Weblog-Archiv für den 18.Juni 2009

Medien und PR: Verstehen, was ist.

18. Juni 2009

Wo ich täglich meine Leben riskiere

Welcher erwachsene Bub träumt nicht von einer Fahrt im Führerstand einer Lokomotvie durch den Gotthard zu fahren? SBB und RhB machen sich diese Sehnsucht zu Nutzen und bieten ihren Fans Fahrten im Füherstand an. Jetzt ist im Internet ein Video aufgetaucht, das im Führerstand der Tramlinie 13 in Zürich gedreht wurde und sich wachsender Beliebtheit erfreut. Ich fahre fast täglich auf dieser Linie und freute mich über das Video und dass ich mal in bei etwas höherem Tempo nach Hause fahren konnte (Haltestelle Eschergutweg). Doch die Zürcher Verkehrsbetriebe, die sonst sehr professionell kommunizieren, verstehen keinen Spass. Sie argumentieren mit der Betriebssicherheit und wollen nun den Filmer ausfindig machen und disziplinieren. Gut, ein Tram ist keine Lok, aber weshalb drehen die VBZ nicht selber Tramfahrten ab und stellen sie ins Internet. Einfach, um der Community der Tram-Fans eine Freude zu bereiten.

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18. Juni 2009

Die Zukunft der „NZZ“ hat 16 Seiten

News sind schon heute gratis. Wer wird also dafür in Zukunft noch bezahlen wollen? Die Tageszeitungen tun gut daran, diesen Markt den Gratisblättern zu überlassen. Stattdessen sollten sie sich als Hintergrundzeitungen positionieren. Die News einordnen und gewichten, sich auf das journalistische Kerngeschäft konzentrieren. Die Elite in der Schweiz ist auch in Zukunft bereit, dafür am Kiosk Geld locker zu machen. Albert P. Stähelis Geschäftsmodell zielt in die richtige Richtung, für Kommentare und Einschätzungen der “NZZ” im Internet Geld zu verlangen, geht aber noch zu wenig weit. Das Blatt hat eine Zukunft als 16-seitiges Hintergrund-Blatt. Weshalb bin ich seit Jahren NZZ-Abonnent? Weil ich dort, neben Politik, auch über arabische Musik informiert werden. Darin unterscheidet sich die “NZZ” von den anderen Schweizer Zeitungen, und dafür bin ich bereit etwas zu bezahlen.

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