Ich sage: Nein, danke. Der Versuch von Switzerland Publisher Services, mich in die Webekampagne von Comparis einzuspannen, ist nicht nur plump, er dürfte auch bei anderen Bloggern auf wenig Gegenliebe stossen.
Sehr geehrter Herr Welti
Ich repräsentiere Unruly, die globale Plattform für soziale Videos. Ich wende mich an Sie, um Ihnen eine mögliche Zusammenarbeit anzubieten. Unruly vertreibt weltweit soziale Markenvideos und hat bereits an Kampagnen für Unternehmen wie Nike, Heineken, Toyota, Lacoste (und vielen mehr) mitgewirkt.
Derzeit arbeiten wir an einer Kampagne für Comparis, einer Preisvergleichswebseite. Im Video benutzt Comparis dieses Alptraumszenario um aufzuzeigen, dass viele Leute immer noch höhere Prämien zahlen für dieselben Dienstleistungen Ihrer Krankenkassen.
Sie können sich das YouTube-Video hier ansehen… Wir sind auf der Suche nach Websites, auf denen wir dieses Video zeigen können. Wenn Sie Interesse haben sollten, lassen wir Ihnen gerne einen Player zukommen, mit dem Sie das Video in Ihrer Website einbetten können. Wir würden Sie für jeden Video-Aufruf, der in Europa generiert wird, bezahlen. Wenn Sie außerdem einen gesponserten Leitartikel schalten möchten, sagen Sie uns bitte Bescheid und wir können die Bedingungen
besprechen. Sollten Sie sich dafür entscheiden, können wir Ihnen hierzu noch zusätzliche Vorteile bieten.
Wir führen jeden Monat eine große Anzahl von Werbekampagnen durch; es besteht also auch die Möglichkeit, künftig Werbeeinnahmen zu generieren. Sollten Sie Fragen haben, können Sie mich gerne jederzeit kontaktieren.
Anton ist cool. In der Freizeit spielt er am Computer als Starflashman. Freundschaften hat er bisher nur in Chats gepflegt. Der Campingurlaub mit seinen Grosseltern stellt ihn vor seine grösste Herausforderung – kein Computer weit und breit, dafür einen „Ekel-See“ mit glitschigen Schlingpflanzen und vielen Kindern.Bald dämmert es Anton: Im richtigen Leben sehen die Dinge ganz anders aus.
Schon beim ersten Blick auf den Badesee schüttelt es Anton. Er behauptet, es sei nicht die Angst, die ihn davon abhalte, in den See zu springen, es sei nur Ekel. Anton zieht sich im Wohnwagen vor den Fernseher zurück. Seine Grosseltern lassen sich aber auf keine Diskussionen ein. Nach dem Morgenessen gehts zum See – keine Widerrede. Die erste Begegnung mit den Kindern vom Steg verläuft nicht gut.
Als sein Grossvater einen Fisch fängt, der viel zu klein ist, um als Abendessen in Frage zu kommen, freundet sich Anton mit dem Winzling an und tauft ihn Piranha. Er spielt den ganzen Nachmittag mit ihm, lässt ihn im Kübel eine Runde nach der anderen drehen und bewundert dessen Schwimmkünste. Als der Grossvater den Fisch als Köder für den nächsten Tag verwenden will, protestiert Anton lautstark. Schliesslich schliesst Anton über den Fisch nicht nur Freundschaft mit einem Mädchen, sondern verbringt seine Ferien am Ende stundenlang im, Wasser. Die Autorin Milena Baisch erzählt die hintersinnige Geschichte aus Antons Sicht und findet einen frechen Ton für ihre wunderbare Geschichte, die mit dem deutschen Jugendliteraturpreis 2011 ausgezeichnet wurde.
Anton taucht ab, Verlag Beltz & Gelberg, www.belz.de, ISBN: 978-3-407-79966-1, CHF Fr 14.90, 101 Seiten, ab 8 Jahren.
Die Wahlen gestern sollen klar gezeigt haben, dass die Mitte auf Kosten der Pole gestärkt wurde. Bloss: Was ist eigentlich die Mitte? Machen wir uns mal auf die Suche nach unseren inneren Mitte – diesmal nicht in einem schamanischen Selbsterfahrungsserminar für Frauen.
Die Grünen stehen links. Der Vergleich mit der Melone trifft immer noch zu. Ist das Ziel, eine Ökodiktatur zu schaffen (das sage ich auch als Naturwissenschaftler) nicht doch eher eine extreme Position, die, in diesem Fall, an den linken Pol gehört?
Die Grünliberalen nennen sich zwar liberal, sind es aber nicht wirklich. Ein Blick auf das Parteiprogramm spricht Bände. Das Auffangbecken für Umweltnaturwissenschaftler schielt auf den eigenen Nutzen. Bahnt sich hier ein grüner Filz an?
Die BDP ist die “anständige” SVP. Genügt das, um in der Mitte angesiedelt zu werden? Das Ja zum Automausstieg ist taktischer Natur – und ein Überlebensreflex.
Die CVP ist die Partei der Katholiken. Die Basis der Partei ist im Luzerner Hinterland zu finden, erzkonservativ und steht rechts. Mit dem Traumtänzer Christophe Darbellay hat sie wenig gemeinsam.
Die FDP, die Partei, die den modernen Staat schuf, ist nur noch ein Schatten ihrer selbst. Gesamtschweizerisch hat der Geist der Berner FDP, die etwa so rechts steht wie in Zürich die SP, obsiegt. In diesem Sinne ist die Partei, zusammen mit der GLP, die einzige Mittepartei.
Obwohl S.S. für Societá Sportiva steht, so besitzt die Abkürzung bei Lazio unzweifelhaft faschistische faschistische Konnotationen. Benito Mussolini war nicht nur ein treuer Fan des Teams, das heute auf den FCZ trifft, sondern liess auch Lazios aktuelles Stadion erbauen, das das alte Stadio del Partito Nazionale Fascista ersetzte. Auch heute noch ist Lazio der Klub der Faschisten in Italien, die Entgleisungen seiner rechtsradikaler Fans sind Legion. Dabei geht es nicht unbedingt so harmlos wie bei Lo Sturmtruppen zu. Ich bin gespannt, ob es zu rassistischen Beleidigungen farbiger FCZ-Spieler kommt. Ein Spielabbruch wäre gemäss UEFA möglich. Seit Anfang Saison findet sich mit Miroslav Klose ein Deutscher in der Mannschaft von Lazio. Sofort wurde er von den rechtsradikalen Fans als einer der Ihren adoptiert. Ob sich das der polenstämmige Knipser wirklich bewusst war?
Als ich erstmals in Napoli war, kam meiner Begleitung die Stadt wie Bombay vor. Das war in den 80er Jahren. Dann kam Maradona brachte der gebeutelten Stadt im Süden Glanz und Glorie. Heute ist Neapel wieder, was es vorher war: Halb so viel Wirtschaftskraft wie der Norden, Müllberge, doppet so teure Autoversicherungen, Arbeitslosigkeit und organisiertes Verbrechen. Napoli birgt aber auch sechs Universitäten, das älteste Operhaus Europas und führt vor seinen Häfen vielleicht schon bald den “America’s Cup” durch. Dei Stadt einst Königssitz und Perle des Mittelmeers beschwört den Glanz alter Tage: Der Fussball hilft dabei und ist mit der neuen Stadtregierung ein Indikator dafür, dass es mit der Stadt aufwärts geht. Der Fussball und die Stadt bildeten seit je ein Gesamtkunstwerk. Gestern reichte es gegen die Bayern zu einem 1:1. Immerhin, man ist wieder in der Champions-League angekommen. Die Hoffnung stirbt zu letzte. Einer, ders wissen muss: Paolo Cannavaro zu seinem Verhältnis zu Klub und Stadt.
Alternative Wohnformen sehen heute anders aus. Vor bald 25 Jahren wurde in Bern die Hüttensiedlung Zaffaraya geräumt. Bern stand damals Kopf, das AJZ wurde wiedereröffnet und steht als Reithalle heute noch. Was aus den Zaffarayanern heute geworden ist, hier.
Der rumänische Zigeuner auf dem Bild zeigte mir letzte Woche, wie im Sommer das kostbare Flor de Sal (französisch: Fleur de Sel) noch per Hand gewonnen wird. Das naturbelassene Meersalz in den portugisischen Salzgärten im Naturpark Ria Formosa bei Tavira enthält rund 80 Mineralien, ist natriumarm und verleiht durch sein Mineralienbouquet einen ganz besonderen Geschmack. Ich habs ausprobiert. Rui Simeao (rechts), der Grandseigneur des Flor de Sal, der den Familienbetrieb in fünfter Generation führt, hat jetzt den Antrag auf die geschützte Ursprungsbezeichnung für sein Salz gestellt. Mit dem Label erhielte erstmals ein Salz das begehrte Label. Rui Simeao, der eigentlich Rui Francisco Neves Dias heisst, hat bereits zahlreiche Auszeichnungen für sein Flor de Sal erhalten, die er mir mit geschwellter Brust zeigte.
Nachdem ich mich vor Ort mit zwei Kilo Flor de Sal eingedeckt habe, kann ich für ein Jahr auf unser Speisesalz, dem, damit es gut verarbeitet und umgeschlagen werden kann, Rieselmittel zugegeben wird, verzichten.