Weblog-Archiv für den 4.August 2008

Medien und PR: Verstehen, was ist.

4. August 2008

Gefangen in der Tumbler-Falle

Den Mietern sind die Hände gebunden: In den Schweizer Waschküchen installieren Liegenschaftsbesitzer immer noch meistens stromfressende Tumbler. Die Zeche zahlen die Mieter über hohe Stromrechnungen. Dabei gäbe es längst Alternativen. Wie man Journalisten dazu bringt, an einem Montag im Sommerloch an einer Medienkonferenz eines Produzenten von Raumluft-Wäschetrocknern und Zivilschutz-Technik teilzunehmen:

  • Die Journalisten sind eingeladen, einen Sack voller verschwitzter Wäsche mitzubrignen. Das einladende Unternehmen verspricht, am kommenden Tag die Wäsche perfekt gebügelt und gewaschen in die Redaktion zu bringen.
  • Jörg Ruosch, Projektleiter Stromsparfonds des EWZ, klärt über die noch wenig beachteten Möglichkeiten des Stromsparens im Haushalt auf.
  • Rudi Kull, CEO der Lunor G. Kull AG, referiert zum Thema “Erfolgreich mit Luft”.
  • Lunch: Zur Wahl stehen Sushi und Schweizer Küche.
  • Nach dem Lunch erlernen die Journalisten die Lunor-Falttechnik, mit der ein T-Shirt in zwei Sekunden gefaltet im Schrank liegt.

Zur Einladung. Fazit: 5 Journalisten waren heute anwesend. Was und wie sie über den Anlass berichten folgt.

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4. August 2008

Weltoffene Schweiz in Berlin

Unterscheidlicher konnten sich die Schweiz und die USA am vergangen Freitag in Berlin nicht präsentieren: Während sich die Schweiz an ihrem 717. Geburtstag weltoffen gab und auf dem Gelände der Botschaft ein rauschendes Fest feierte (mehr…),

…wirkte die US-Botschaft am Potsdamer Platz wie ein zur Festung umgebauter Hochsicherheitstrakt eines Gefängnisses.

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4. August 2008

“Fernweh”: Wenn Ferien krank machen…

Selbstverliebt und keinem Klischee ausweichend, das ist Mona Vetsch, des Schweizer Fernsehens liebste Reisemoderatorin. Sie steht denn auch im Mittelpunkt der unsäglichen Sommerserie “Rund ums Mittelmeer”, die sich an Zuschauer richtet, die noch nie im Ausland waren. Verzückt und immer wieder selbst überwältigt, mutet uns Mona Vetsch aus Aegypten, Syrien oder Tunesion Plattitüden zu, die man sonst nur in Werbesprospekten der lokalen Tourismusorganisationen findet. Mit naiver Fragerei versucht sie der Sendung einen journalistischen Touch zu geben. Erfolglos. Im Sommerloch wird einmal mehr deutlich, dass sich SF vom Bildungsauftrag verabschiedet hat. Schön immerhin, dass SF seine Mitarbeiter immer wieder einmal in die bezahlten Ferien schickt. Die Frage ist bloss: Was hat der Gebührenzahler davon? Was die “Fernweh”-Serie bietet, ist nur noch aseptische Unterhaltung. In dieser Hinsicht erstaunt es, dass die Moderatorin auf ihrem Ferientrip erkranken konnte. Auch wenn Sie jetzt zu Hause mit einer Infektion im Bett liegt: Mona Vetsch flimmert auch morgen wieder in helvetische Stuben. Ich wünsche ihr trotzdem gute Besserung.

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