27. November 2009
Der tolerante Koran
Im Vorfeld der Minarett-Initiative wurden von den Befürwortern selektiv Suren aus dem der Koran verwendet, um den Islam als kriegerische und gefährliche Religion zu brandmarken. Es geht auch anders. Der Koran zeigt sich vielenorts als tolerantes Buch. Einige Beispiele:
Über Glaubende und Nichtglaubende
Weder die Ungläubigen unter den Schriftbesitzern noch die Götzendiener haben es gern, dass euch von eurem Herrn Gutes offenbart wird. Gott schenkt seine Barmherzigkeit, wem er will. Gottes Geschenke sind gewaltig. [2:105]
Wenn sie hören, was zum Gesandten herabgeschickt worden ist, siehst du ihre Augen – wegen der Wahrheit, die sie erkannt haben – vor Tränen überfliessen. Sie sagen: “Unser Herr, wir glauben, zähle uns zu den Bezeugenden.” [5:83]
Einige sagen: “Niemand wird ins Paradies eingehen ausser jenen, die Juden oder Christen sind.” Das sind nur ihre eigenen Wünsche. Sag: “Bringt doch euren Beweis vor, wenn ihr die Wahrheit sagt!” Wer sich jedoch Gott aufrichtig ergibt und rechtschaffen ist, dem steht bei seinem Herrn Lohn zu. Sie brauchen keine Angst zu haben, und sie werden nicht traurig sein. Die Juden sagen: “Die Christen haben keine Grundlage für ihren Glauben.” Und die Christen sagen: “Die Juden haben keine Grundlage für ihren Glauben.” Dabei lesen sie doch in gleicher Weise die Schrift. Diejenigen, die kein Wissen haben, sagen dasselbe. Aber Gott wird am Tag der Auferstehung über das entscheiden, worüber sie uneinig waren. [2:111-113]
Vom Umgang mit Menschen, die anders glauben oder Gott leugnen
Es gibt keinen Zwang in der Religion. Der rechte Wandel unterscheidet sich nunmehr klar vom Irrweg. Wer also die Götzen verleugnet und an Gott glaubt, der hält sich an der festesten Handhabe, bei der es kein Reißen gibt. Und Gott hört und weiß alles. [2:256]
O ihr, die ihr glaubt, wenn ihr auf dem Weg Gottes im Land umherwandert, so stellt die Lage eindeutig fest und sagt nicht zu dem, der euch den Frieden anbietet: »Du bist kein Gläubiger«, im Trachten nach den Gütern des diesseitigen Lebens. Gott schafft doch viele Möglichkeiten, Beute zu erzielen. So seid ihr früher gewesen, da hat Gott euch eine Wohltat erwiesen. Stellt also die Lage eindeutig fest. Gott hat Kenntnis von dem, was ihr tut. [4:94]
Ich verehre nicht, was ihr verehrt. Auch ihr verehrt nicht, was ich verehre. Weder ich werde verehren, was ihr verehrt habt. Noch werdet ihr verehren, was ich verehre. Ihr habt eure Religion, und ich habe meine Religion. [109:1-6]







mds am 27. November, 2009 um 18:02 Uhr #
Aus den Suren kann jeder herauslesen, was er möchte – der Koran ist der Bibel (auch) diesbezüglich ebenbürtig.
Wichtig ist, wie eine Religion im Alltag gelebt wird. Das Christentum in der Schweiz ist zwar noch Staatsreligion, abgesehen von der Kirchensteuer für Unternehmen aber weitgehend harmlos … ein Blick auf den gelebten Islam hingegen beruhigt leider nicht.