaben allerdings auf eidgenössischer Ebene: Das Bundesamt für Unfallverhütung bezeichnet es auf Anfrage in einer schriftlichen Stellungnahme als «kostspielige, eher befremdliche Vermengung von Show-Elementen und Sicherheitspolitik». Auch sei der hemmende Effekt der Farbe Gelb mitnichten erwiesen.
Noch in den Sternen steht die Zukunft einer flankierenden Massnahme, die auf besonders gefährliche Übergänge beschränkt werden soll: Es handelt sich um versenkbare Barrieren, die kurz vor der Grünphase für Passanten automatisch aus dem Boden fahren und diesen zusätzlichen Schutz bieten. Auch dieses Element wird ab Juli erprobt, doch könnte eine serienmässige Umsetzung an den Kosten von rund 5 Millionen Franken pro Standort scheitern.
27. März 2011
Ich bin eher konservativ.
15. März 2011
Gattuso & Co.: Dancing With The Stars

Gennaro Gattuso tanzt mit dem Linienrichter, Thiago Silva macht den Limbo, Clarence Seedorf schattenboxt sich über das Spielfeld und ein Spieler von Bari versucht sich als Rasenschwimmer. Das virale Video geht um die Welt. Und mit ihm die Botschaft: In der Gazzetta dello Sport steht alles drin.
Gespielt wurde übrigens auch: Hier.
9. März 2011
Fettleibigkeit – Prävention schafft Investitionschancen
Erstaunlich ist die Zahl der Schweizer Führungskräfte und Unternehmer, die ab 60 in ihrem eigenen Fett ersticken. Sie gehen kaum noch auf die Strasse, humpeln versteckt durch die Wälder der Zürcher Goldküste und können von St. Saphorin und alten Rotweinen nicht lassen. Der joggenden Jugend gehört die Zukunft, die in ihrem Fett langsam sterbenden gehen vergessen. Jetzt erhält die Zürcher SAM Sustainable Asset Management, eine Tochter der niederländischen Robeco, für ihre Webcasts die Marketing Trophy 2011. Darin wird unter anderem das Gesundheitsmanagement jedes einzelnen thematisiert. Im Jahr 2006 beklagten beispielsweise die USA 28 Terroropfer. Im gleichen Zeitraum starben dort 120’000 Menschen an den Folgen von Fettleibigkeit. Was haben diese Informationen mit einer nachhaltigen Anlagen zu tun? Die Antwort lautet: Die Gesundheit und Prävention werden immer wichtiger – und damit verbinden sich Investitionschancen.
1. März 2011
Wintersport-Werbung in den Sand gesetzt

Viele Wintersportorte beklagen sich in den letzten Wochen über mangelden Schnee und ausbleibende Touristen. Die Aletscharena lädt alle Josefs und Josefinas am 19. März zu sich ein – gratis. Pistenplausch auf alpinen Sanddünen? Ist die Klimaerwärmung wirklich bereits so weit fortgeschritten?
Der Flyer der Aletscharena erweckt den Eindruck, die Frau stehe irgendwo in der Wüste Gobi. Eine gute Idee wurde hier schlecht umgesetzt. Weshalb hat niemand gegen die völlig irreführende Bildsprache Einspruch erhoben?
26. Januar 2011
Swiss Design – die Klassiker in Buchform
Schon das Schweizerkreuz auf rotem Grund ist eine Design-Ikone. Design als Erfolgsfaktor ist seit langem ein Markenzeichen von Schweizer Produkten. Dazu gehört zum Beispiel der Zena-Spargelschäler (siehe Bild) von 1947, der sich nicht nur in meinem, sondern in fast allen anderen Haushalten des Landes findet. Oder die Helvetica-Schrift – keine ist so klar lesbar wie sie. Zum Schweizer Design-Erbe gehört auch die Toblerone, die erste dreieckige Tafel-Schokolade, das weltweit bekannte Matterhorn der Schokolade. Die beiden Cousins Emil Baumann und Theodor Tobler erfanden vor über 100 Jahren die dreieckige Mandel-Nougatschokolade in der heimischen Küche in der Stadt Bern. Ein Jahr später wurde das Rezept beim Patentamt angemeldet.
Im Buch Swiss Design, das ich mit Genuss gelesen habe und jedem Ästheten empfehlen kann, entdeckt der Leser sowohl Design-Klassiker als auch die überraschend kreative Vielfalt von Schweizer Design heute. Die folgenden Marken und Produkte werden u.a. im Buch von Dorian Lucas (Braun Publishing) dabei vorgestellt: Bally, Kandahar, Stilo, Heinz Julen, stockwerk3, Christophe Marchand Design, jpbd (Möbeldesign), Remo Caminada, Büro Destruct, Regula Stüdli, Fauxpas Grafik, Dessert, Maximage Group (Grafikdesign), Daughter of Eve, Rado, Swatch, Omega, Simone Gugger, Natalie Luder (Schmuckdesign), Victorinox, Thorens, Vito Noto, Zena, Sigg, Caran d’ache, Zimmerli Design, StauffacherBenz, Jura, Kueng Caputo, (Produktdesign).
20. Januar 2011
SAM – wo Marketing nie trocken ist
Marketing für Finanzprodukte muss nicht trocken sein – besonders dann nicht, wenn es um einen Wasser-Fund geht. SAM, die Investment Boutique mit Fokus auf nachhaltige Anlagen, geht dazu sogar ins Kanalisationssystem unterhalb des Finanzplatzes Zürich. Jetzt ist das Unternehmen für die Swiss Marketing Trophy 2011 nominiert. Wählen für die Nominierten kann man hier.








