Weblog-Archiv für den 15.August 2008

Medien und PR: Verstehen, was ist.

15. August 2008

Latours Augen-Blick

Als hätte er es vorausgesehen: Hanspeter Latours blaue Augen sprechen Bände. Zur Erinnerung noch einmal seine Botschaft, die Bäume doch besser nicht in den Himmel wachsen zu lassen. Seine vorsorgliche schadensbegrenzende Begründung für das Ausscheiden des Grasshopper-Clubs vor zwei Tagen in der “NZZ”:

Sich in einer Hauptrolle wiederzufinden, wäre vielleicht fatal – dann, wenn GC plötzlich “im falschen Film” spielen sollte und das Kerngeschäft in der Heimat vernachlässigte. “Ja, diese Gedanken macht man sich schon”, gibt Latour zu, “aber nur vor dem Spiel. Wenn es losgeht, wollen wir die Chance natürlich packen” – auch wenn das Kader schmal und jung ist, im europäischen Massstab sowieso. “Der UI-Cup war für uns gerade richtig”, sagt Latour.

Der Schweizer Rekordmeister wurde mit 6:0 von Lech Poznan deklassiert. Es war die höchste Niederlage des Klubs im Europacup.

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15. August 2008

Sex sells! Wirklich?

Nur Sieger sahnen ab mit Werbeverträgen; das war einmal. Auch moderne Olympioniken der hinteren Ränge haben heute erkannt, wir man sich in Anbetracht der allgemeinen Reizüberflutung auf dem Markt durchsetzt. Falsche Bescheidenheit ist dabei unangebracht, was auch für körperliche Aspekte gilt. Die Marketingexpertinnen in eigener Sache tragen ihre Haut zu Markte tragen. Das Schlagwort “Sex Sells” erscheint immer noch als probates Mittel, um sich in der Öffentlichkeit und bei Sponsoren zu positionieren. Bloss ist Selbstmarketing ein umfangreicher Prozess, der nicht auf eine einzige Komponente setzen darf. Es kommt also auf die Dosierung an. Bei erotischen Photos wird eine Hochglanzfassade errichtet, die geschickt verbirgt, was und wer sich überhaupt dahinter verbirgt. Da früher oder später auch der schönste Vorhang gelüftet wird, entscheidet, was schlussendlich dahinter zum Vorschein kommt. Selbst-PR, die bloss auf Sex-Appeal setzt und auf Seriosität verzichtet, führt in die Sackgasse. Wer neben einem gestählten Sportler-Body nichts zu bieten hat, bleibt im besten Fall als Pin-Up in Erinnerung. Vier deutsche Sportlerinnen habens trotzdem versucht und sich für den “Playboy” ausgezogen. Die Zukunft wird weisen, was von ihnen in der Erinnerung haften bleibt.

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