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22. Januar 2010

Im Tier wohnt eben doch ein Tier!

Katzen im Gottesdienst. Leute mit einem Hund als bestem Freund, Tieranwälte schweizweit. Der Mensch hat sich die Natur untertan gemacht. Jetzt ist die Gegenbewegung im Gange. Als Mensch fühle ich mich bedrängt. Zum Artikel im heutigen “Tages-Anzeiger”.

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8 Kommentare zu „Im Tier wohnt eben doch ein Tier!“

  1. Esther am 22. Januar, 2010 um 10:30 Uhr #

    Wenn ich genau hinschaue, wie die Menschen mit der Natur und den Tieren umgehen, wird mir übel.
    Das ginge nicht nur mir so, sondern jedem, der bewusst sehen kann (man werfe einen Blick in eine Tiermästerei, einen Schlachthof und die dort praktizierten Tätigkeiten, auf die noble Fourrureproduktion etc.).
    Die meisten ziehen es vor, nicht genau zu schauen. Sie müssten ansonst liebgewordene Gewohnheiten ändern. Das wäre sehr anstrengend. (Aus diesem Grunde ist es wichtig, Tieranwälte zu haben: sie machen dann die grausige Arbeit des Hinschauens und wir sind davon befreit).

    Im Tier wohnt nur ein Tier. Gut. Im Menschen wohnt auch nur ein Mensch, der oft nicht mal imstande ist, anständig mit seinesgleichen umzugehen. Geschweige denn mit andern Kreaturen.
    Ich sehe nicht, warum man stolz darauf sein sollte, ein Mensch zu sein, der das Tier/die Natur als untergeordnet/minderwertig/untertan betrachtet. Ich sehe es wirklich nicht.

  2. Philippe Welti am 22. Januar, 2010 um 11:43 Uhr #

    Einverstanden. Doch dazu brauchts nicht auch noch einen Tieranwalt. Die bestehenden Gesetze genügen.

  3. Sophie (andere Nichte) am 22. Januar, 2010 um 16:29 Uhr #

    MAMA ROCKT!

  4. Norbert am 25. Januar, 2010 um 16:31 Uhr #

    Herr Welti
    Bitte streichen Sie uns von Ihrer Versandliste. Wir arbeiten grundsätzlich nicht mit Tierhassern zusammen.

  5. K. am 26. Januar, 2010 um 07:47 Uhr #

    Du hast absolut Recht. Das Tier ist ein Tier. Und bei mir zu Hause werden Kleinkinder ermuntert besonders grosse haarige Spinnen mit dem Staubsauger aufzusaugen, im Fall. Vielleicht sollte ich mal mit einem Experten darüber reden

  6. Svenja am 22. Februar, 2010 um 08:50 Uhr #

    Lieber Herr Welti

    Das ist ein launiger Artikel, mich erstaunte, dass er in der Rubrik “Analyse” platziert wurde. (Im Uebrigen ebenso, dass bei der Publikation im Tagi die Notiz unterblieb, für welche Firma Sie arbeiten.)

    Der Tierschutzanwalt wird erst eingeschaltet, wenn bereits ein Strafverfahren läuft. Er hat eine beratende Funktion, indem er auf die korrekte Umsetzung des Tierschutzgesetzes achtet. Der “richtige Rahmen” muss auch die Mittel beinhalten, Verstösse zu ahnden.

    Gottesdienste, in denen Tiere gesegnet werden, haben eine lange Tradition in der Schweiz und sind kein Indiz für eine modische sogenannte “Vermenschlichung” des Tieres
    .
    Ueberhaupt wird der Begriff der “Vermenschlichung” momentan fast inflationär verwendet. Allerdings ist mir schleierhaft geblieben, was eine korrekte Anwendung des Tierschutzgesetzes mit Hilfe des Tieranwalts damit zu tun hat. Mir scheint, der vielleicht nicht ganz glücklich gewählte Begriff “Tieranwalt” löst bei manchen Assoziationen aus, die den Blick auf seine eigentliche Funktion verstellen resp. eine Recherche als unnötig erachten lässt.

    Dass Tiere als Beziehungsersatz oder Prestige-Objekt gehalten werden, ist unbestritten. Aber wird diesem nicht wünschenswerten Phänomen auch nur ein Bisschen entgegengewirkt, indem man den Tieranwalt ablehnt?

    Die Idee, dass ausgerechnet WIR irgendwann vor lauter Ueberkorrektheit verhungern werden, mag einen polemischen Schlusspunkt setzen, ist aber in ihrer Unernsthaftigkeit beim wichtigen Thema ärgerlich.

  7. Philippe Welti am 22. Februar, 2010 um 12:32 Uhr #

    Liebe Frau Svenja
    Ich teile Ihre Meinung nicht: Zum Tierschutzgesetz brauchts nicht auch noch einen Tieranwalt. Und: ein Tier ist immer noch ein Tier.

  8. Svenja am 22. Februar, 2010 um 12:46 Uhr #

    Lieber Herr Welti
    Jetzt bin ich enttäuscht. Nach dreimaliger Wiederholung neige ich dazu, Ihnen zu glauben, dass Sie einen Tieranwalt nicht als nötig erachten. Aber etwas argumentative Unterfütterung hätte ich doch erwartet.

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