30. September 2010
Kerstin Cooks Bildungsverwirrung
Hat sich die neue Miss Schweiz mit falschen akademischen Federn geschmückt? Ist die Oxford Open University eine Art Migros Klubschule? Die Diskussionen zielen in die falsche Richtung. Kerstin Cook argumentiert so, wie es heute Mainstream ist und dem schweizerischen Bildungssystem entspricht. Heute “studiert”, wer etwas auf sich hält. Jeder darf das. Während in der Schweiz eine Nivellierung der Bildung gegen unten im Gang ist (die Matura kann vielleicht schon bald mit den Schwerpunktfächern Zeichnen, Gesang und Ausdruckstanz erreicht werden), werden andere Berufe künstlich akademisiert. Als Folge davon wird der Begriff “studieren” abgewertet zu “sich mit etwas befassen”. Das Resultat ist die grosse Bildungsverwirrung. Deshalb rate ich: Glaube keinem, der sagt, dass er studiert.





