Weblog-Archiv für den 28.Juli 2009

Medien und PR: Verstehen, was ist.

28. Juli 2009

Basejumper haben schlechte Jobs

Ich habe es auch schon persönlich gehört. Gestern im DOK-Film “Die Basejumper von Lauterbrunnen – Sportler, Spinner, Süchtige” wiederholten Risikosportler die Aussage:

“Ich brauche den Kick und die Aufregung im Leben. Immer im Büro zu sein, wäre mir zu langewilig.”

Tatsache ist: Die jungen Menschen, die Nervenkitzel mit Spiel mir dem Leben verwechseln, leben auf der Schattenseite des Lebens. Viele von ihnen – dazu gehören auch die Gleitschrimflieger, von denen ich einige kenne – fristen ein Leben mit Hilfsjobs. Kein Wunder also, wollen sie im Leben auch mal was anderes erleben. Schade, wurde dieser Aspekt im Film völlig ausgeblendet.

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28. Juli 2009

Die Sehnsucht nach der Pandemie

Tom Jefferson, Grippe-Experte der Cochrane Collaboration, kürzlich im “Spiegel” über die jährlich wiederkehrende Pandemie-Panik:

Um diese Idee, diesen Gedanken von der drohenden Influenza-Pandemie ist im Laufe der Jahre eine ganze Maschinerie aufgebaut worden. Da hängt viel Geld dran, Einfluss, Karrieren, ganze Institutionen! Alles, was es jetzt brauchte, um diese Maschinerie in Gang zu bringen, war ein kleines, mutiertes Virus.

Finden Sie es nicht bemerkenswert, dass die WHO dafür eigens ihre Pandemie-Definition geändert hat? Das Kriterium, dass es sich dabei um eine Krankheit mit hoher Sterblichkeit handeln muss, wurde einfach gestrichen. Erst dadurch wurde aus der Schweinegrippe eine Pandemie.

Weshalb hinterfragen die Schweizer Medien nicht einmal kritisch die Aussagen von BAG und WHO?

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28. Juli 2009

Beat Schlatter – weshalb eigentlich?

Beat Schlatters Zeit ist vorbei. Vorbei die Zeiten, in denen er mit anarchistischem Humor die Leute zum Lachen brachte. Er ist einfach nicht mehr lustig. Zudem ist er heute sowas wie ein Staatsschauspieler. Jetzt hat er wieder einmal einen Job gekriegt: Als Warner vor der Schweinegrippe. Bloss: Weshalb engagiert der Bund eigentlich einen Komiker, der nicht lustig ist? Soll das etwa lustig sein? Zudem hat Schaltter als Gesundheitsapostel keine Glaubwürdigkeit. Irgendwie passt der Schweingrippe-Auftritt zur Karriere Schlatters.

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28. Juli 2009

Religion wirkt besser als Kondome

Er ist kein katholischer Neandertaler, sondern der Leiter des AIDS Prevention Research Projektes in Harvard. Edward C. Green, ein angesehener Wissenschaftler, der von sich sagt, er sei ein liberaler Hippie, behauptet, dass die Verteilung von Kondomen Aids in Afrika nicht eindämmen werde. Grund: Kondome seien kulturell nicht akzeptiert. Stattdessen müsse im Kampf gegen die Krankheit vermehrt auf eheliche Treue gesetzt werden. Es sieht aus, als ob die Kirche – zumindest in Afrika – wirkungsvoller ist als alle Präventionsprogramme gegen die Krankheit. Die Aids-Hilfe in der Schweiz, die am Tropf von Staat und Gönnern hängt, wird dies nicht gerne hören. Zum Artikel von Green in der “Washington Post”. Erstaunlich ist eigentlich bloss, dass die “Weltwoche” die Thesen Greens noch nicht aufgenommen hat.

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