29. Juli 2008
Die Asthmatiker-Spiele
Das ist nicht ein Bild aus Endo Anacondas Wohnzimmer. Erkennen Sie das Stadion im Hintergrund? Möchten Sie in dieser Stadt leben oder Ihre Ferien verbringen? Die grösste Image-Bedrohung für China sind nicht mehr demonstrierende Tibeter, sondern der Smog, der über der Stadt liegt. Die Schattenseiten des Wirtschaftswunders machen sich bemerkbar. Machen wir uns auf Bilder von asthmatischen Anfällen geplagten Sportlern sowie kollabierenden und um Luft ringenden Langstreckenläufern gefasst. Die Meinungen gehen auseinander: Einen Tag Pekinger Luft atmen soll rund 70 Zigaretten entsprechen. Selbst chinesische Quellen anerkennen die Schädlichkeit der Luftverschmutzung. Die BBC registriert die Verschmutzung vor und während der Spiele auf Beijing pollution-watch.
Die chinesische Führung versucht inzwischen zu beschwichtigen und teilt mit, dass im August alles besser sein werde. Zudem liege die Luftverschmutzung 20 Prozent unter derjenigen des Vorjahres. Wirklich beruhigend ist das noch nicht.







Daniel Studer am 30. Juli, 2008 um 10:56 Uhr #
Die Luftwerte lassen sich messen. Hier hilft kein Vertuschen, Websperren oder Schönreden der chinesischen Führung. Es gibt noch viel zu tun in China. Ich bin gespannt, wie sich das Land als Gastgeber gibt. In einer Woche wissen wir mehr.
Regina am 31. Juli, 2008 um 13:49 Uhr #
China wird jetzt von den Medien genau unter die Lupe genommen und kritisch hinterfragt – wo das überhaupt möglich ist
. Find ich gut. Nur leider wird es so sein, dass in 2 Monaten kein Mensch mehr von spricht und wohl keine Konsequenzen gezogen werden. Zuviel Geld hängt davon ab…Was ich tue: wo es möglich ist und wo ich’s weiss, kaufe ich keine Produkte aus diesem Land.