8. August 2008
Kultautos für Halbstarke
Jedes Jahrzehnt hat seine Kultautos: In den 60er und 70er Jahren wurde der Ford Capri (siehe Bild links) zu Hunderttausenden produziert. Auf den Capri lancierte Opel den Manta, der zwar sportlich wirken, aber doch auch familientauglich sein sollte. Ihm gehörten die 80er Jahre. Dann verschwanden die Wagen, landeten auf Autofriedhöfen und verschwanden in Blech-Pressen. Heute werden sie liebevoll gepflegt wie Relikte aus einer anderen Zeit. Allen Wagen mit dem Halbstarken-Image war eigen, dass sie zu einem verhältnismässig günstigen Preis ein starke Motorisierung aufwiesen. Was der Capri früher, ist seit den 90er Jahren der Subaru Impreza: Die Rakete mit bis über 200 PS, Turbolader und Allradantrieb ist wohl die effizienteste und billigste Möglichkeit für Möchtegern-Rennfahrer, Porschefahrer auf der Strasse in Sinnkrisen zu stürzen. Während der Impreza in England längst Kultstatus geniesst, tut sich das Modell hierzuland schwer. Das Image des Wagens für Bergler und Bauern – Bernhard Russi sei Dank – will einfach nicht so recht zur Sportlichkeit passen. So erfolgeich Subaru in der Schweiz ist – nirgendwo sonst in Europa verkauft Subaru mehr Autos als hierzulande -, der Impreza findet vor allem auf dem Land Absatz. Auch an meiner Strasse steht hin und wieder ein Impreza. Impreza? Das muss wohl etwas mit Impression (englisch: Eindruck) zu tun haben. Bloss: Bei mir bleibt diese Wirkung aus. Zu bieder ist das Design. Trotzdem rate ich jedem Impreza-Besitzer, seinen Wagen zu pflegen und zu behalten. Vielleicht wird der Impreza mal Kult als Design-Sünde aus den 90er Jahren.






