29. September 2008
Ich habe eine gute Nase dafür, zum falschen Zeitpunkt in die Börse zu investieren; September 2006 war so ein ungünstiger Moment. Ich habs trotzdem getan, weil ich mit der Performance der UBS-Fonds unzufrieden war. In den letzten zwei Jahren habe ich auch bei der Bank Wegelin Geld verloren, 4,5 Prozent genaugenommen. Trotzdem: Es hätte schlimmer kommen können. Und: ich habe einen langen Atem. Ich frag mich grad, ob ich nicht vielleicht jetzt in die UBS investieren sollte.
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28. September 2008
Man kann zur Einflussnahme des Staates auf die persönlichen Freiheit der Wirte stehen wie man will, aber das Verdikt der Stimmbürger ist eindeutig: Die Zürcher wollen künftig rauchfrei essen und trinken. Das wollten nur die Wirte- und Gastroverbände nicht wahrhaben. Offenbar kennen die Wirte die Bedürfnisse ihrer Klientel nicht wirklich, denn die Kampagnen der Wirte- und Gewerbeverbände schossen am Ziel vorbei. Sahen die Wirte vor lauter Nebel den Gast nicht mehr? Hoffnung auf Besserung besteht jetzt – auch in bezug auf Servicequalität und Angebot.
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25. September 2008
Hochhäuser sind die Katherdalen der Wirtschaft und sollen von Grösse zeugen. Nicht jeder passt da rein. Sunrise zum Beispiekl verlässt den von weitem erkennbaren Sunrise-Tower in Oerlikon. Grund: Die mondänen Tower passen nicht mehr zum neuen Selbstbild des Unternehmens, wie CEO Christoph Brand gegenüber der “NZZ” sagt.
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25. September 2008
Das scheinbar sinnlose Gehen durch die Landschaft ist ein Luxus, den man sich nicht überall leisten kann. In Serbien beispielsweise wandert man nicht. Es gibt nicht einmal einen Ausdruck dafür. Den Menschen dort fehlt die Musse, sich meditierend vorwärtszubewegen, man hat andere Probleme. Anderes im Kaukasus: Die Schweiz unterstützt mit der Walliser Stiftung für die nachhaltige Entwicklung der Bergregionen (SNEB) ein Wandertourismus-Projekt in Georgien. Mehr…
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24. September 2008
Kein Organ ist uns näher als unser Herz. Und keiner gibt glaubwürdiger und kompetenter Auskunft, wenn es ums Herz geht – kein Wort zu viel, keines zu wenig – als er: Thierry Carrel. Der Starchirurg hat eine ruhige Hand, sowohl als Disc-Jockey als auch als Chirurg, und weiss zu kommunizieren. Damit steht er in der Schweizer Ärztelandschaft ganz alleine da. Nach der Entmachtung von Guido A. Zäch hat die Schweiz wieder einen medizinschen Medienstar. Thierry Carrell verkörpert als Chefarzt die Herzchirurgie am Berner Inselspital, worum ihn die Zürcher beneiden. Klar, dass der Mann ein gefragter Ansprechpartner fürs Fernsehen ist. Mit seiner Partnerin, der TV-Moderatorin Sabine Dahinden, ist er ganz nahe an der Quelle. Der Mann wird weiter auf der Karriereleiter steigen.
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24. September 2008

Der Mann hat gut lachen. Bloss: Das Bild des übermenschlichen Wesens, das seine menschliche Fracht rund um die Uhr sicher in neue Welten fliegt, ist veraltet. Seit das Fliegen vereinfacht wurde, was jeder, der einmal am PC mit einem Flugsimulator spielte, bestätigen kann, und so alltäglich geworden ist, wie eine Autofahrt, verfügen Piloten noch über das Image von besseren Busfahrern. Sie stehen damit in der Ansehens-Hierarchie nur noch knapp vor den Journalisten und PR-Beratern. Die Zeiten, in denen die Piloten noch als die Halbgötter der Lüfte galten, sind endgültig vorbei. In den 50er Jahren war das noch anders: Dem Kapitän vertrauten sich nicht nur die Passagiere, sondern auch die Air-Hostessen an. Zum 85.Geburtstag lässt Finnair die alten Zeiten mit einem Retro-Flugzeug aufleben. Dazu gehört auch eine Crew in stilgetreuen Uniformen und das Unterhaltungsprogramm der damaligen Zeit.
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23. September 2008
Ich freue mich, meine ehemaligen Spieler später irgendwo auf der Welt wiederzutreffen. Oder in der Schweiz.
Köbi Kuhn, nach seinem letzten Spiel auf der Trainerbank.
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22. September 2008
Der Hinweis auf den berühmtesten Gast ist ein bisschen klein geraten auf der Webseite des Hotels Bären in Kiental. Immerhin war hier Lenin als Teilnehmer der Zweiten Konferenz der Internationalen Sozialisten zu Gast. Man muss nicht Kommunist sein oder der Sowjetunion nachtrauern, um zu erkennen, dass hier Weltgeschichte mitgeschrieben wurde. Gerade auf Ostalgiker dürfte der Ort und das Hotel einen historischen Reiz ausüben. Vor zwei Jahren fehlte ein Hinweis auf einen der einflussreichsten Revolutionäre des 20. Jahrhunderts noch völlig. Auch heute noch scheint es, dann es in den SVP-Landen Kiental und Zimmerwald peinlich ist, dass hier die Sozialisten tagten. Das war offenbar schon 1915 so, denn die Zusammenkunft war als touristische Veranstaltung getarnt gewesen.
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20. September 2008
Der Finanzmarkt ist das wichtigste Schlachtfeld im amerikanischen Wahlkampf. Das Volk will Antworten auf die Krise in den USA. Das Problem: Beide Kandidaten haben wenig politische Erfahrung mit dem Finanzmarkt. Immerhin: Obama hat die Nase vorne. McCain sucht seine klare Linie noch. Eine Übersicht bietet die “New York Times”.
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19. September 2008
Man könnte auch eine Geschichte schreiben können über einen Serben und einen Kroaten, die sich vor wenigen Jahren noch bekriegt haben und heute herausgefunden haben, dass sie gemeinsame Vorfahren haben. Bloss: Wer interessiert sich in den Schweizer Medien schon für Positivmeldungen über Menschen aus dem Balkan? “20 Minuten” hätte auch eine Geschichte über ein erfolgreiches Zürcher Startup publizieren können, das seine Dienste erfolgreich in der ganzen Welt anbietet. So etwas geziemt sich allerdings nicht in den Redaktionsstuben der Zwinglistadt, wo die selbsternannten Wächter der Demokratie sitzen. Diese befürchten, dass durch positive Geschichten den Geruch der Käuflichkeit an ihnen haften könnte. Deshalb suchen die Medien lieber den Skandal. Vor diesem Hintergrund muss auch die Forderung von Verlegerverbandspräsident Hanspeter Lebrument gesehen werden, der kürzlich in Montreux die Einbindung der Redaktionen in die verlegerische Gesamtverantwortung gefordert hat.
Wie man einen Skandal konstruiert, lässt sich heute am Artikel “Zürcher Firma bietet ‘Judentest’ an” in “20 Minuten” aufzeigen. Gekonnt skandalisiert der Autor den Abstammungstest der Firma Gentest GmbH, indem er die jüdische Gemeinschaft instrumentalisiert. Mit einem Lausanner Uniprofessoren als Kronzeugen, zieht der Journalist die Methode des Abstammungstests in Zweifel. Gegen Ende des Artikels kommt dann auch noch die Anbieterfirma zu Wort. Allerdings erst, nachdem sich der Leser bereits eine Meinung gebildet hat.
Fazit: Heute wird das Unternehmen in der Öffentlichkeit mit dem “Ariernachweis” der Nazis in Verbindung gebracht – zu unrecht. „Hagalil“ und das jüdische Schweizer Wochenmagazin “Tachles” haben sich des Themas ebenfalls bereits angenommen, auf etwas differenziertere Art und Weise und ohne dabei in die “Nazi-Falle” zu tappen. Die plumpe Skandalisierung des Themas durch “20 Minuten” ist ein Beispiel für das unter dem Wettbewerbsdruck sinkende Niveau des Boulevardjournalismus in der Schweiz. Was bedeuted dies für die Schweizer Unternehmen? Ihrer Kommunikation und der Medienarbeit kommt wachsende Bedeutung zu. Der frühzeitige Aufbau eines positiven Unternehmensimages kann das Überleben sichern.
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