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7. Juli 2012

Krisenkommunikation für die Reformierten

Die reformierten Kirchen in der Schweiz sind demokratisch legitimiert. Die Kirchenparlamente werden gewählt, wenn auch kaum jemand an den Wahlen teilnimmt. So gibt es denn heute 24 reformierte Kantonalkirchen mit 24 unterschiedlichen Kirchenverfassungen. Vor lauter Administration gehen zwei Dinge vergessen:

  1. Die Konzentration auf ihre Kernkompetenz, die Vermittlung des Glaubens und die Verkündigung des Evangeliums.
  2. Die Tatsache, dass der Glaube nicht demokratisch sein kann.

Der Grossteil der Mitglieder der reformierten Kirchen im Land wissen deshalb heute nicht mehr, wofür die Kirche steht. Wer heute einen reformierten Gottesdienst aufsucht, weiss nicht, ob ihn eine trommelnde Schamanin oder ein Prediger des Wortes erwartet. Es gibt keinen rituellen Ablauf, der Identität stiftet und in dem sich die Reformierten wiedererkennen. Eine gewisse verbindliche Vereinheitlichung würde der Kirche guttun. Deshalb schlage ich vor: Die Einführung einer evangelischen Kirche der Schweiz und eines Bischofamtes, so, wie ihn die Lutheraner in Deutschland kennen. Als geistliche Instanz könnte ein Bischof der Kirche ein Gesicht geben und ihr Profil stärken.

Hier gehts zum Interview, das ich kürzlich dem Portal ref.ch dazu gegeben habe.

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