27. November 2008
…Das Investmentbanking wird vom Bankengeschäft abgetrennt und neu den Spielbanken angegliedert. Dies hat mehrere Vorteile: Erstens kann die Eidgenössische Spielbankenkommision, die für diesen Sektor die Aufgaben der Eidgenössichen Bankenkommission übernimmt, auf langjährige Erfahrung im Umgang mit Spielsüchtigen zurückgreifen. Zweitens gewinnt die Allgemeinheit durch die steigenden Erträge der Spielbankenabgabe. Damit leisten wir einen Beitrag zur Sicherung der Sozialsyssteme…
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Die “WOZ” wirbt mit Marcel Ospel in einem fiktiven Interview für ihre neuste Ausgabe. Dass man auch bei der linken Wochenzeitung etwas von Wirtschaftsjournalismus versteht, zeigt die Erklärung von Derivaten. Anschaulicheres habe ich nirgends gelesen.

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26. November 2008
Hier und hier. Trotzdem, es gibt auch Lichtschimmer.
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26. November 2008
Heute startet die Image-Offensive der UBS:
…Dabei haben Kundinnen und –Kunden das Wort. Sie machen sich als Testimonials für ihre Bank stark. Ziel der Marketingoffensive ist es, das Vertrauen in das Geldinstitut zu stärken. Bei der UBS spricht man aber nicht von einer Image-Offensive, wie Kommunikationschef Michael Willi gegenüber “persoenlich.com” erklärt: “Wir haben unsere Marke und unsere Reputation nicht zerstört. Sie sind beschädigt. An der Reparatur arbeiten wir nun.”

Tatsache ist: Vertrauen gewinnt man mit Taten, nicht mit schönen, vom Steuerzahler gesponserten Image-Kampagnen. Das Timing der neuen UBS-Kampagne ist schlecht. Gezielte Öffentlichkeitsarbeit und Transparenz wären gefordert. Stattdessen will man mich mit gekauften UBS-Kunden überzeugen, der Grossbank eine zweite Chance zu geben. Wie bitte? Weshalb wendet sich die UBS nicht direkt an die Öffentlichkeit? Die UBS bräuchte jetzt eine Führung, die glaubwürdig verkündet, dass nun Taten statt Worte am Platz sind. Der Jurist Peter Kurer ist offenbar nicht der Mann, der dies kann.

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25. November 2008
Wenn alte Männer in grossen Sportverbänden das Sagen haben, dann passiert dies: Wie Blogger den DFB bloßstellten. Ein anschauliches Beispiel dafür, wie man mit unbeholfener Öffentlichkeitsarbeit eine Auseinandersetzung verliert. Als Beispiel könnte auch der Schweizerische Fussballverband dienen.
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23. November 2008
Peter Knechtli, seines Zeichens erfolgreichster Schweizer Online-Journaist, nimmt sich des anonymen Bloggens an und enttarnt gleich einige Blogger. Die Szene jault nicht nur hier und hier auf. Ich persönlich hätte nichts gegen eine Impressumpflicht für Blogs, so wie es sie in Deutschland bereits gibt. Tja, es ist eine Frage des Rückgrates, oder?
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19. November 2008
So habe ich ihn noch nie gesehen: Bei seinem Auftritt gestern in “10 vor 10″ wirkte Christoph Blocher müde und gebrochen. Klar ist, dass ihn seine Abwahl aus dem Bundesrat immer noch schmerzt. So etwas hatte er in seinem Plan nicht vorgesehen. Der Politiker ist auf einer Mission, von der er sich nicht verabschieden kann. Er muss die Schweiz retten und ist überzeugt, dass nur er es kann. Er weiss aber auch, dass ihm, sollte er nominiert werden, im Parlament eine erneute Niedererlage erwartet. Trotzdem wählt er den Märtyerweg. Das animal politique ist ein sturer Elefant, der nicht loslassen und über seinen Schatten springen kann. Dabei hat der Mann hat seinen Zenit überschritten. Auch in der eigenen Partei ist er nicht mehr unumstritten. Dies setzt ihm zu, er wirkt verletzt und scheint trotzdem in seiner Rolle gefangen. Ich vermute, dass er nicht die Kraft hat, in der Oppositionsrolle lange weiter prägend zu wirken. Die staatsmännische Grösse, eine Wahl auszuschliessen, hat er (noch?) nicht. Mehr…
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19. November 2008

Künstler seien dazu da, mit ihren Werken Fragen aufzuwerfen, nicht Antworten provizieren, sagt der englische Künstler Michael Browne. Das ist ihm mit seinem neusten Wurf gelungen. Er zeigt George Best im Himmel, was als den Tatsachen entsprechend interpretiert werden kann, ganz im Gegensazu zur Darstellung des noch lebenden Eric Cantona, den er als Christus mit seinen Jüngern portraitiert hat. Tatsache ist: Der Fussball ist nicht mehr nur das quasireligiöse Spiefeld archaischer Stammesrituale, seine Portagonisten werden als Mode- und Stilikonen immer mehr auch zu göttlichen Heilsbringern verklärt. Wo das noch hinführt?
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18. November 2008
Weniger Geld zur Verfügung zu haben als im Vorjahr, dieser Meinung sind 53 von 100 Schweizerinnen und Schweizer. Während in Europa zu Weihnachten mit einem starken Rückgang der Ausgaben zu Weihnachten gerechnet wird, sollen die Konsumausgaben der Schweizer relativ im Durchschnitt nur 12,5 Prozent sinken. Die Mehrheit der Schweizer geben an, dass die Finanzkrise keinen wesentlichen Einfluss auf ihre weihnächtlichen Konsumausgaben haben wird. Allerdings wird für 2009 mit einer Verschlechterung der Konjunktur gerechnet, was sich in den Ausgaben niederschlagen dürfte. Dies sind die Resultate der repräsentativen Weihnachtsumfrage von Deloitte. Mehr…
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17. November 2008
Ich habe als Jugendlicher auch Hanf ausprobiert und konsumiert. Die Gründe dafür waren einerseits die Neugierede, andererseits das Gefühl, etwas Verbotenes tun. Erst später begann ich die Wirkung des Hanfes zu geniessen. Bis ich für mich feststellte, dass ich doch lieber einen klaren Kopf habe. Seit Jahrzehnten versucht der Staat die weichen Drogen einzudämmen. Erfolglos. Heute konsumieren rund 500′000 Schweizer mehr oder weniger regelmässig Hanfprodukte. Wer hätte vor 20 Jahren gedacht, dass die Legalisierung des Hanfs in der Schweiz einmal in gereifbare Nähe rückt? Die Hanfinitiative entzaubert die verbotene Substanz für Jugendliche, trocknet den Schwarzmarkt aus und stellt die Eigenverantwortung des Bürgers ins Zentrum. Die Schweiz könnte auch in bezug auf den Umgang mit dem Rohstoff Hanf eine Pionierrolle einnehmen. Aus diesen Gründen befürworte ich die Hanf-Initiative und lege am 30. November ein Ja in die Urne.
Art. 105a (neu) Hanf
1. Der Konsum psychoaktiver Substanzen der Hanfpflanze sowie ihr Besitz und Erwerb für den Eigenbedarf sind straffrei.
2. Der Anbau von psychoaktivem Hanf für den Eigenbedarf ist straffrei.
3. Der Bund erlässt Vorschriften über Anbau, Herstellung, Ein- und Ausfuhr von sowie Handel mit psychoaktiven Substanzen der Hanfpflanze.
4. Der Bund stellt durch geeignete Massnahmen sicher, dass dem Jugendschutz angemessen Rechnung getragen wird. Werbung für psychoaktive Substanzen der Hanfpflanze sowie Werbung für den Umgang mit diesen Substanzen sind verboten.
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14. November 2008
Im Country Brand Index 2008 figuriert die Schweiz neu unter den Top Ten auf Platz 5. Zum dritten Mal in Folge rangiert Australien auf dem ersten Platz. Den Ländermarken-Index basiert auf einer Umfrage unter 2700 internationalen Freizeit- und Geschäftsreisenden aus neun Ländern. Der Schweiz wird Aufwärtspotential zugestanden. Erstaunlich, dass die Schweiz und ihre Angebote relativ unbekannt sind. Hier müsste die Landeswerbung ansetzen.
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