19. September 2009
Didier Burkhalter scheut Konfrontation
Die gestrige “Arena” zeigt symptomatisch auf, wie es um die politische Kultur im Land steht:
- Das gebührenfinanzierte Statsfernsehen gebärdet sich als staatlicher Propagandasender, der sich von den Parteien diktieren lässt, wer an einer Sendung teilnehmen darf und wer nicht. Wir nähern und italienischen Verhältnissen.
- Der Bundesrat einer Partei, die sich liberal nennt, verweigert die politische Auseinandersetzung und scheut den öffentlichen Wettbewerb der Ideen. Nur so ist es zu erklären, dass Neu-Bundesrat Didier Burkhalter nicht in der “Arena” auftreten wollte, sollt dort auch “Weltwoche” Roger Köppel mitdiskutieren. Kein gelungener Start für Burkhalter. Vom wem wird der Mann eigentlich beraten?
Mit dem TV-Spot mit der Aussage “Was ich heute in der Arena nicht sagen darf, lesen Sie in der nächsten Weltwoche. Herzlich, Ihr Roger Köppel.” hat der Geächtete die Deinitionsmacht in die Hand genommen. Man darf gespannt sein, wie er in der nächsten “Weltwoche” das Ereignis ausschlachten wird.





