Weblog-Archiv für den 3.Februar 2009

Medien und PR: Verstehen, was ist.

3. Februar 2009

Benedikt XVI. wie Samuel Schmid

Mit der Gnadenverweis für den Holocautsleugner Richard Williamson und der Rückführung der Piusbrüderschaft, den katholischen Ultras, in die katholische Kirche hat Papst Benedikt XVI. einen Super-GAU ausgelöst. Es ist anzunehmen, dass die Image-Katastrophe erst dadurch möglich wurde, dass der Papst ihm von Kurienkardinälen vorlegelgte Papiere unterzeichnete, ohne sich genau ins Bild setzen zu lassen und nachzufragen. In diesem Fall ähnelt der grösste Skandal, den die katholische Kirche in den letzten Jahren erlebte, dem Fall Nef/Schmid. Die Krisenkommunikation in der katholischen Kirche ist allerdings noch miserabler als im VBS. Sie ist im Selbstverständnis des Papstes begründet: Der Stellvertreter Christi auf Erden schuldet in seiner Unfehlbarkeit keinem irdischen Wesen Rechenschaft.

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3. Februar 2009

Kanton der Journalisten und Raser

Hier ist die SRG der drittgrösste Arbeitgeber, auf einen Zahnarzt kommen im Tessin fünf Radio- und TV-Journalisten. Von Herr und Frau Schweizer wegen seiner Sonne geliebt wird der Monoritätskanton von der Politik gepflegt und verhätschelt. Tatsache ist: In der Deutschschweiz weiss man wenig über den Südkanton. Sein Image in den Medien wird neben vereinzelten positiven Reiseberichten durch Negativschlagzeilen über rasende Politiker (nirgendwo im Land ist die Autodichte höher) und Frauenhandel geprägt. Eine Kommunikation der Vorzüge des Kantons in die Deutschschweiz findet nicht statt.

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