Medien und PR: Verstehen, was ist.

27. Juli 2008

Tote Bäume ohne Zukunft

Das Geschäftsmodell, zuerst Bäume zu fällen, diese zu Papier zu verarbeiten, dieses zu bedrucken und dann die Zeitungen mit Lastwagen an die Poststellen zu liefern, von wo sie Stunden später beim Empfänger angeliefert werden, hat hat sich überlebt. Den ortsunabhängigen elektronischen Medien mit aktuellem Content gehört die Zukunft. Deutlicher lässt sich der Niedergang der holzverarbeitenden Industrie nicht aufzeigen: Standard und Poor’s hat die kreditwürdigkeit der New York Times auf junk, resp. non-investment, runtergestuft.

    NEW YORK (Standard & Poor’s) July 23, 2008–Standard & Poor’s Ratings Services today placed its ratings for The New York Times Co., including the ‘BBB-’corporate credit rating, on CreditWatch with negative implications.

Wir wissen es längst: Bedrucktes Papier wird in ein paar Jahren nur noch von einer Minderheit genutzt werden. Bloss wie soll das umgesetzt werden? In den Schweizer Medien scheint man noch nicht ganz von der rein elektronischen Zeitung überzeugt zu sein. Wir werden deshalb wohl noch einige Jahren darauf warten müssen. Eine Anleitung, wie mans machen könnte, gibts allerdings schon: Bill Richards, einst Reporter bei der “Washington Post” und beim “Wall Street Journal”, hat nachgerechnet, wie man eine elektronische Zeitung profitabel macht.

  • Share/Bookmark

Bislang ein Kommentar zu „Tote Bäume ohne Zukunft“

  1. Thommen am 27. Juli, 2008 um 14:53 Uhr #

    Meine konkrete Erfahrung der letzten 20 Jahren ist die, dass das Papier – trotz allen Unkenrufen – durch die Computer nicht weniger geworden ist! (Buchhändler, Zeitungsverträger)

Diesen Artikel kommentieren






Kommentare können 30 Minuten nach Absenden noch bearbeitet werden.