16. Dezember 2008
Männer im Film
Men In Film from Philip Scott Johnson on Vimeo.
79 Männer – von Douglas Fairbanks Sr. bis George Clooney – und nur 5 tragen einen Schnurrbart.
16. Dezember 2008
Men In Film from Philip Scott Johnson on Vimeo.
79 Männer – von Douglas Fairbanks Sr. bis George Clooney – und nur 5 tragen einen Schnurrbart.
16. Dezember 2008
Women In Film from Philip Scott Johnson on Vimeo.
Wie wir die Frauen sehen wollen. Das Frauenbild im Wandel der Zeit: Von Mary Pickford bis Halle Berry.
15. Dezember 2008
Die einfachen Lösungen des Frank M. aus B.: Der glühende Sozialist und Anti-Kapitalist aus Biel, nennt im Salon seiner Villa in Berlin die Schuldigen an der Krise. Wirklich?
Also noch einmal ganz nüchtern nachgefragt: Sie geben uns Journalisten eine Mitverantwortung an der Krise?
Viele waren zumindest Schreibtisch-, respektive Laptop-Täter. Es wurden sogar eigens Zeitschriften für diese Glitzerwelt gegründet, denken Sie an «Park Avenue» oder die deutsche «Vanity Fair». Auch hierzulande huldigte man – zum Beispiel in der «Bilanz» – dem neureichen Geldadel. Den Politikern dagegen wurde die Narrenkappe aufgesetzt. Narr war, wer den entfesselten Kapitalismus regulieren wollte.Können Sie das belegen, Frank A. Meyer?
Ich gebe Ihnen dafür ein besonders drastisches Beispiel: In der «Neuen Zürcher Zeitung» schmähte Wirtschaftschef Gerhard Schwarz jahrelang und systematisch den Staat. Heute muss dieser diffamierte Staat die neoliberalen Casino-Kapitalisten retten. Darum wundert es mich nicht, dass viele Kollegen jetzt mit schwarzem Journalismus ihren Kater nach der Party ausleben.
12. Dezember 2008
Samuel Schmid ist nah am Wasser gebaut. Seine Abschiedsrede am letzten Mittwoch war nicht die erste, bei der man jeden Moment erwarten musste, dass er in Tränen ausbricht. Andere Beispiele sind seine Rücktrittsankündigung und das Bergdrama mit Rekruten an der Jungfrau. Ich habe ja nichts gegen Männer, die Gefühle zeigen, aber wäre Samuel Schmid stark genug gewesen, dem Land in einem Konflikt, bei dem Tote zu beklagen gewesen wären, Hoffnung zu zu geben und an dessen Durchhaltewillen zu appellieren? Ich glaube nicht und wage nicht daran zu denken, die Schweiz hätte mit ihm als Verteidigungsminister in den Krieg ziehen müssen. Weshalb haben die Medien die Dünnhäutigkeit von Schmid nie thematisiert? Jetzt könnte man über das Sicherheitsrisiko reden.
12. Dezember 2008
Ausgerechnet Präsenz Schweiz, die staatliche PR-Agentur, die von Bundesrat und Parlament den Auftrag hat, das Image der Schweiz auf höchster Ebene im Ausland zu pflegen, hat ein Problem mit den Medien. Irgendwas läuft hier falsch.
12. Dezember 2008
Wenn ein PR-Berater und Politiker zur Rettung einer altehrwürdigen Zeitung eine Petition lancieren, hat dies einen Grund: Sie versprechen sich mehr Präsenz. Nicht anderes ist es beim Berner “Bund”, dem 15’000 Berner Leser fehlen und der seit Jahren an seinem Zielpublikum vorbeischreibt. Aus diesem Grund stellte man der Redaktion 2005 einen Leserrat zur Seite. Ziel: Unterstützung bei der thematischen Nähe zum Leser. Was hat er bewirkt? Wenig. So wenig wie der offene Brief für die Meinungsvielfalt in der Bundesstadt, den die Hälfte aller Stadtparlamentarier unterschrieben hatte. Gelesen wird heute hauptsächlich der exzellente “Bund”-Fussballweblog “Das Runde Leder”. Die Management-Fehler, die im Verlag in den 90er Jahren begangen wurden, rächen sich jetzt. Gerettet werden könnte der “Bund” durch eine Radikalkur, wie es Roger Köppel mit der “Weltwoche” getan hat. Dazu bräuchte es allerdings Geldgeber, die im Bernbiet nicht zu finden sind. Petitionen für die Medienerhaltung, wir zum Beispiel hier und hier, sind nicht mehr ein letztes Zucken. Die wirtschaftliche Zukunft des Bunds liegt in Zürich.
10. Dezember 2008
Den richtigen Ton mit den Medien zu finden, will gelernt sein. Von Vorteil ist es, wenn man die Medien und ihre Bedürfnisse genau kennt. Bei Olivier Bernhard, Medienberater von Lara Gut, dem hoffnungsvollen Komet am Schweizer Skihimmel, war dies nicht der Fall. Offenbar war er zu wenig mit den Sitten und Gesetzen im Umgang mit den Schweizer Medien vertraut. Der Anfang seines Endes begann mit einem Artikel im “Blick”, in dem Lara Gut (Webseite heute nicht zugänglich) als “Zicke” betitelt wird. Um weiterem Imageschaden vorzubeugen, hat Vater Gut jetzt gerade noch rechtzeitig die Reissleine gezogen und den Berater entlassen. Merke: Drum prüfe, was sich bindet - das gilt auch für den Medienberater.
10. Dezember 2008
Dass 121 zu 119-Resultat im 2. Wahlgang zugunsten von Hansjörg Walter kam in der geheimen Wahl ziemlich zufällig zustande. Es zeigt, wie hoch im Bundeshaus bisweilen gepokert wird. Nicht auszudenken, welche Sturm durchs Land fegte, wäre Hansjörg Walter gewählt worden und hätte dann auf sein Amt verzichtet. Die Linke und die Mitte haben eine politische Destabilisierung des Landes damit in Kauf genommen. Ihr Plan ging nicht auf. Die Konkordanz hat gesiegt. Offenbar regierte im letzten Wahlgang die Vernunft. Gut möglich, dass sich der einzelne Parlamentarier der CVP für die eigene Karriere und im Hinblick auf seine Wiederwahl doch nicht eine SVP in der Oppositionsrolle wünschte, auch wenn sich diese bisher als Papiertiger entpuppt hatte. Der “Eigennutz als Grundmaxime der Politik” (Adrian Vatter 1994) hat sich schlussendlich wieder einmal als Wohl für den Staat erwiesen.
10. Dezember 2008
Wir lieben nicht alle von Ihnen und sie nicht alle von uns. PR-Berater und Journalisten: eine spannungsgeladene Beziehung. Dabei sind sie nicht nur beide in der Informationsübermittlung tätig, sondern auch aufeinander angewiesen. Wobei mir hierzu jeder Journalist der Sorte Ich-bin-ein-unabhängiger-Wächter-der-Demokratie-und-lasse-mir-von-niemandem-Dreinreden vehement widersprechen wird.
Public Relations und Journalismus können voneinander profitieren. Voraussetzung ist, dass die beiden Seiten mehr übereinander wissen. Der Versuch, ein spannungsgeladenes Verhältnis zu klären und eine Replik von Hanspeter Guggenbühl im “Klartext”. Mehr…
9. Dezember 2008
Beni Thurnherr ist der beste Sportreporter, den das Fernsehen hat: Intelligent, schlagfertig, witzig. Jetzt plappert der Schnurri der Nation plötzlich auf allen Kanälen, wenns um Privates geht – und demontiert sich dabei. Nach seiner Trennung von Ehefrau Daniela breitet der Süchtige vom Leutschenbach sein Privatleben mit gespielter Abneigung in aller Öffentlichkeit aus. Heute meldet sich auch noch seine Mutter zu Wort. Was als Koketterie begann, beginnt für Beni aus dem Ruder zu laufen. Und es zeigt des Talkmasters Unfähigkeit, mit den Medien umzugehen. Seine neue Liebe will er zwar nicht geküsst haben, aber intelligent und schön finden. Nur der Altersunterschied will ihn davon abgehalten haben, sich in seine 23-jährige Begleiterin verliebt zu haben. Ja, was nun, lieber Biedermann? Hätte er sie doch geküsst. Der Mann entspricht wirklich dem Bild, das Millionen von Fernsehzushauern von ihm haben. An Beni ist nichts Wildes dran. Dabei wäre er doch offenbar nach 28 Ehejahren mal ein anderer. Aber Beni bleibt ein mutloser Kleinbürger. Irgendwie erinnert der bald 60-Jährige immer mehr an Nella Martinetti. Möge er sich doch bald wieder auf seine Kernkompetenzen besinnen.