Weblog-Archiv für den 10.September 2009

Medien und PR: Verstehen, was ist.

10. September 2009

Apropos Flatterball

Ein Flatterball (siehe Video ab 1.32 Min.) kann eine gekrümmte Flugbahn aufweisen, aber nicht plötzlich vor dem Torhüter eine völlig andere Richtung einnehmen. So einfach, wie es uns die Schweizer Fussballspieler und ihr Trainer weismachen wollen, lassen sich die Gesetze der Physik nichtg aushebeln. Benaglio hat danebengegriffen. Wer dies so sagt, redete die Mannschaft aber eben nicht stark. Auch das ist Kommunikation.

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10. September 2009

Abbild der Medien: Alte und neue Schweiz

Die Studie bringt es an den Tag, auch wenn der Schluss nicht explizit gezogen wird: Die Schweizer Journalisten lassen sich in zwei Gruppen teilen, welche die Medien hierzulande repräsentieren. Eine davon hat Zukunft, die Mitglieder der anderen Gruppe gehören zu einer aussterbenden Spezies.

Alte Schweiz
Die regionalen Blätter und das staatliche Radio, wo die Journalisten aus der Arbeiterschicht kommen, eine Lehre absolviert, aber oft keine Journalistenausbildung genossen haben und zum Teil schon seit Jahren beim selben Arbeitegeber tätig sind, zu dem sie als Quereinsteiger gestossen sind . In den Wochenzeitungen und überregionalen Tageszeitungen dominieren seit eh und je Journalisten, die aus der oberen Mittelschicht stammen und über einnen akademischen Abschluss verfügen. Auch hier erfolgte der Einsteig in den Journalismus spät.
Zukunftsaussichten: Treu nach dem Motto „News are essential, newspapers not“ wird es hier eine Bereinigung geben. Die alte Schweiz muss sich neue Kanäle erschliessen für die Nachrichten-Distribution oder sich konsequent auf die Kernaufgabe der Medien fokussieren: Informieren, vertiefen, einordenen – mit einem Schwergewicht auf den beiden letzten Aufgaben.

Neue Schweiz
Gratiszeitungen, Zeitschriften und Privatradios setzen auf junge Journalisten, die meisten mit Matura oder dem Abschluss einer Journalistenschule im Sack. Viele dieser Journalisten sind Berufsanfänger und lernen „On the Job“, was auch die vielen Fehler in diesen Medien erklärt. Trotzdem: Der Erfolg der Gratiszeitungen beruht nicht zuletzt auf dem unverkrampften Zugang zu Themen, welche von den etablierten Zeitungen vernachlässigt wurden.
Zukunftsaussichten: Hier liegt die Zukunft der Medien. Die Journalisten sind innovativ und kennen wenig Berühungsängste. Wichtig: Hier sollten die Medien vermehrt in die Ausbildung investieren. Wenn die oft blutjungen Journalisten einmal älter und erfahrener sind, wird auch ihre Qualität steigen.

Zur Studie.

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