7. Juli 2012
Die reformierten Kirchen in der Schweiz sind demokratisch legitimiert. Die Kirchenparlamente werden gewählt, wenn auch kaum jemand an den Wahlen teilnimmt. So gibt es denn heute 24 reformierte Kantonalkirchen mit 24 unterschiedlichen Kirchenverfassungen. Vor lauter Administration gehen zwei Dinge vergessen:
- Die Konzentration auf ihre Kernkompetenz, die Vermittlung des Glaubens und die Verkündigung des Evangeliums.
- Die Tatsache, dass der Glaube nicht demokratisch sein kann.
Der Grossteil der Mitglieder der reformierten Kirchen im Land wissen deshalb heute nicht mehr, wofür die Kirche steht. Wer heute einen reformierten Gottesdienst aufsucht, weiss nicht, ob ihn eine trommelnde Schamanin oder ein Prediger des Wortes erwartet. Es gibt keinen rituellen Ablauf, der Identität stiftet und in dem sich die Reformierten wiedererkennen. Eine gewisse verbindliche Vereinheitlichung würde der Kirche guttun. Deshalb schlage ich vor: Die Einführung einer evangelischen Kirche der Schweiz und eines Bischofamtes, so, wie ihn die Lutheraner in Deutschland kennen. Als geistliche Instanz könnte ein Bischof der Kirche ein Gesicht geben und ihr Profil stärken.
Hier gehts zum Interview, das ich kürzlich dem Portal ref.ch dazu gegeben habe.
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7. Juli 2012

Vals hat den renommierten Europäischen Dorferneuerungspreis 2012 gewonnen. Was hat für Vals den Ausschlag gegeben? Es waren, neben anderen, die folgenden Punkte:
- Im ehemals reinen Bauerndorf spielen Land- und Forstwirtschaft nach wie vor eine bedeutende Rolle. Alle Betriebe des Dorfes wirtschaften biologisch und vertreiben einen Grossteil ihrer Produkte im eigenen Tal.
- Die Stromversorgung stammt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen. Grund: Man hat sich früh für die Errichtung eines eigenen Wasserkraftwerkes entschieden.
- Mit dem Tourismus sowie einem breit aufgestellten wirtschaftlichen Leben (Valser Mineralwasserquellen, Abbau des Valser Quarzit) wurden Arbeitsplätze für Einheimische geschaffen. Die Bevölkerungszahlen konnten konnstant gehalten werden.
- Besondere Wege ist man im Tourismus gegangen, in dem man bewusst der Qualität Vorrang vor der Quantität gegeben hat. Mit dem Bau der weltberühmten Therme des Architekten Peter Zumthor wurde Mut zu zeitgenössischer Architektur unter Verwendung des lokal vorhandenen Baumaterials Stein bewiesen. Weitere Beispiele moderner Architektur folgten und sind Teil der Valser Identität geworden.
Der Europäische Dorferneuerungspreis wird alle zwei Jahre vergeben. Am Freitag, 21. September 2012, findet zwischen 15.00 und 18.00 Uhr im Veranstaltungszentrum Cubus in Wolfurt in Vorarlberg der offizielle Festakt mit Preisverleihung statt.
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