14. August 2012
Babylon in der Bundesverwaltung
Weshalb braucht eine elektrische Kutsche noch ein Pferd, das sie zieht? Offenbar handelt sich um ein “Projekt zur Integration von Pferden in den öffentlichen Raum”. Es geht also um Raumplanung. Oder doch nicht? Das gemeine Pferd ist das Huftier des 21. Jahrhunderts (was sagen dazu eigentlich die Kühe?) und findet sein “Wirkungsfeld als lebendiger Motor”. Aha.
Beamtengeschwurbel auf 53 Zeilen. Hier gehts zur Medienmitteilung von Agroscope.
Wer immer noch nicht verstanden hat, worums geht:
Agroscope, die Forschungsstelle des Bundesamtes für Landwirtschaft, hat von einem Ingenieurunternehmen ein Kutsche entwickeln lassen, die mittels eines Elektroantriebes die Pferde unterstützt. Ziel ist es dabei, dass Pferde bei kommunalen Aufgaben wieder vermehrt zum Einsatz kommen.
Fazit: Die babylonische Sprachverwirrung lebt. Es gibt noch viel zu tun in Bundesbern. Bundesrätin Simonetta hat dem Beamtendeutsch den Kampf angesagt und schickt ihre Angestellten in Schreibkurse. Wann tut es ihr Volkswirtschaftsminister Johann Niklaus Schneider-Ammann gleich?





