15. August 2008
Nur Sieger sahnen ab mit Werbeverträgen; das war einmal. Auch moderne Olympioniken der hinteren Ränge haben heute erkannt, wir man sich in Anbetracht der allgemeinen Reizüberflutung auf dem Markt durchsetzt. Falsche Bescheidenheit ist dabei unangebracht, was auch für körperliche Aspekte gilt. Die Marketingexpertinnen in eigener Sache tragen ihre Haut zu Markte tragen. Das Schlagwort “Sex Sells” erscheint immer noch als probates Mittel, um sich in der Öffentlichkeit und bei Sponsoren zu positionieren. Bloss ist Selbstmarketing ein umfangreicher Prozess, der nicht auf eine einzige Komponente setzen darf. Es kommt also auf die Dosierung an. Bei erotischen Photos wird eine Hochglanzfassade errichtet, die geschickt verbirgt, was und wer sich überhaupt dahinter verbirgt. Da früher oder später auch der schönste Vorhang gelüftet wird, entscheidet, was schlussendlich dahinter zum Vorschein kommt. Selbst-PR, die bloss auf Sex-Appeal setzt und auf Seriosität verzichtet, führt in die Sackgasse. Wer neben einem gestählten Sportler-Body nichts zu bieten hat, bleibt im besten Fall als Pin-Up in Erinnerung. Vier deutsche Sportlerinnen habens trotzdem versucht und sich für den “Playboy” ausgezogen. Die Zukunft wird weisen, was von ihnen in der Erinnerung haften bleibt.
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