30. Juli 2008
Wann ist ein Blogger ein “Blogger”?
Wer Blogger ist und wer Journalist, ergibt sich aus dem Verhalten. Ein freier Blogger sollte „Journalist” genannt werden, wenn er objektiv, wahr, fair, ausgewogen und korrekt berichtet. Umgekehrt müsste ein meinungsstarker, aber rechercheschwacher Redakteur „Blogger” heißen, wenn er subjektive Eindrücke ohne Recherche verbreitet.
Im Prinzip ist es ganz einfach, oder? Für mich als PR-Berater ist heute vor allem wichtig: Welches Medium findet das angestrebte Zielpubkum. Übrigens: Wer dies so formuliert hat, ist Christoph Keese, Konzerngeschäftsführer Public Affairs der Axel Springer AG. Sein Aufsatz erschien im Jahrbuch 2008 des Deutschen Presserates.
Via: Stefan Niggemeier






Regina am 31. Juli, 2008 um 13:58 Uhr #
Hab den Beitrag von Niggemeier gelesen und komm nicht ganz draus. Man sieht leider auch nicht den ganzen Text von Keese. Was ich mir aber überlege: Wie genau können Blogger recherchieren – wenn sie nebenbei nicht bei den Medien tätig sind? An viele Infos kommt man ja leider (oder zum Glück?) nicht ran ohne Presseausweis. Bleibt da das Bloggen nicht immer subjektiver als Journalismus? Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren.
Philippe Welti am 31. Juli, 2008 um 14:26 Uhr #
Liebe Regina,
lass mich wie folgt Stellung nehmen:
1. Man kann auch ohne Presseausweis recherchieren. Das Internet ist ein grosser ruhiger Teich….
2. Klar vereinfach es vieles, wenn man Zugriff auf Mediendatenbanken hat, aber die Medien schalten ihre Online-Archive langsam aber sicher frei….
3. In der Bloggerszene gibts grosse Diskussionen über was denn genau Blogging sei und was die Unterschiede zum Journalismus. Deshalb habe ich den Post freigeschaltet.
kritiker am 31. Juli, 2008 um 14:40 Uhr #
Wenn nun PR-Onkels sagen müssen, was Bloggen ist und was nicht, dann weiss ich nicht, ob ich jeweils wieder eine PR-Veranstaltung besuche…
Regina am 31. Juli, 2008 um 21:40 Uhr #
Zu 1) Ja, Internet gibt viel her, das stimmt. Aber ich glaube nicht, dass ich einfach so an ein Polizeiprotokoll (Fall Nef) rangekommen wäre
Zu 2) Archive sind gut, ja. Aber ich will ja vielleicht auch zu laufenden Themen Hintergrundinfos. Was mache ich dann? Rufe ich Politiker oder sonstwelche Leute an und bitte sie um ein Interview?
Zu 3) Wer gehört zur sog. Bloggerszene? Ist die organisiert?
Du siehst, Fragen über Fragen, die aber vielleicht auch einen Lösungsweg aufzeigen…
Andreas Kyriacou am 1. August, 2008 um 10:41 Uhr #
@Regina
Ans Polizeiprotokoll wohl nicht. Aber die Bloggerszene war schneller beim Ausleuchten des Hintergrundes von Yves M., dem Initianten der «Kander-Böötlifahrt». Da wurde von Freizeitberichterstattern durchaus gute journalistische Arbeit betrieben.
Regina am 1. August, 2008 um 12:20 Uhr #
@Andreas
Ok, das ist ein konkretes Beispiel, danke. Habe mir kurz Ihren Blog angesehen, werde mir den künftig vermehrt zu Gemüte führen, cool.
Andreas Kyriacou am 2. August, 2008 um 10:35 Uhr #
@Regina
Danke für die Blumen! Warte schon auf die künftig doppelt so hohen Zugriffswerte