Medien und PR: Verstehen, was ist.

3. März 2009

Die Journalisten-Schablone

Mit ihrem Urteil über PR-Berater halten Journalisten kaum einmal zurück. Selber verstehen sie es aber, ihre empfindliche Psyche zu verbergen oder nur an kleinen, neuerdings rauchfreien, Tischchen im engsten Kreis zu entfalten. Kaum jemand wagt eine kritische Annäherung an die Spezies Journalist. Jetzt ist an der Zeit, die Journalistenseele dem Lackmustest zu unterziehen. Meine Analyse im “Schweizer Journalist” kann weder umfassend noch politisch korrekt sein. Sie zeigt die Vielfalt an Charakteren und Berufsauffassungen in der Schweizer Medienlandschaft. Zum Artikel…

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16 Kommentare zu „Die Journalisten-Schablone“

  1. Sabrina B. am 3. März, 2009 um 16:59 Uhr #

    Gewagt, gewagt. Ich finde Dein Artikel amüsant und konnte auch bei dem einen oder anderen Beschrieb Ähnlichkeiten mit Bekannten entdecken ;-) Halte mich auf dem Laufenden, wenn Reaktionen von den erwähnten Journalisten reinflattern.

  2. Zoltan Tamassy am 3. März, 2009 um 19:23 Uhr #

    Ich liebe solche Storys. Kann mich im einen oder anderen Typus durchaus erkennen. Einmal mehr, einmal weniger. Hier eine Zugabe meinerseits und etwas Psychologie: Unter Journis (wie auch unter Akademikern) ist Narzissmus weit verbreitet. Gar mancher macht den Job, weil er insgeheim hofft, dass die Menschheit aufgrund seines Intellekts laut Beifall spendet. Ob die Menschheit das wirklich tut, ist natürlich eine andere Frage. Für einen Narzissten aber unerheblich, solage er daran glaubt, dass Beifall gespendet wird. Auch auf mich trifft das mehr oder weniger zu. Aber wie die meisten mache ich den Job auch aus anderen, nicht-narzisstischen Gründen. Schöne Grüsse

  3. Regina am 4. März, 2009 um 07:22 Uhr #

    @Sabrina B.: Nein, gewagt ist dieser Artikel nicht. Der Fluchtweg bleibt ja offen: “Meine Analyse … kann weder umfassend noch politisch korrekt sein.”
    @Zoltan: Sehr schön. Aber suchen wir das nicht alle, Bestätigung von anderen Menschen? Ich glaube, dass das nicht nur auf AkademikerInnen und JournalistInnen beschränkt ist. Mich würde interessieren, aus welchen Gründen du den Job machst?

  4. 6 vor 9: Kommentare zu Tamedia / Edipresse » medienlese.com am 4. März, 2009 um 08:55 Uhr #

    [...] 5. “Die Journalisten-Schablone” (welti.ch, Philippe Welti) In einem Artikel für den Schweizer Journalist (PDF-File) teilt PR-Berater Philippe Welti Journalisten, bzw. ihre Journalistenseele in verschiedene Kategorien ein. Mit dabei unter anderen: Thomas Benkö (”Der Gadget-Junkie”) oder Frank A. Meyer (”Der Repräsentant”). [...]

  5. Zoltan Tamassy am 4. März, 2009 um 11:32 Uhr #

    @Regina. Danke für die Reaktion. Natürlich ist Narzissmus nicht nur auf Journis und Akademiker beschränkt (siehe z.B. Musik- oder Mode-Branche!). Aber m.E. in diesen Kreisen weiter verbreitet, als in anderen. Und natürlich suchen alle Menschen Bestätigung. Die Frage ist immer nur, wie sehr man sein seelisches Gleichgewicht davon abhängig macht. Bei manchem Menschen ist das leider ziemlich krankhaft. Die Gründe für meine Journi-Tätigkeit haben sich im Lauf der Zeit geändert – und sind auch heute nicht jeden Tag die selben. Narzissmus war am Anfang wichtig. Heute nicht mehr so. Die weiteren Gründe übermittle ich gerne privat. Z.B. über Philippe Welti? Schöne Grüsse

  6. Regina am 4. März, 2009 um 11:47 Uhr #

    @Philippe: Kannst du bitte Zoltan T. meine private Mail geben. Möchte die hier nicht veröffentlichen. Danke :-)
    @Zoltan: Freue mich auf deine weiteren Ausführungen. Du scheinst genauso kommunikativ zu sein wie ich. Das mag ich.

  7. Daniel am 4. März, 2009 um 12:08 Uhr #

    Ich habe mich köstlich amüsiert. Die Schablone der stillen Schaffer und der Weltverbesserer haben Sie allerdings noch vergessen.

  8. Christina Scheurer am 4. März, 2009 um 12:13 Uhr #

    @ Daniel. Mir fehlt Patrizia Boser in der Liste. Welti sollte die ganze Sache unter “Journalisten Schablone + Jahreszahl 2010″ jährlich updaten und dann noch um die Kategiorie “Die Selbstverliebten” ergänzen.

  9. Mr. X am 4. März, 2009 um 13:04 Uhr #

    Meiner Meinung nach ist Jean-Martin Büttner die Mutter aller Edelfedern. Das hat er gestern wieder unter Beweis gestellt.

  10. Edelfeder am 4. März, 2009 um 15:42 Uhr #

    Witzig und nicht unzutreffend, die Beschreibung der Tiere im grossen Medienzoo.

  11. andreas minor am 4. März, 2009 um 17:11 Uhr #

    Lieber Philippe

    Nur gut, dass Du die Seite gewechselt hast. Du als Reporter beim Blick … lange ists her. Deine Journi-Kategorien sind witzig – und wenn man die Typen kennt, kommst Du der Realität manchmal sogar ziemlich nahe …. Danke, das Lesen hat Spass gemacht. Gruss ajm

  12. Schreiberling am 5. März, 2009 um 13:30 Uhr #

    Witzig. Treffende Charakterisierung. Die Einzelkämpferkategorie liesse sich noch um einige Namen erweitern und den Zusatz: In serieller Monogamie oft mit bedeutend älteren Männern oder jüngeren Frauen lebend ;-)

  13. Philippe am 6. März, 2009 um 20:13 Uhr #

    Lieber Andreas, ich überleg grad, in welche Kategorie ich dich einteilen müsste.

  14. Greg am 7. März, 2009 um 13:07 Uhr #

    Witzig, hat mir gut gefallen, Philippe.

  15. Abgefahren #10 | leumund.ch am 8. März, 2009 um 10:45 Uhr #

    [...] Die Journalistenschablone von Philippe WeltiGute Analyse zu den verschiedenen Journi Typen. [...]

  16. TA-Schreiberling am 8. März, 2009 um 17:39 Uhr #

    Ich habe mich gut amüsiert, teile Ihre Einschätzungen grösstenteils und muss sagen: Sie haben voll ins Schwarze getroffen. Einige “Exemplare” fehlen noch, was eigentlich nach einer Fortsetzung schreit, oder?

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