Weblog-Archiv für den 5.Januar 2009

Medien und PR: Verstehen, was ist.

5. Januar 2009

600’000 Walliser

Keine Spur von Krise im Walliser Tourismus: Das Wallis verdoppelte über die Weihnachts- und Neujahrstage seine Einwohnerschaft auf 600’000 Personen. Der Dezember 2008 geht in die Walliser Geschichtsbücher ein: Noch nie verbrachten derart viele Gäste Ferien im Wallis wie im letzten Monat. Verantwortlich dafür sind laut Angaben die Feiertagskonstellation, die Schneesicherheit und der Lötschbergbasistunnel, durch den die Bahnreise Zürich-Visp per Bahn nur noch 2 Stunden dauert. Mehr…

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5. Januar 2009

Unfairen Wettbewerb beenden

Die russische Regierung und der Moskauer Gazprom-Konzern bestehen aus zwei Gründen darauf, dass die ukrainische Regierung und die Abnehmer des russischen Gases für die Ukraine ihre Rechnungen korrekt und pünktlich begleichen: Es gibt keinen Grund für die Ukraine, nicht den Weltmarktpreis, wie er für Gaslieferungen verlangt wird, zu bezahlen. Mit der Belieferung der Ukraine durch verbilligtes Gas subventioniert Russland in erster Linie die ukrainische Schwerindustrie, die ein wichtiger Konkurrent der russischen Industrie ist. Diesen unfairen Wettbewerb wollen Gazprom und die russische Regierung jetzt beenden.
Russland und die Ukraine sind beide vor bald 20 Jahren in der Marktwirkschaft angekommen, beide Länder betonen ihre Unabhängigkeit und nehmen an den globalen Märkten teil. Die Ukrainer haben sich das Debakel selbst eingebrockt. Sie lehnten den Freundschaftspreis ab in der Hoffnung, dass der Gaspreis fallen würde und waren nur bereit, mit Russland einen Vertrag über ein Quartal einzugehen.
Jetzt besteht Russland auf dem Weltmarktpreisen für sein Gas. Was ist daran schlecht, für sein Produkt einen angemessenen Preis zu verlangen? Wie jedes westliche Unternehmen auch möchte Gazprom sein Produkt zum bestmöglichen Preis verkaufen.
Durch die Anpassung des Gaspreises für die Ukraine an das Weltmarktniveau will Russland normale wirtschaftliche Beziehungen zu seinem Nachbarland und einen fairen Wettbewerb herstellen. Mit der Einführung des Weltmarktpreis, der für alle Länder gilt, sollen dabei klare Verhältnisse geschaffen werden. Die jährlichen Diskussionen um den „Spezialpreis“ für die Ukraine haben dann ein Ende. Es kann nicht die Aufgabe Russlands sein, dem Nachbarn billiges Gas zu liefern. Gerade in der Weltwirtschaftskrise ist das Land, wie jedes andere auch, auf Deviseneinnahmen angewiesen.
Bis vor kurzem bezahlte die Ukraine, respektive der staatliche Energiekonzern Naftogas, 179 US-Dollar pro 1000 Kubikmeter russischen Erdgases. Der Gaspreis für die Ukraine war bisher ein Freundschaftspreis, denn der Weltmarktpreis liegt bei rund 450 US-Dollar. So viel bezahlen auch die Länder der EU. Jetzt möchte der staatliche russische Energieproduzent Gazprom von der Ukraine mehr erlösen. Immer noch einen Vorzugspreis: 1000 Kubikmeter zu 250 Dollar bot Gazprom dem Nachbarland an, durch das ein Grossteil des russischen Erdgases in die EU fliesst. Die Ukraine lehnte ab. Die Folge ist bekannt: Russland stoppte die Gaslieferungen an die Ukraine worauf diese sich trotz eines bis 2010 gültigen Transitvertrages mit neuen Transitgebühren schadlos halten wollte. Tatsache ist: Die Ukraine will die Regelen der globalen Marktwirtschaft nicht akzeptieren.

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