Weblog-Archiv für den 25.Juli 2008

Medien und PR: Verstehen, was ist.

25. Juli 2008

Obamamania

Der grosse Verführer hat gestern in Berlin gesprochen – und 200’000 kamen. Die PR-Maschinerie Barack Obamas ist in Europa angelangt. Wer die Rede nachlesen will, kann es hier tun. Wenn ich mir unsere Politiker anschaue, frage ich mich immer wieder: Weshalb beherrscht in unserem Land kaum einer die freie Rede?

  • Share/Bookmark

25. Juli 2008

Unterschied zwischen Schläger und Stalker

Auch wenn es niemand auszusprechen wagt: Hätte er seine Frau ein einziges Mal im Affekt geschlagen, hätte dies, ohne es gutzuheissen, als einmaliger Aussetzer eines Soldaten interpretiert werden können. Vielleicht wäre dann Roland Nef noch im Amt. Der Armeechef hat aber seine Ex-Freundin offenbar über längere Zeit verfolgt, was Planung und ein gerüttelt Mass an krimineller Energie voraussetzt. Jetzt tritt Roland Nef ab. Offenbar hat auch er eingesehen, dass er das Vertrauen in seine Person nicht mehr wiederherstellen kann. Wie könnte er auch: Seine Taten lassen sich nicht rückgängig machen. Mit dem Rücktritt Nefs ist Bundesrat Schmid aber noch lange nicht aus der Kritik. Ich bleibe bei meiner Prognose: Schmid wird auch diese Krise ausstehen und weder von selbst demissionieren noch zum Rücktritt gezwungen werden. Zu gross ist die Furch im Parlament vor einer Neuwahl – und deen Reaktionen der SVP, sollte ein ihr nicht genehmer Kandidat gewählt werden.

  • Share/Bookmark

25. Juli 2008

Homo migrans in Europa

Wir sind alle irgend einmal eingewandert. Moderne Genanalysen, wie auf diesem Blog bereits besprochen, belegen es: Der Homo migrans hat sich über die Welt ausgebreitet. Die Enzyklopädie der Migration in Europa seit dem 17. Jahrhundert gibt einen hervorragenden Überblick über die Völkerwanderungen. Das über 1000-seitige Werk erzählt Geschichten über ganz unterschiedliche Migrantengruppen: Zum Beispiel über die bosnischen Bärenführer, die im 19. Jahrhundert mit dressierten Tanzbären in West- und Mitteleuropa ihren Lebensunterhalt verdienten, aber auch über die ägyptischen „Sans Papiers” in Paris seit 1980, die Zyprioten in Grossbritannien seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs und die chinesischen Zuwanderer, die Anfang des 20. Jahrhunderts in der italienischen Modeindustrie anheuerten. Auch der Schweiz ist ein Kapitel gewidmet. Die Enzyklopädie der Migration in zeigt auf, dass auch die Schweiz ein ein Einwanderungsland ist – und zwar nicht erst, seit die sogenannten Gastarbeiter ins Land kamen (Bild: Abstimmungspostkarte der Gegner der Überfremdungsinitiative, 1974). Auch wenn sich gewissen Parteien in der Schweiz mit dieser Erkenntnis weiterhin schwertun.

  • Share/Bookmark