Weblog-Archiv für August 2010

Medien und PR: Verstehen, was ist.

19. August 2010

Schweizer Wanderkarten ab sofort gratis

SaasFee

Als Geograph und Wanderer war ich bisher ein guter Kunde von Swisstopo. Jetzt bietet mir das Bundesamt einen Rundumservice, der Seinesgleichen sucht – und das erst noch gratis: Wanderkarten, die ich mir aus dem Internet ausdrucken kann. Das Geoinformationsgesetz des Bundes, das seit 2009 in Kraft ist und verlangt, dass die Bundesämter der Bevölkerung alle ihre öffentlich zugänglichen Geodaten zur Verfügung stellt, macht es möglich. Einziges Problem dürfte für viele Benutzer sein: Wie gehe ich mit der wachsenden Datenflut um? Google Maps und Google Earth sehen jedenfalls neben dem Kartenmaterial, das Swisstopo im Internet neu anbietet alt aus. Zu finden sind unter map.geo.admin.ch beispielsweise kartographische Informationen zu Bodennutzung, Geothermie, Wanderwegen und vielem mehr – und es werden noch mehr.
Morgen fahre ich für ein Wochenende nach Saas-Fee, da werde ich mir gleich die entsprechenden Karten ausdrucken. Die Routen sind farblich aufgeteilt nach Wanderwegen (gelb), Bergwanderwegen (rot) und alpinen Wegen
(blau, Bild ganz unten). Interessant auch, dass sich die Veränderung der Landschaft durch vergleich mit älteren Kartenwerken wie der Siegfriedkarte rekonstruieren lässt (im Bild unten der Ausschnitt von Saas-Fee).Siegfried-Karte

KARTETOPO

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18. August 2010

PR Placing Power

PlacingPower
Zum Artikel online im “Blick”. Was der Auslöser des Beitrages war.

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17. August 2010

Profi-Portrait

Portrait-2010-08-16-2
Portrait-2010-08-16-1
Gut Ding will Weile haben. Und: Ein guter Photograph schaffte eine Lockerheit, die erst gute Portraits ermöglicht. Der Berner Marco Frauchiger schaffte gestern in unserem Garten beides.

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17. August 2010

Kontraproduktives Klandenken

Er ist 18, gewann mit dem FC Basel das Double, ist Schweizer Nationalspieler und wurde von Ottmar Hitzfeld sogar an die WM in Südafrika mitgenommen. Alles ging ein bisschen schnell in den vergangenen Monaten im Leben von Xherdan Shaqiri – zu schnell. Der junge Mann mit kosovarischen Wurzeln wurde übermütig und begann, sich zu überschätzen. Als ersten Schritt trennte er sich von seinem Berater und engagierte, ganz dem Klandenken seiner Herkunftsregion verhaftet, seinen Bruder, der künftig seine Interessen vertritt. Dieser, Erdin Shaqiri, ist ganze zwei Jahre älter als sein fussballerisch begabter Bruder und sagte kürzlich im “Tages-Anzeiger”, er gebe sich manchmal auch als Xherdan aus: “Das merkt ja sowieso niemand.” Wenn Erdan den Xerdan spielt, verlieren beide: Der Berater ist kein Verhandlungspartner mehr, der Fussballspieler verliert das ihm entgegengebrachte Vertrauen. Nachdem Xerdan in den letzten Spielen des FC Basel eine schlechte Figur abgegeben hat, ist nun sein Trainer, Thorsten Fink, gefordert. Tatsache ist: Die Chancen auf einen Auslandtransfer und damit die finanzielle Absicherung des Familienklans aus dem Kosovo stehen schlecht.

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16. August 2010

Lasse im Blaubeerland


Lasse findet keine keine Beeren, setzt sich auf einen Baumstamm und weint. Dann dringt der Junge ins Land des Blaubeerenkönigs ein, von wo er nach diversen Abenteuern reich beschenkt in die Menschenwelt zurückkehrt. Im Rahmen der Elsa-Beskow-Reihe legt der Verlag Urachhaus „Lasse im Blaubeerland“ erstmals in der ursprünglichen Originalversion vor. Bislang war die Geschichte aus Schweden im deutschen Sprachraum in dieser Form nicht bekannt. Wahrlich eine Entdeckung: Gemeinsam mit meiner Tochter habe ich mich an Lasses Glück erfreut, und wir träumten davon, selbst einmal das verzauberte Land zu besuchen.

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16. August 2010

2015: Saint-Maurice erwartet den Papst

Roduit2015 soll der Papst in die Schweiz kommen. Grund: Die Abtei von Saint-Maurice im Wallis, das älteste Kloster des Abendlandes, feiert ihr 1500-jähriges Bestehen. Nur das Katharinenkloster auf dem Sinai ist noch älter. Dieses war allerdings – im Gegensatz zur Abtei von Saint-Maurice – nicht durchgehend von Mönchen bewohnt. Dem Kloster steht heute der 72-jährige Joseph Roduit vor. Er ist der 97. Abt in einer langen Reihe an Geistlichen, welche hier, an der engsten Stelle des Wallis, die christliche Tradition leben und hochhalten. Dass Joseph Roduit im Schoss der Kirche landete, ist aussergewöhnlich. Denn als junger Mann hatte er eine Freundin und ein Auto. Wie er mir persönlich sagte, habe er Papst Benedikt XVI. bereits persönlich auf den Geburtstag des Klosters angesprochen und zum Besuch eingeladen. Der 83-Jährige habe ihm erklärt, dass er noch nicht so weit in die Zukunft planen könne. Trotzdem ist Roduit zuversichtlich, dass der Papst in fünf Jahren ins Wallis kommt: “Das Kloster von Saint-Maurice bildet einen der Grundsteine der Geschichte der Christenheit in Europa. Es ist ein heiliger Ort, der nach ganz Europa ausstrahlt.”

Abbaye

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13. August 2010

Gestern auf der Furka

Furkla
Ziemlich abenteuerlich, was die Dampf-Aficionados seit Jahren geleistet haben.

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12. August 2010

Das Beste, das Journalismus zu bieten hat

Was ist guter Journmalismus? Wenn die Texte denjenigen verändern, der sie gelesen hat; oder, wenn sie zeitlos sind und Bestand haben. Die Cooltools-Webseite hat sich mit The Best Magazine Articles Ever
zur Aufgabe gemacht, die besten Texte zusammenzustellen, die in amerikanischen oder englischen Magazinen je erschienen sind. So findet man hier denn die Story “The Falling Man” aus “Esquire” über den Patissier im Restaurant Windows of the World, der sich nach dem Einschlag des ersten Flughzeuges in den World Trade Center in die Tiefe stürzt (siehe Bild unten) oder John Krakauers “Death of an Innocent – How Christopher McCandless lost his way in the wilds” (erschienen in “Outside”), die als “Into The Wild” verfilmt wurde. Auch sehr lesenswert die Story “Frank Sinatra Has a Cold”. Kurz: Die Zusammenstellung listet das Beste auf, was der angelsächsische Journalismus zu bieten hat. Und ich meine: Das einfache Erzählen einer Geschichte ist eine hohe Kunst, die unterschätzt wird. Solche Stories überleben alle Trends, denen deutschsprachige Magazine hinterherhecheln.
FallingMAN

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11. August 2010

Creatures on Communication

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11. August 2010

Papst schweigt: Wallier beten Gletscher weg

Aletschbord-SchwundWenn ihre Gebete weiter so wirkungsvoll sind, machen die Fiescher dem Aletschgletscher in wenigen Jahren endgültig den Garaus. Dabei möchten die Walliser in Zeiten des Klimawandels genau das Gegenteil – die Erhaltung des längsten Gletschers der Alpen als Touristenattraktion und Trinkwasserreservoir. Im Wege steht diesem Vorhaben ein einmal abgelegtes Gelübde, das sich nur schwer wieder rückgängig machen lässt. Vor elf Tagen haben die Fiescher wieder, wie seit 332 Jahren, eine Prozession unter die Füsse genommen, die den weiteren Rückzug des Gletschers zum Ziel hat. Das Unterfangen zeigte Wirkung: Der Aletschgletscher hat sich seit dem 17. Jahrhundert um 3,5 Kilometer zurückgezogen (im Bild die Gletscherzunge heute). Und bald könnten es noch mehr sein.
Jetzt möchten die Fiescher dafür beten, dass die Touristenattraktion wieder wächst. Doch der Papst, der als einziger das 1678 abgegebene Gelübde abändern könnte, macht nicht mit. Vor einem Jahr wurden die Fiescher beim Papst mit einem Abänderungsantrag für das “Katastrophen-Gelübde” vorstellig. Doch Benedikt XVI. blieb die Antwort bisher schuldig. Mein Tipp: Besuchen Sie den Aletschgletscher, solange er noch existiert.

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