Weblog-Archiv für den 9.Juni 2009

Medien und PR: Verstehen, was ist.

9. Juni 2009

Mit dem Kanun die Albaner verstehen

Ich vertiefe mich gerade in das albanische Gewohnheitsrecht, den Kanun des Lek Dukagjini, der ins Deutsche übersetzt wurde und jetzt online zugänglich ist. Mein erster Eindruck: Der Kanun ist in sich stringent, wenn auch mit unserere heutigen Auffassung von Recht und Zusammenleben nicht akzeptierbar. Der Kanun setzt auf das Prinzip der Rache, welches die männliche Ehre (die Frau hat keine) erhält. Haftstrafen sieht der Kanun beispielsweise nicht vor. Der Grund: Diese sind nicht ehrhaft und deshalb niemandem zumutbar. Väter können ihre Kinder straflos töten, wenn Sie gegen die Ehre der Familie verstossen.

Den Kanun zu kennen, würde wohl einiges zum Verständnis der Albaner auch in der Schweiz beitragen. Das überlieferte Gewohnheitsrecht ist tief verankert und war während Jahrhunderten stärker als jedes staatliche Gesetz. Es wird auch heute noch in Teilen Albaniens und des Kosovo befolgt. Aus diesem Grund müssen nach offiziellen Angaben die Männer von über 10’000 Familien in Nordalbanien zu Hause bleiben. Sie riskierten sonst riskieren, Opfer der Blutrache zu werden.

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9. Juni 2009

Die lukrativste Crème der Algarve

Es schwebt wie der Rahm auf der Milch, das Flor de Sal, das Rui Simeao in den Salzpfannen bei Tavira in der Algarve gewinnt. Ich habe letzte Woche selber davon ein bisschen abgeschöpft. Viel war es allerdings nicht. Der Grund: Mit  Wolken am Himmel gibt die Verdunstung nur wenig her. Seine Reinheit macht das Flor de Sal von Tavira einzigartig auf der Welt. Schmecken tuts allerdings nicht anders als das Salz, das ich kenne. Jetzt bemüht er sich der Salzpapst von Tavira, der sein Unternehmen in der vierten Generation führt, um den Schutz seines Produktes mit dem AOC-Label. Insgesamt produziert Rui Simeao rund 30 Tonnen Flor de Sal, das es zu 5 Euro pro Kilo verkauft. Abgeschöpft wird es von 15 Arbeitern aus Rumänien, Aserbeidschan und der Ukraine.

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