16. Dezember 2009
Unerfüllte Liebe als literarische Triebfeder
Hinter Kurt Guggenheims Karriere als Schriftsteller stand eine Frau: Meine Grossmutter, Eva Hug. Sie gab ihm 1918, während einer platonischen Romanze, wichtige Impulse für sein Schreiben. Anstelle der Erfüllung in der Liebe, die sie ihm als Verlobte meines Grossvaters, Albert J. Welti, nicht geben konnte, rang die junge Frau dem jüdischen Kaufmannsgehilfen das Versprechen ab, die Erfüllung in der Literatur zu suchen. Der Einfluss Eva Hugs auf Guggenheims Werk zeigt sich darin, dass sie in verschlüsselter Form immer wieder in seinen Romanen vorkommt. Charles Linsmayer, der schweizerische Reich-Ranicki, hat die Guggenheim’schen Frühwerke “Entfesselung” und “Sieben Tage” im Verlag Huber neu mit einem biographischen Nachwort herausgegeben. Heute hat er dazu einen Artikel im Berner “Bund” publiziert. Mehr…





