Weblog-Archiv für April 2009

Medien und PR: Verstehen, was ist.

30. April 2009

Wie baue ich eine wirkungsvolle Rede auf?

“Begin strongly. Have a theme, Use a simple language. Leave a picture in the listener’s mind. End drammaticaly.”

Winston Churchill

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30. April 2009

Vogel zieht Kopf aus der Schlinge

Nach Tagen des Schweigens nahm der Grasshopper-Club Zürich heute transparent Stellung zu den Meldungen über einen angeblichen 300-Millionen-Investor. Der Klub machte alles richtig: GC-Vizepräsident Erich Vogel gab Fehler zu (wir waren “naiv”) und gab den anwesenden Journalisten – nicht alle Vertreter der Sensationspresse – einen kleinen Einblick in die Mechanismen des Boulevardjournalismus. Dies gekonnt in einer Art und Weise, ohne den “Blick” wirklich hart anzugreifen. Schliesslich weiss der Manager um die Wichtigkeit eines guten Verhältnisses zum “Blick”, der als Sponsor auch auf den GC-Shirts zu finden ist. Fazit: Vogel hat seinen Kopf gerettet.

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29. April 2009

Die Krise – photogeshoppt



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29. April 2009

Nachhaltiger Image-Schaden für GC

Beim Grasshopper-Club Zürich ist man einem Hochstapler aufgesessen. Erstaunlich, dass man den Mann nicht auf Herz und Nieren prüfte, bevor man sich mit ihm auf einen Handel einliess. Wie hahnebüchern man offenbar vorgegangen ist, berichtet heute der “Blick”, der sich über eine süffige und perfekte Boulevard-Story freut. Nachdem es beim Rekordmeister nun schon seit einigen Jahren sportlich und finanzielle nicht mehr gut läuft, kommt nun eine amateurhafte Klubleitung dazu, welche die Kommunikation nicht im Griff hat. Der Image-Schaden für den Verein ist gross. Künftige Investoren, die unbekannt bleiben wollen, werden einen Bogen um den Grashopper-Club machen.

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28. April 2009

Das Spiel mit dem grossen Investor

Der “Blick” schreibt exklusiv über den neuen Investor, der dem Grasshopper-Club Zürich 300 Millionen Franken bringen soll. Der Scoop wird nun genüsslich ausgebreitet. Noch ist nicht alles Pulver verschossen. Morgen wird eine neue Story um den unbekannten Gönner publiziert, dessen Spende niemand so richtig verstehen kann. Das Spiel mit den Medien ist riskant. Weshalb konnte der Klub die Sache nicht geheimbehalten? Offenbar will der Investor seinen Namen nicht in den Medien sehen, solange der Deal nicht in trockenen Tüchern ist. Der “Blick” bringt nun aber angeblich breits Bilder des Mannes. Noch glaubt kaum jemand an das wunderbare Märchen, das da dem mausarmen Klub beschert wurde. Löst sich die ganze Sache in Luft auf, steht der Verein unprofessionell und unglaubwürdig da. Trotzdem: Sportchef Erich Vogel würde auch bei einem Flop überleben. Der Grund: Er ist der einzige Manager, der im Schweizer Fussball etwas von seiner Materie versteht und hat immer zum Wohle seiner Klubs gearbeitet. Am Donnerstag wissen wir mehr.

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28. April 2009

Deutsche kennen Schweizer nicht

Gestern kam im Schweizer Fernsehen kam er ja ganz sympathisch rüber, der deutsche Finanzminister Peer Steinbrück. Irgendwie sogar charmant. Unterschwellig war da aber immer der verbale Elefant zu spüren, der gleich eine ganze Verwüstung im Porzellanladen lostreten könnte. Offensichtlich Steinbrück keine Ahnung, wie wir Schweizer ticken, das Land scheint er nicht wirklich zu kennen, unsere Empfindlichkeiten noch weniger. Die Empörung, die er in der Schweiz auslöste, erklärt er so:

“Das mag auch an meiner etwas zu gering ausgebildeten Sensibilität liegen.”

Und:

“Wie ist es möglich, dass mir, Jahrgang 1947, im Jahr 2009 Briefe und E-Mails gesendet werden, in denen ich als SS-Scherge oder Nazi-Schwein bezeichnet werde?”

Zum Gespräch >>

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28. April 2009

Bayern: “Einer wie Hiddink”

“Ich hoffe auf einen Trainer, der in die Nähe der Klasse eines Guus Hiddink kommt”, so Franz Beckenbauer heute in “Bild”.

Die Antwort würde lauten: Lucien Favre. Was dagegen spricht: Favre hat noch einen gültigen Vertrag. Zudem braucht Favre länger Zeit, um eine erfolgrecihe Mannschaft zu formen, als ihm der FC Bayern liesse. Bloss: Bei Hiddink wäre das nicht anders. Die Bayern-Bosse sollten umdenken.

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27. April 2009

Die Bündner sind “Bergzürcher”

Schweizer ist man nicht einfach so. Hierzulande ist man zuerst Berner, Zürcher oder Walliser. Und erst in zweiter Linie Schweizer. Der persönliche “Brand” ist die Kantonszugehörigkeit. Der Kampf um die eigene Identität ist in den letzten Jahrzehnten in vollem Gange. Was sich mit der Globalisierung auf internationaler Ebene abspielt, erlebt man im Kleinen auch im Inland: Die Erosion der Identität. Jetzt wurde von Urs Zenhäusern, dem Direktor von Wallis Tourismus, eine Auseinandersetzung losgetreten, die sich am Begriff „Bergzürcher“ für Bündner nährt. Die Bündner, die schon immer in Graubünden lebten, fühlen sich vom Begriff tief in ihrer Seele getroffen. Den Ur-Bündnern sei gesagt: Mit “Bergzürcher” ist noch lange nicht gesagt, dass sie sich selbst verkauft haben. Sie bleiben, was sie schon immer waren. Tatsache ist: Die Durchmischung der Schweiz schreitet voran. Ich selber war als Bürger von Zürich und aufgewachsen in Holland auch in Bern nie ein “richtiger” Berner.

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27. April 2009

Kirchen: Offensive Kommunikation gewinnt

Religion ist Teil unserer Kultur. Die christlichen Grundwerte zu kennen, auf denen unser Staat aufgebaut ist, ist für das Verstehen der eigenen Geschichte unerlässlich. Gestern nun ist in Berlin die von Prominenten und den Kirchen unterstützte Initiative Pro Reli, welche von der ersten Klasse an das Wahlpflichtfach Ethik/Religion durchsetzen wollte, an der Urne gescheitert. In der Schweiz ist für die Kirchen und den Religionsunterreicht noch nicht alles verloren. In meinem Umfeld sind die meisten aus der Kirche ausgetreten. Ich allerdings nicht. Der Grund: Ich bin der Meinung, dass die reformierte Kirche mit den 1000 Franken, die ich jährlich an Kirchesteuer bezahle, sinnvolle Arbeit leistet. Seit die Verteilung der Tsunami-Gelder doch eher intransparent erfolgte, spende ich nicht mehr an Hilfswerke. Ziemlich überrascht war ich, als mir vor ein paar Tagen Carola Jost-Franz, Pfarrerin der Kirchgemeinde Höngg, brieflich zum Geburtstag gratuliert haben. Aha, man hat mich registriert. Als PR-Berater und Kommunikator bin ich der Meinung, dass die Kirchen offensiver kommunizieren sollten. In Höngg tut man es. Auch mit der Ausstellung www.glaubenunglaublich.ch demonstriert die Kirchgemeinde Volksnähe. Die Zeitung “Reformiert” ist ein weiteres Kommunikationsmittel der Kirchen, das ich schätze. Die Anstrengungen der reformierten Landeskirchen zeigen bereits Wirkung: Diese verbuchen bis zu anderthalbmal mehr Eintritte als vor zehn Jahren. Im Vergleich zu den Austritten sind die Zahlen noch klein. Im Kanton Zürich nahmen sie in den Jahren 1997 bis 2007 von 366 auf 462 zu.

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23. April 2009

Das Buch zur Strasse

Teurer ist noch kein Buch über eine Strasse produziert worden. Mit “Direkt um Zürich – Straight around Zurich” dokumentiert der Kanton Zürich die 2,9 Milliarden Franken teure Westumfahrung von Zürich. Die am Bau beteiligten Unternehmen, im Buch Subskribenten genannt, haben das sehr schön produzierte und anschauliche Buch “grosszügig unterstützt”. Eine bessere Dokumentation der eigenen Leistungen, die dank englischer Übersetzung auch zur Akquisition im Ausland genutzt werden kann, gibt es nicht. Das Buch kostet übrigens 89 Franken im Buchhandel und ist ab 27. April erhältlich. Seltsam, dass man Vergleichbares nicht öfters sieht.

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