Weblog-Archiv für Juni 2011

Medien und PR: Verstehen, was ist.

7. Juni 2011

Slow Tourism, Algarve


www.quintamar.com

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6. Juni 2011

Hoch zum Grand Cru auf Granit

Einen Medienpreis muss man sich verdienen. Oliver D. Fischer, Gewinner des 3. Internationalen Walliser Medienpreises, hat dies in zweifacher Hinsicht getan. Auch für seine Reportage Grand Cru auf Granit, die im Merian-Heft über das Wallis erschienen ist, musste er einige Hindernisse überwinen.

Man an muss sich den Ort verdienen, hatte Marion Granges am Telefon gesagt, und wie sich jetzt zeigt, war das als Drohung gemeint: eine 200 Meter hohe Felswand, irgendwo da oben das Weingut der Granges, hier unten die Talstation ihrer Privatseilbahn. Kein Mensch zu sehen, das immerhin war angekündigt.
Eine Kabine aus altem Holz, die Tür rastet so leise ein, dass man nicht weiß, ob sie wirklich zu ist. Ein Anruf bei Frau Granges, wie besprochen, dann ein Ruck, die Kabine schwebt überraschend lautlos hinauf, auf die Felsen zu, über denen der Schatten eines Adlers kreist.
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6. Juni 2011

Wetterprophet: “2011 wird kein Hitzesommer”

Ein Hitzesommer ist 2011 in der Schweiz nicht zu erwarten. Dies prophezeit der Wetterfrosch Georges Nellen aus Naters im Oberwallis, der seit über 36 Jahren das Wetter beobachtet. Seine einzigartige Wetterstatistik gibt ihm meist Recht. Bei seinen Prognosen stützt sich der 72-jährige Wetter- und Naturbeobachter auf den 7-Jahres-Zyklus, den er für die Schweiz entdeckt hat. Nellens Trefferquote liegt bei 60 bis 80 Prozent. Mehr…

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5. Juni 2011

Ringier schürt serbischen Nationalismus

Ringier und Springer fahren mit dem Boulevardblatt “Alo!” in Serbien einen nationalistischen und antieuropäischen Kurs. Die ewige Frage, ob sich Verlage in die redaktionellen Belange einmischen sollen, beantwort der serbische Präsident Boris Tadic in der “FAZ”.

Leider kümmern sich einige Investoren, die in Serbien in Medien investieren, tatsächlich nicht genug um die politischen und sozialen Konsequenzen ihrer Tätigkeit. Allein der Profit interessiert sie. Mich beunruhigt das zutiefst. In den neunziger Jahren, als wir dem Milosevic-Regime gegenüberstanden und vielfachen Drohungen seitens der damaligen Machthaber ausgesetzt waren, hegte ich die Illusion, dass sich in Serbien von allein ein pro-europäisches Verständnis herausbilden wird, sobald es zu einer Demokratisierung der Medien kommt und ausländisches Kapital in den Sektor fließt. Heute sehen wir uns jedoch mit der absurden Situation konfrontiert, dass Medien, die sich im Besitz von Investoren aus der EU und ihren engsten Partnerländern befinden, in diesem Fall aus Deutschland und der Schweiz, zu Trägern des antieuropäischen Geistes in Serbien werden. Das ist völlig paradox.

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5. Juni 2011

Ehec-Keime aus deutschem B-Waffen-Labor?

Deutschland und die Welt tappen im Dunkeln: Worher stammen die Ehec-Killerkeime? Nachdem die These eines Terror-Anschlages in den Medien diskutiert wurde, jetzt das: Die Ehec-Keime stammen aus einem B-Waffen-Forschungsprojekt der Bundeswehr.

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1. Juni 2011

AKW-Ausstieg: Risiko von Unfällen steigt

Der gaplante Ausstieg aus der Atomenergie erhöht die Gefahr eines Unfalles – heute, oder in 1000 Jahren. Mit dem Ausstieg aus der Atomenergie, ist es nämlich nicht plötzlich so, dass das Thema abgehakt werden kann. Der Atommüll strahlt noch Tausende Jahre. Die bestehenden AKWs sollen noch bis 2034 in Betrieb sein. Bloss: Wer interessiert sich noch für die Auslauftechnik Kernkraft? Ich behaupte deshalb: Wir gehen in die risikoreichste Zeit für das Eintreffen einer AKW-Katastrophe in der Schweiz. Weshalb?

  • Bezüglich der Personal-Qualität für Sicherheit, Unterhalt und Entsorgung werden im besten Falle noch Leute der zweiten oder dritten Wahl bereit sein, sich für diese Auslauftechnik zu engagieren. Es ist davon auszugehen, dass die erforderlichen Finanzen dazu ebenso beschnitten werden, da jetzt andere Prioritäten gelten. Erste Anzeichen dieser Tendenz der „Lustlosigkeit“ zeigen sich bereits für die erforderlichen Nachrüstungen zum Beispiel beim AKW Mühleberg. Lohnt sich das noch …?
  • Aus dem Störfall in Fukushima haben wir gelernt: Es braucht todesmutige (oder zynisch gesagt: uninformierte) Personen, die im Falle eines Falles vor Ort gehen und dort erledigen was dringend getan werden muss. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies in der Schweiz ähnlich funktionieren könnte. Wir würden kein Personal finden das sich einer solch gefährlichen Situation aussetzt. Die offizielle Version (AKW Mühleberg): zuerst kommt die Betriebsfeuerwehr (des AKW) und zuletzt die Berufsfeuerwehr der Stadt Bern. Eine solche Aussage kann eigentlich von niemandem richtig ernst genommen werden. Im Ernstfall müsste eine separat geschulte freiwillige AKW- Katastrophen-Truppe bestimmt und möglichst rasch einsatzbereit sein. Wie sollte das funktionieren? Ist die Vorstellung der Verantwortlichen so, dass (ähnlich wie in Afrika oder im Nahen Osten) eine gut bezahlte Söldnertruppe die Probleme an Ort und Stelle beseitigen würde?
  • In einem Radiointerview kurz nach dem Ereignis in Fukushima hat der Direktor des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz nebenbei erwähnt, dass ein analoger Fall in Mühleberg voraussichtlich zu einer Evakuation von mindestens 100’000 Personen im Raume Bern führen würde. Weiter sagte  Willi Scholl, dass dies aber bis heute noch nicht geplant sei und zu einer „ziemlich unübersichtlichen“ Situation führen würde. Völlig unerwähnt blieb in diesem Zusammenhang die Funktion der Schutzräume, die immer noch zum Notfallszenario des Bundes bei einem AKW-Unfall zählen. Diese wären bei einer geordneten Evakuation der bestgeeignete Warteort, bis zum Zeitpunkt der Evakuation. Bei einer Abschaffung der Schutzraumbau- und Unterhaltspflicht (Differenz zwischen National- und Sicherheitskommission des Ständerats) würde diese wichtige Funktion ohne Gegenwert „verschenkt“.
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