12. November 2008
Dort bliebe mir am meisten Geld für den Konsum übrig. Was die CS-Studie über das verfügbare Einkommen in der Schweiz nicht misst, ist die Lebensqualität. Deshalb bleibe ich doch lieber in Downtown Switzerland.
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11. November 2008
Neues aus der Abteilung Journalisten-fragen-Journalisten-und-machen-sich-selbst-zum-Thema. Die journalistische Selbstinszenierung wird heute heute im “Tages-Anzeiger” ad absudrum geführt.
Warum wurden Sie Kriegsreporter?
Als junger Mann war ich überzeugt: Ich schreibe vier Artikel gegen das Böse, und die Welt wird besser. Ich stand politisch damals weit links. Links von mir gab es nur noch die Berliner Mauer. Damals waren einige Filme populär, die den Kriegsreporter verherrlichten: «Under Fire» mit Nick Nolte beispielsweise. Es war diese Mischung, die mich Kriegsreporter werden liess. Wenn ich von der Front nach Hause oder an die Hotelbar zurückkehrte, war ich für die Leute ein Held: Sie hingen an meinen Lippen, wenn ich erzählte. Und die schönsten Frauen lagen mir zu Füssen. So wird man zum Macho.
[...]
Sie selber haben sich oft selber inszeniert: Ich erinnere mich an ein Interview mit Radovan Karadzic im «Blick» während des Bosnien-Krieges. Man hatte den Eindruck: Es geht nicht um den Inhalt, sondern darum, der Leserschaft zu sagen: Carl Just ist bei Karadzic. Er ist ein harter Journalist. Er hat keine Angst!
Natürlich gab es solche Sachen. Sie gehören dazu. Ich bin eitel, Sie sind eitel, wir alle sind eitel. Ich war eitel genug, um mich selber zum Spektakel zu machen. Aber die Inszenierungen wurden auf der Redaktion in Zürich gemacht. Ich habe einfach meine journalistische Arbeit getan.
Nicht neu ist: Journalisten werden Journalisten wegen den Frauen. Bei Rockstars ist das nicht anders; bei den Fussballspielern übrigens auch nicht.
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10. November 2008

Die Ernte des Munder Safrans ist in vollem Gang und dauert noch bis Mitte Dezember. Daniel Jeitziner, Zunftmeister der Munder Safranzunft, freut sich über eine bessere Ernte als im Vorjahr. Er geht davon aus, dass die etwa 60 Pflanzer auf der Anbaufläche von 18’500 Quadratmetern rund 2,5 Kilogramm des Roten Goldes aus dem Wallis ernten können. Bei einem Kilogrammpreis von 14’000 bis 15’000 Franken entspricht die diesjährige Ernte einem Wert von 35’000 bis 40’000 Franken. Mehr…
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10. November 2008
Wenn ich sehe, mit welche plumpen und oft unverständlichen Mails und Briefen Kommunikationsbeauftragte versuchen, die Medien für sich zu gewinnen, stehen mir die Haare zu Berge. Kein Wunder, wandern diese Mails auf den Redaktionen direkt in den Papierkorb. Aufmerksamkeit findet heute nur noch, wer seine Botschaften mediengerecht auf den Punkt bringen kann. Den Erfolglosen werden die Kommunikations- und PR-Budgets gestrichen. Umso mehr, als gleichzeitig die Zahl der Medien schwinden wird. Erwartet wird ein “Gemetzel” unter den westlichen Medien. Dasselbe Schicksal dürfte auch in der Schweiz drohen. Die “Vorstadt”, die letzte Woche ihr Verschwinden angekündigt hat, dürfte erst der Anfang sein. Betroffen von den Auswirkungen der Finanzkrise sind auch Tausende von PR-Arbeitern im Land, die qualitativ ihren Kommunikationsauftrag schon heute nicht erfüllen können.
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7. November 2008
Die Finanzkrise trifft nicht nur die Grossbanken. Auch kleinere Vermögensverwaltungen und Privatbanken, oft als KMU organisiert, sind davon betroffen. Sie müssen ihren Anlegern erklären, weshalb diese Geld verloren haben. Nur wer auch in der Krise glaubwürdig bleibt und überprüfbar kommuniziert, wird seine Kunden bei der Stange halten können. Die Finanzkrise ist ein Lehrbeispiel dafür, wie die Banken ihr Vertrauen verspielten, und wie man es als KMU besser machen kann. Mehr…
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5. November 2008

Den mächtigsten Mann der Welt als grössten Fan: Diese Ehre kommt West Ham United, dem Verein von Valon Behrami, zu. Da erblasst selbst Silvio Berlusconi als Besitzer der AC Milan. Barack Obamas Schwester ist übrigens mit einem West-Ham-Supporter verheiratet, und bei seinem Besuch vor fünf Jahren in London, besuchte er ein Spiel im Upton Park. Seither soll sein Herz für den Klub aus dem Westen Londons schlegen. Ein Klubsprecher meinte, als Obama noch Senator war:
“We send hundreds of West Ham fans to Florida each summer, now we’d like the Senator to come here.”
Eine Einladung uns Weisse Haus wäre jetzt eigentlich angebracht – und die Kommunikation derselben. Das wäre Fussball-PR.
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3. November 2008
Seinen eigenen Weblog zählt er offenbar nicht dazu: Der Journalist David Bauer erachtet die meisten Blogs als unnötig und irrelevant. Trotzdem publiziert er einen über 6000 Zeichen langen Artikel in der gestrigen “SonntagsZeitung”. Ziemlich viel, wie ich meine. Schliesslich musste die These ja bestätigt werden. Die traditionellen Schweizer Medien verlieren immer mehr das Wesentliche aus den Augen.
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3. November 2008
Es gibt Speisen, die haben so tolle Namen, dass man sie einfach versuchen muss. Eine davon ist die Walliser Cholera (Bild), vor der heute im Wallis niemand Angst haben muss. Die legendäre Spezialität, die diesen Namen trägt, ist ein Kartoffel-Lauch-Kuchen und nur eine der zahlreichen kulinarischen Köstlichkeiten, die der Kanton zu bieten hat. Mit der „Urchuchi – Romandie und Wallis“ widmet sich Martin Weiss auch ursprünglichen Walliser Gerichten und stellt über 20 Walliser Restaurants vor, in denen regionale Spezialitäten serviert werden, die mit Rezepten und zahlreichen Serviceinformationen ergänzt werden. Mehr…

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