Weblog-Archiv für Dezember 2008

Medien und PR: Verstehen, was ist.

31. Dezember 2008

Der Bundesrat 2009: Was will er uns sagen?

Farblich versprüht die Regierung – bei aller Seriosität, die sie vermitteln will – nicht gerade viel Hoffnung und wirkt eher wie an einem Begräbnis. Interessant: Ueli Mauerer steht als Neuankömmling ganz links, Micheline Calmy-Rey vermittelt mit ihren verschränkten Armen eine Abwehhaltung, Moritz Leuenberger wirkt mit seiner Haltung und seinem Blick irgendwie abwesend und nicht zum Gremium gehörend (sinniert er über seine nicht fertiggelesenen Bücher?), Bundespräsident Hans-Rudolf Merz, dem ein neues Leben geschenkt wurde, wirkt hingegen dynamisch und schaut als Stsuermann tatkräftig in die Zukunft. Doris Leuthard scheint das breite Lachen ob der wirtschaftlichen Lage vergangen zu sein. Mit ihrer Haltung sagt sie: Ich bin machtlos und tue mein Möglichstes. Pascal Couchpin schwebt in anderen Sphären und wirkt seltsam verkrampft. Ist er das letzte Mal auf einer Bundesratsphoto drauf? Eveline Widmer-Schlumpf, wirkt verkniffen wie immer (dabei hat sie doch zur Unterstützung eine Bündnerin neben sich) und zeigt ihre Hände nicht, während Bundskanzlerin Corina Casanova einfach glücklich scheint, auf der Photo draufsein zu dürfen. Fans der Schweizer Regierung können die Photo übrigens hier bestellen.

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30. Dezember 2008

Soziale Herkunft der Journalisten

Was treibt die medialen Wächter der Demokratie an? Sind es Unterprivilegierte, die gegen die Ungerechtigkeiten der Welt anschreiben? In der Regel nicht. Die Friedrich-Ebert-Stiftung kommt in ihrer Studie zum Schluss, dass die deutsche Medien-Elite aus dem Mittelstand kommt und mit den Grünen sympathisiert. Aha. Kennen wir das nicht auch aus der Schweiz. Es wäre einmal an der Zeit, eine solche Untersuchung für die Schweiz zu machen. Ich schlage dafür das MAZ vor.

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29. Dezember 2008

Schlechteste PR-Berater aller Zeiten

Spin-Doctoring in 2008: Was ist geblieben? Vielleicht dies: Die schlechtesten PR-Berater aller Zeiten haben sich bemüssigt gefühlt, der Wahrnehmung der Worte des ehemaligen US-General Wesley Clark ins Positive zu drehen. Dies, nachdem dieser sich im Sommer 2008 über John McCain’s Fitnesszustand ausgelassen hatte. Die Autoren von www.236.com haben sich an die Arbeit gemacht. Mehr…

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29. Dezember 2008

Meine liebsten Fussballblogs

Regelmässige Besucher dieses Weblogs wissen es: Hier finden auch Fussballinteressierte immer wieder Futter. Zeit, einmal meine favorisierten Fussballblogs aufzulisten. Sie helfen mir über die fussballfreie Zeit hinweg.

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29. Dezember 2008

Kopten verbinden Wallis mit Zürich

Wie macht man den Zürchern das Wallis schmackhaft? Für alle jene, die mich immer wieder fragen, was PR eigentlich ist, hier die Antwort: Indem man die Öffentlichkeit auf die engen geschichtlichen und kulturellen Bande der beiden Kantone aufmerksam macht. Umgesetzt werden könnte dies zum Beispiel mit einer Wanderung zu Ehren von Felix und Regula von Saint-Maurice im Wallis nach Zürich. Wer waren die beiden Zürcher Stadtheiligen?
Die Ankunft der Wanderer am 11. September in Zürich, dem Festtag der beiden Stadtheiligen, böte dem Wallis eine hervorragende Plattform, sich zu präsentieren und auch darauf hinzuweisen, dass an der Tagsatzung von 1815 der Stand Zürich den Antrag gestellt hatte, das Wallis in den Bund der Eidgenossenschaft aufzunehmen.
Das Konzept sieht vor, dass ein junger Mann und eine junge Frau als Felix und Regula in historischen Römer Kostümen in drei Wochen von Saint Maurice über die Furka, das Reusstal und Glarus nach Zürich wandern, wo sie von Vertretern der Stadt und der Kirche empfangen werden. Begleitet werden die beiden Wanderer von Repräsentanten des Kantons Wallis und der katholischen Kirche im Wallis. Um die nötige Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit zu generieren, finden an ausgewählten Etappenorten der Wanderung Medienorientierungen statt, bei welcher auf die Legende und die Bedeutung von Felix und Regula für das Wallis, Zürich und die Schweiz hingewiesen wird.

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22. Dezember 2008

Gazprom, ein Freund des Westens

Kein Unternehmen liefert langfristig einem anderen Waren, das diese nicht bezahlt. Wer trotz Zahlungsunfähigkeit seiner Abnehmer liefert, gefährdet nicht nur das eigene Unternehmen mit seinen Arbeitsplätzen, sondern verstösst auch gegen Gesetze der getreuen Unternehmensführung. Das gilt auch für Russland. Unter diesem Aspekt ist es nachvollziehbar, dass der russische Gaskonzern Gazprom enen Lieferstopp an die Ukraine ab 1. Januar 2009 nicht mehr ausschliesst. Immerhin beläuft sich der Posten der nicht bezahlten Rechnungen bei Gazprom durch die Ukraine bis Ende Dezember auf über USD 3 Mia.
Die Ukraine ist durch die weltweite Finanzkrise in heftige Turbulenzen geraten, die Währung hat dramatisch an Wert verloren und das Land ist auf Notkredite des Internationalen Währungsfonds von bis zu USD 50 Mia. angewiesen. Marktbeobachter befürchten, dass die Ukraine die durch ihr Land laufenden Gaspipelines anzapfen könnte, sollte Gazprom die Lieferungen wegen nicht beglichener Rechnungen einstellen. Zusammen mit Berichten über die Zahlungsunfähigkeit der Ukraine dürfte dies dann zu einem Engpass in Europa führen, der die Preise künstlich hochtreiben könnte.

Garant der Energieversorgung der EU
Seit die Energiesicherheit der EU durch Gazprom in Frage gestellt ist begegnet man dem Konzern im Westen zu Unrecht mit wachsendem Misstrauen. Das russische Unternehmen ist der Garant für die Energieversorgung und westliche Werte wie standardisierte Geschäftsführung, was insbesondere in der gegenwärtigen Finanzkrise für die Weltwirtschaft für das ganze System überlebenswichtig ist. Dass das Unternehmen ein verlässlicher Partner ist, verdeutlicht das Abkommen von Gazprom über Gas- und Öllieferungen nach Italien in den 60er Jahren. Damals versuchten die USA, eine drohende Annäherung zwischen Europa und der Sowjetunion im Energiebereich zu verhindern. Erst mit der Ostpolitik Willy Brandts begannen Gas und Öl in grösserem Stil nach Westen zu fliessen. Mit Hilfe dieser Lieferungen gelang es Europa, Auswege aus der Energiekrise zu finden. Die stabile Gas- und Ölzufuhr aus Russland war und ist seither ein Eckpfeiler der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Ost und West und funktioniert reibungslos.

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19. Dezember 2008

Abschreiben statt nachfragen

Ich habs schon immer gesagt: Der Copy-paste-Journalismus feiert Urständ. Und: Die meisten Journalisten sind bequem. Braucht es noch Belege? Falls ja, lesen Sie den Beitrag Ein Anruf zu wenig, oder wie die Migros-Ente watscheln lernte auf dem befreundeten Blog “Berner Gazette”.

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19. Dezember 2008

Der Tod des Embargos

Medienmitteilungen mit Sperrfristen sind out. Grund: Immer weniger Medien halten sich daran. So auch Techcrunch nicht mehr. Das Problem für PR-Berater: Es gibt immer noch Kunden, die von ihrem Berater verlangen, Meldungen mit Sperrfrist zu verschicken. Beim ersten Bruch des Embargos sind sie dann weiser und hören wieder auf den Berater. Eine andere Möglichkeit: Meldungen mit Sperrfrist nur an Journalisten des Vertrauens. Diese sind dankbar, dass sie mehr Zeit haben, ihren Artikel oder Bericht zu verfassen.

Via Benkoe

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17. Dezember 2008

Hürden für Filmjournalisten

Die Akkreditierungsgebühr beträgt CHF 40.–.
Wir freuen uns, Sie an den Solothurner Filmtagen begrüssen zu dürfen!

Egal wie wieviele Filme besucht werden: Journalisten werden zur Kasse gebeten. Sind die Solothurner Filmtage so klamm, oder erschliesst man sich angesichts der Krise neue Einnahmequellen?

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17. Dezember 2008

Charity in der Super League? Fehlanzeige

Wenn ich mich so im Ausland umsehe, dann frage ich mich: Weshalb engagieren sich die hiesigen Fussballclubs nicht wohltätig? Klar, die Klubs in der Super League backen kleinere Brötchen als die Teams, von denen Schweizer Kinder träumen. Trotzdem: Auch Zuschauermagnete wie der FC Basel oder YB könnten doch mal ein Spiel in der Saison unter einen wohltätigen Stern stellen. Ist es vielleicht die soziale Absicherung im Land mit zweiter, dritter und vielleicht schon bald einmal vierter Säule, die solche Gedanken gar nicht aufkommen lässt? Wie man sein Image mit wohltätigen Events aufpoliert, zeigt der Arsenal FC im untenstehenden Clip. Tatsache ist: Kommunikation wird in den Schweizer Fussballclubs immer noch hobbymässig betrieben.

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