17. August 2010
Profi-Portrait


Gut Ding will Weile haben. Und: Ein guter Photograph schaffte eine Lockerheit, die erst gute Portraits ermöglicht. Der Berner Marco Frauchiger schaffte gestern in unserem Garten beides.
17. August 2010


Gut Ding will Weile haben. Und: Ein guter Photograph schaffte eine Lockerheit, die erst gute Portraits ermöglicht. Der Berner Marco Frauchiger schaffte gestern in unserem Garten beides.
17. August 2010
Er ist 18, gewann mit dem FC Basel das Double, ist Schweizer Nationalspieler und wurde von Ottmar Hitzfeld sogar an die WM in Südafrika mitgenommen. Alles ging ein bisschen schnell in den vergangenen Monaten im Leben von Xherdan Shaqiri – zu schnell. Der junge Mann mit kosovarischen Wurzeln wurde übermütig und begann, sich zu überschätzen. Als ersten Schritt trennte er sich von seinem Berater und engagierte, ganz dem Klandenken seiner Herkunftsregion verhaftet, seinen Bruder, der künftig seine Interessen vertritt. Dieser, Erdin Shaqiri, ist ganze zwei Jahre älter als sein fussballerisch begabter Bruder und sagte kürzlich im “Tages-Anzeiger”, er gebe sich manchmal auch als Xherdan aus: “Das merkt ja sowieso niemand.” Wenn Erdan den Xerdan spielt, verlieren beide: Der Berater ist kein Verhandlungspartner mehr, der Fussballspieler verliert das ihm entgegengebrachte Vertrauen. Nachdem Xerdan in den letzten Spielen des FC Basel eine schlechte Figur abgegeben hat, ist nun sein Trainer, Thorsten Fink, gefordert. Tatsache ist: Die Chancen auf einen Auslandtransfer und damit die finanzielle Absicherung des Familienklans aus dem Kosovo stehen schlecht.