Kinder, die im achten Lebensmonat besonders warmherzig von ihrer Mutter behandelt wurden, profitieren auch 30 Jahre später noch davon und sins weniger anfällig für Stress. Wer als Baby emotional vernachlässigt wurde, ist sein ganzes Leben lang anfällig für psychische Leiden – aber auch für Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Krankheiten. Zum Artikel im Journal of Epidemiology and Community Health. Ich wagr einmal die Behauptung: Mit dem steigenden Wohlstand in den letzten Jahren sank der Stress der Mütter, die ihren Babys mehr Zuwendung und Liebe geben konnten weshalb in ein paar Jahren die Zahl der Herz-Kreislauf-Toten und psychisch kranken zurückgehen wird.
Wikileaks – die Antwort auf den Embedded Journalism. Letzterer hat als Konzept versagt. Kriegsführende Parteien müssen sich noch genauer überlegen, wie sie ihre Aktionen in der Öffentlichkeit “verkaufen” wollen. Die Lösung des Problems kann meiner Meinung nach nur in der Auswahl der Truppe und der Mittel, die eine kriegsführende Partei ergreift, liegen.
Old Spice? Wie bitte? Das Parfum, das so wirtschaftswundermässig daher kam wie ein rostiger VW Golf, ist wieder da. Old Spice schaffte mit einer gelungenen Online-Kampagne den Turnaround. Via Moritz.
Immer mehr Grossanlässe, immer mehr Besucher von Love Parades, Street Parades und wie sie alle heissen. Wie verhalten sich Menschen in Massen? Tatsache ist: Wir sind konfrontiert mit sozialer Ordnung. In der Masse wird der Mensch zum Tier. Oder doch nicht? Denn in der mediatierten Gesellschaft knickt der Überlebenstrieb des Menschen vor der Möglichkeit, Teil von Geschichte zu werden, zurück. Nur so ist es zu erklären, dass im Tunnel zu Duisburg, im grössten Gedränge gefilmt wird, während Menschen zu Tode getrampelt werden.
Menschenmassen sind, solange alles friedlich zu und her geht, kontrollierbar. Unten die geordnete Evakuation der Esprit Arena Düsseldorf, wie sie dem deutschen Bundesministerium für Bildung und Forschung vorschwebt:
Menschen verhalten sich, geraten sie in Panik, jedoch irrational. So sieht es auch, wenn zwei einander entgegenkommende Menschengruppen versuchen in einem Tunnel aneinander vorbeizukommen versuchen.
Es gibt nur eine Lösung, um Unglücke wie in Duisburg zu verhindern: Die Beschränkung der Teilnehmerzahl an solchen Mega-Events oder die Anlässe auf freiem Feld stattfinden zu lassen.
Ich bin mir da nicht so sicher. Auch Dieter Freiburghaus, emeritierter Professor für Politologie, ist nicht wirklich von der Notwendigkeit eines EU-Beitrittes überzeugt, wie kürzlich im “Tages-Anzeiger” nachzulesen ist
Ich selber finde die EU nicht wahnsinnig attraktiv, aber es würde der Schweiz wohl einige Impulse geben, wenn sie mitmachen würde.
Zumindest: Den Pro-EU-Argumenten fehlt es an Durchschlagskraft. So lange die EU-Befürworter dem Schweizer Volk nicht klar sagen können, was das Land erwartet, wird sich dafür wohl keine Mehrheit finden.
Morgen gehts los: Ich gehe auf der Via Francigena, dem Frankenweg. Nicht ganz bis nach Rom und auch nicht von Canterbury aus, sondern zwischen Saint-Maurice und Aosta. Und wer eignet sich besser für die Überquerung des Grossen St. Bernhards als mein Freund Bernhard. Mehr zur ersten Europastrasse hier:
Vergessen wir einmal Bernard Rappaz, der ein Einzelkämpfer ist und dessen Hungerstreik im Land weder verstanden noch begrüsst wird. Aus diesem Grund werden die Walliser Staatsrätin und die Ärzte des Inselspitals, welche die Zwangsernährung durchführen wollen, angegriffen. Die Städte Zürich und Basel prüfen heute eine Gesetzgebung, die den – für Gesundheitszwecke – kontrollierten Anbau von Cannabis ermöglicht. Wie dies funktionieren könnte, zeigt ein interessanter Artikel “When Capitalism Meets Cannabis” aus der “New York Times”. Für die kommenden Anbaukantone könnte dies ein grosses Geschäft werden. Mal schauen, wer sich zuerst bewegt.
Vor lauter Klimaerwärmung, Bonisteuer-Debatte und Homo-Ehe geht eines vergessen: Die Gefahr eines terroristischen Anschlages ist nach wie vor da, vielkleicht sogar grösser, als man denkt. Ein nicht zu vergessendes Argument, wenn es um die Frage geht: Soll der Bau des Schutzraumes in der Schweiz beibehalten werden? Im Herbst kommt die Revision des Bevölkerungsschutz- und Zivilschutzgesetzes ins Parlament.
Gemäss Nial Ferguson ist die Welt heute so unsicher, wie sie 1914 war. Seine Begründung:
Die USA stossen als Supermacht an allen Ecken und Enden der Welt an ihre Grenzen (wie Grossbritannien damals).
Die zunehmende Rivalität zwischen den USA und China (damals: Grossbritannien – Deutschland und Deutschland – Russland)
Die Destabilisierung der Allianzen (damals: Österreich-Ungarn in den Augen Deutschlands)
Staaten wie Iran und Syrien, welche Terrorismus untestützen (damals Serbien)
Der Aufstieg von Revolutionären Ideen und Organisationen wie Al-Kaida, die den globalen Kapitalismus zum Feindbild haben (Bolschewismus)
Henry Kissinger, George Shultz und andere warnen mit ihrem Film vor den Risiken der Verbreitung von Atomwaffen und schmutzigen Bomben. Mehr dazu unter www.nucleartippingpoint.org.