Weblog-Archiv für den 17.Oktober 2008

Medien und PR: Verstehen, was ist.

17. Oktober 2008

Wer ist Schwuler: Bern oder Zürich?

In Zermatt befürchtete man das Image der Schwulen-Destination. In Zermatt wollte man nach einer gezielten Marketingkampagne für Schwule und Lesben wieder ein breiteres Zielpublikum angesprechen. Die Städte ticken da anders. Erst Jetzt entdeckt die Stadt Bern mit einem breiten Angebot für Schwule und Lesben die kaufkräftigen Touristen. Haben die niederländischen Fussballfans, die im Sommer die Bundesstadt überfluteten, den Berner Touristikern die Augen geöffnet? Holland gilt als liberales Mekka der Homosexuellen-Kultur. Jetzt springt Bern mit eigenen Bildern auf die Kampagne von “Schweiz Tourismus” auf. Die Organisation lancierte bereits vor einem Jahr das Magazin “A warm welcome to Switzerland”, das in einer Auflage von 205′000 Exemplaren britischen und amerikanischen Homo-Magazinen beigelegt wurde. Bereits tobt der Kampf: Wer ist Schwuler: Bern oder Zürich?

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17. Oktober 2008

Kurer hat Image-Turnaround verpasst

Die Schweizer Finanzjournalisten haben versagt. So überraschend kam der Hilferuf der UBS nach einer staatlichen Finanzspritze nicht, wie ich aus Bankerkreisen erfahren habe. Intern und auch in Finanzkreisen wusste man längst, wie es um die Bank bestellt ist. Haben dies die Medien nicht mitgekriegt? Diese haben – allen voran die „Weltwoche“ – in den letzten Wochen immer wieder ein Bild der Grossbank gezeichnet, die rechtzeitig das Steuer herumgerissen habe und Gelder aufgenommen habe. Heute wissen wir: Das Bild entspricht nicht der Realität. Die Schweizer Finanzjournalisten sind nationale Schönredner auf einer Mission: Es darf kein zweites Grounding eines Nationalheiligtums geben. Peter Kurer & Co. wurden deshalb in den letzten Monaten mit Samthandschuhen angefasst. Wie es um die Grossbank steht, wurde an der gestrigen Medienkonferenz in Bern, in der die Finanzspritze als rein vorsorgliche Massnahme kommuniziert wurde, nur durch die Blume gesagt. Fazit: Beamte und Banker hinterliessen einen zwiespältigen Eindruck. Das Image der UBS hat weiteren Schaden genommen. Der farblose Konzernjurist, heute VR-Präsident und kein begnadeter Kommunikator, hat den Image-Turnaround der Bank nicht geschafft.

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