Weblog-Archiv für September 2009

Medien und PR: Verstehen, was ist.

30. September 2009

Reisegewohnheiten – eine Alterserscheinung?

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Langsam wird es langweilig. Jedes Jahr gehe ich mindestens einmal an denselben Ort in die Ferien. Werde ich langsam alt? Es ist einfach so, dass ich mich auf Quintamar einfach wirklich gut entspannen und erholen kann. Die grosse Sommerhitze ist jetzt in der Algarve vorbei und die Mandelernte steht vor der Türe. Und baden kann man immer noch, entweder im Schwimmteich vor dem Haus oder im Meer. Ein Gedanke, der mir besonders gefällt: In der Ost-Algarve könnte man überleben mit dem, was die Natur hergibt, denn es gibt das ganze Jahr durch Früchte, die reif sind, und das Nahegelegene Santa Luzia heisst nicht vergebens Capital del Pulpo.

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30. September 2009

Britische Wahlen schon entschieden

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“The Sun” entzieht Labour die Unterstützung. Wann zieht “The Times”, die ebenso zum Imperium Rupert Murdochs gehört, nach?

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30. September 2009

Handy-Töne im Theater

Es ist mir noch nie passiert. Trotzdem: Viele möchten in den Boden versinken, wenn ihr Handy im Theater oder Kino klingelt. Dabei könnte man den Anruf doch ins Stück integrieren.  “Möchten sie Ihr Telefon nicht abnehmen?”, fragt Schauspieler Hugh Jackman genervt. Später schaltet sich auch noch Daniel Craig ein. Die beiden spielen am Broadway im Stück “A Steady Rain”. Alles nur gespielt?

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29. September 2009

KPT: Kommunikation Glücksache

Eigentlich wollten wir der KPT einen neuen Kunden (meine Frau) bringen. Das ist aber gar nicht so einfach.

Sehr geehrte Frau S.
Wir haben angefragt für eine aktualisierte Offerte für meine Frau und mich. Wir möchten unsere Versicherungssitution noch vor unseren Ferien am nächsten Samstag, 3. Oktober, bereinigen. Kriegen wir die Dokumente noch vorher von Ihnen?
Versicherungsmodell für beide: Hausarzt
Bei mir Grundversicherung mit den beiden Zusaätzen.
Bei meiner Frau, die neu zur KPT kommen möchte, handelt es sich nur um die Grundversicherung.

KPT:

Vielen Dank für Ihre Nachricht. Ich habe Ihnen die Änderungsanträge in einer separaten E-Mail-Nachricht zugestellt.

Ich:

Nein, nicht erhalten…

KPT:

Lieber Herr Welti
Anbei erhalten Sie nochmals die Versicherungsanträge für Sie und Ihre Frau. Ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag.
Freundliche Grüsse
Verkauf + Beratung

Ich:

Ihre Dokumente sind ziemlich verwirrend. Schauen Sie sich mal die beiden Dokumente an. Einmal zahle ich 274 im Monat, dann wieder 302. Was gilt jetzt?

KPT:

Die CHF 302.60 sind korrekt. Die CHF 274.80 waren bevor die Prämien für dieses Jahr bekannt wurden.

Ich:

Für wen? Und für meine Frau, stimmt das wenigstens? Rufen Sie mich bitte an. Tel …

KPT:

Da Ihre Frau noch in dem Jahr bei der KPT versichert wird bezahlt Sie fürs 2009 CHF 274.80. Für das Jahr 2010 wird dies ansteigen, da die Umweltabgabe von CHF 1.40 auf CHF 6.80 ansteigt.

Ich:

Schauen Sie, hätten Sie unseren ursprünglichen Antrag genau gelesen, hätten Sie gesehen, dass auch für meine Frau die Versicherung ab 1. 1. 2010 gültig sein sollte.Könnten Sie mich bitte mit der Pressestelle verbinden?

KPT:

Ich habe den Antrag Ihrer Frau auf den 01.01.2010 angepasst. Diesen erhalten Sie in einer separaten E-Mail-Nachricht.

Was ich noch fragen wollte: Was ist eine Umweltabgabe? Sind wir jetzt CO2-neutral versichert? Ich habe mich entschlossen, es besser selbst ausfindig zu machen.

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29. September 2009

Polanski und die Schweizer Künstler

Befremden tut mich in der Causa Polanski nur eines: Das Rechtsverständnis der Schweizer Kulturschffenden. Als Marc Rich wegen Steuerhinterziehungund Handel mit Iran in den USA angeklagt war, wurde er in Kulturkreisen augeblicklich zur Persona non grata. Inzwischen wurde Marc Rich aufgrund der Faktenlage amnestiert. Bei Roman Polanski liegen die Fakten anders: Dass er vor 32 Jahren ein 13-jähriges Mädchen gefügig gemacht und missbraucht hat, wurde von ihm selbst zugegeben. Die Empörung über die Verhaftung Polanskis ist scheinheilig. Gut, dass eine schwere Jugend und künstlerische Meisterwerke keinen Freipass für Delikte darstellen.

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28. September 2009

Die Höngger Klassengesellschaft

Oben am Hönggerberg stehen die alten, gut gepflegten Bauernhäuser unweit der grossflächigen Villen. Unten im Dorf und an der Limmat wohnt das gemeine Höngger Volk, auf das die Mehrbesseren runterschauen, wenn nicht gerade ein Nebelmeer die Sicht verdeckt. Daran sich an dieser Situation nichts ändern wird, scheint sich in den Köpfen der Höngger festgesetzt zu haben, wie ich kürzlich am eigenen Leib erfahren musste.

Wir haben uns in eine Wohnung an der Limmat verliebt. Weshalb: Der Blick auf den vorbeiziehende Fluss hat etwas Meditatives. Dafür würden wir sogar unsere Aussicht von der Rebbergstrasse auf die Stadt aufgeben. Weshalb wir denn von oben ans Wasser umziehen möchten, wollten die Hausbesitzer wissen: „Am Hönggerberg ist es doch viel schöner. Die von ‚oben‘ kommen nicht einfach so runter vom Berg.“ Aha. Unsere Erklärungen fruchteten nicht bei den Hausbesitzern. Wir haben uns verdächtig gemacht und stiessen auf eine Wand des Misstrauens. Kurz: Man glaubt uns nicht. Hätten wir ihnen nicht nur den Auszug aus dem Betreibungsgreister, sondern auch einen aus dem Strafenregister vorlegen sollen? Wir wissen es nicht. Die Wohnung haben wir natürlich nicht erhalten, wurden aber kürzlich doch noch fündig – nicht im Ghetto unten am Wasser, wo man gerne unter sich bleibt, sondern im Zentrum, wo man sich nicht verdächtig macht, wenn man von oben kommt. Liegts am öffentlichen Verkehr, dass man dort weltoffener ist?

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28. September 2009

Polanski: Lage falsch eingeschätzt

Die Verhaftung von Roman Polanski wirft Fragen auf. Hat er sich zu sicher gefühlt? Oder hat er einfach schlechte oder gar keine Berater, die ihn auf die Gefahr einer Verhaftung hingewiesen haben?

Offenbar hat man in seiner Entourage und am Zürich Film Festival die Lage falsch eingeschätzt und ging davon aus, dass das schwere Schicksal des Filmemachers vor Verfolgung schützt. Ich meine: Nein. Auch ein Überlebender des Holocaust, dessen Frau später bestialisch ermordet wurde, darf sich keine Vergewaltigung einer Minderjährigen leisten. Offenbar messen einige Kulturschaffenden mit unterschiedlichen Ellen – die meisten davon dürfen bei Entstehung seiner Filme gar noch nicht auf der Welt gewesen sein.

Während es der Polizei in der Schweiz immer weniger gelingt, die Sicherheit im öffentlichen Raum zu gewährleisten, hat sie nach dem Fall Hannibal Ghaddafi erneut gezeigt, dass ein grosser Name nicht automatischen Schutz garantiert. Dem kleinen Mann auf der Strasse wird dies gefallen. Auch, dass die kleine Schweiz wieder einmal der ganzen Welt beweisen konnte, ein unerschrockener Rechtsstaat zu sein. Als grosse Siegerin präsentiert sich deshalb Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf. Ob sie sich und der Eidgenossenschaft damit einen Dienst getan hat, wird sich allerdings noch zeigen.

Schon heute steht fest: Für das Zürich Filmfestival ist die Verhaftung Polanskis ein gewaltiger Imageschaden. Ihre Auszeichnung “Golden Eye” wurde für die Beteiligten zum “Blauen Auge”.

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25. September 2009

Es gibt ein Leben neben dem Jakobsweg

Moro KopieEs muss nicht immer der Jakobsweg sein. Der Walliser Wanderleiter Peter Salzmann hat den alten Pilgerweg von Spiez übers Wallis zum UNESCO-Weltkulturerbe in Varallo im Piemont wiederbelebt. Die Reise über die Alpen ist auch eine Reise zu sich selbst.
Ausgerechnet im Bernbiet, dem Kanton mit dem geringsten Anteil an Katholiken, starteten elf Pilger, davon ein Berner Protestant, zu einer Wanderung übers Wallis nach Italien. Einige haben bereits Pilgererfahrungen auf dem Jakobsweg gesammelt. Die Strecke führt in zehn Tagen vom Simmental über den Rawilpass und durch die Walliser Alpen. Am Ende des Saaser Tales dann über den Moro-Pass ins Piemont – von Spiez insgesamt über 220 Kilometer, auf denen 10’000 Höhenmeter zu überwinden sind.
Wer heute auf den Spuren der Pilger durch die Alpen geht, hat dafür andere Gründe als die Menschen im Mittelalter: “Viele sind auf der Suche nach sich selbst. Das Pilgern lässt einen Körper auf eine neue Weise spüren und befreit den Geist”, sagt Peter Salzmann. Mehr…

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25. September 2009

Zürich, Stadt des arabischen Films

Arabic
Gleichzeitig zwei Filmfestivals. Jetzt wird auch mir klar: Zürich ist eine Filmstadt. Im Schatten des “grossen” Zürich Filmfestivals findet das Arabic Filmfestival statt. Zum Programm gehts hier.

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24. September 2009

Jugos ohne Lobby

Den Serben, Kroaten, Bosniern und Slowenen fehlt in der Schweiz eine Lobby. Die Strafanzeige gegen das Jodelchörli Urnäsch, dessen Mitglied vor laufender TV-Kamera einen rassistischen Schnupfspruch von sich gab, wurde bezeichnenderweise nicht von einer Organisation, welche die Interessen der Menschen aus dem Balkan vertritt, eingereicht. Jetzt hat der Verein Humanrights.ch die Klage wegen Rassendiskriminierung zurückgezogen. Rassendiskriminierung ist ein Offizialdelikt. Jetzt müsste die Staatsanwalt reagieren. Ob Sies in Appenzell für die Jugos tun wird?

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