Weblog-Archiv für den 23.September 2009

Medien und PR: Verstehen, was ist.

23. September 2009

Bicoooos of dö Raaais Of dö Siiilewl

Ich muss zugeben: Auch ich habe einen Akzent.

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23. September 2009

Busacca – angeschossener Hirsch

Die Meldung, dass Massimo Busacca, der Platzhirsch unter den Schweizer Schidesrichtern, den YB-Fans den Stinkefinger gezeigt hat, ging via Nachrichtenagenturen um die Welt. Während Schiedsrichterobmann Urs Meier die Tat bereits mit drei Spielsperren sanktionierte, blieben Reaktionen von Uefa und Fifa bisher aus. Dies könnte sich noch ändern. Mit seinem Verhalten hat sich Busacca angreifbar gemacht. Trittbrettfahrer wie im untenstehenden Video dichten ihm nun an, während eines Spiels auf den Rasen gepinkelt zu haben. Der ganze Sturm ist für Busacca noch lange nicht ausgestanden.

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23. September 2009

Der Klon der “NZZ am Sonntag”

Die „NZZ“ im neuen Layout wird zum Abbild ihrer erfolgreichen Tochter, der „NZZ am Sonntag“. Mir persönlich gefällt die neue „NZZ“. Das Layout wirkt „luftiger“, die Zeitung damit weniger schwer. Es ist wie immer, wenn sich eine Zeitung eine neue Blattstruktur und ein neues Layout genehmigt:  Einige wenige Leser schreien ein paar Tage Zetermordio bis sich die Aufregung gelegt hat und man sich im neuen Blatt zurechtfindet.

Die Ausrichtung, weg von den News, die man am Vortag schon aus den elektronischen Medien kennt, und hin zu Vertiefung des Geschehens macht Sinn und zeigt in die Zukunft. Die Hintergrundberichte zur Organspende und dem Risiko bei Trendsportarten im Inland sind Zeugnis der neuen Strategie. Ob die „Alte Tante“ damit ihren Leserschwund aufhalten kann, wird sich weisen. Wohltuend ist die Bildsprache, die mehr Gewicht erhält – die „NZZ“ ist im 21. Jahrhundert angekommen.

Die „NZZ“ wird mit dem neuen Layout auch für Inserenten wieder attraktiver. Doch auch falls das einzige Schweizer Weltblatt den empfindlichen Aderlass der Redaktion inhaltlich verkraftet, die Gruppe bleibt als Investment nur für Liebhaber attraktiv. Dass sich der Kurs der „NZZ“-Aktie, die gegenüber dem Vorjahr um 38 Prozent auf 48‘000 Franken abgesackt ist, wieder auf 350‘000 Franken steigt wie noch vor 20 Jehren, ist unwahrscheinlich.

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