Weblog-Archiv für Mai 2008

Medien und PR: Verstehen, was ist.

15. Mai 2008

Zürich durchs Auge eines Amis

Der amerikanische Journalist Gregory Katz hat den erstmals verliehenen “Living Zürich Media Award 2008″ gewonnen. Sein Beitrag wurde vor einem Jahr im “American Way Magazine” publiziert und ist eine Aufzählung der Schönheiten, Einkaufs- und Ausgangsmöglichkeiten der Stadt. Er ist nett zu lesen und beste PR für die Stadt, journalistisch aber kein grosser Wurf. Das American Way Magazine liegt in den Flugzeugen der American Airlines auf. Im Moment, in dem der Artikel gelesen wird, hat sich der Passagier bereits für eine Destination entschieden. Aber vielleicht erinnert er sich bei der Planung der nächsten Europareise an die Stadt mit dem “glorious setting”.

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14. Mai 2008

Kuhns kauzige Kommunikation

    Ich habe nicht das Gefühl, dass ich die anderen zu informieren habe. (Köbi Kuhn am 13. Mai 2008)

Geht man so mit Mitarbeitern um? Jeder vernünftige Patron informiert seine Mitarbeiter pesönlich über die Zusammensetzung eines Teams, wenn er ein grosses Projekt ansteht. Informiert werden auch diejenigen, die an dem Projekt nicht mittun können. Nicht nur, wenn es sich um verdienstvolle Mitarbeiter handelt. Nationaltrainer Köbi Kuhn fällt seine Entscheide offenbar einsam und allein und glaubt, niemandem Rechenschaft darüber schuldig zu sein. Er irrt. Der Mann wird immer seltsamer. Von moderner Menschenführung hat er offenbar wenig mitgekriegt. Die Erfolge übertünchten lange seine offensichtlichen kommunikativen Mängel. Jetzt, kurz vor der Euro, werden sie immer eklatanter. Grosse Fussballtrainer sind wie auch gute Kommunikatoren.
Als gewiefter Stratege hätte Kuhn 2006 auf dem Höhepunkt seines Erfolges zurücktreten müssen. Er tat es nicht. Wie immer die Schweiz an der Euro abschneidet: Die Zeit ist reif für Ottmar Hitzfeld.

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12. Mai 2008

Wie verständige ich mich im Wallis?

Als Berner Wirtschaftsflüchtling in Zürich bin ich des Höchstalemannischen mehr oder weniger mächtig. Trotzdem verstehe ich im Wallis, wo ich morgen hinfahre, immer wieder mal nur Bahnhof. Es wäre eigentlich an der Zeit, dass es mal ein Übersetzungstool für Schweizerdeutsch – Walliser Tiitsch wie dieses gäbe. Für des Französischen nicht Mächtige, hilft im Unterwallis notfalls auch dies.

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12. Mai 2008

Du bist, was du fährst

Zeig mir was du fährst, und ich sage dir, wer du bist. Autos sind und bleiben Statussymbole. Viele Menschen fahren Luxuskarossen (selbst wenn sie sie gar nicht vermögen), um einen bestimmten Eindruck zu hinterlassen. Auch wenn wir wissen, dass Statussymbole mannschmal nichts mit der Realität zu tun haben, können wir uns ihrem Eindruck nicht entziehen. Bevor ich vor sieben Jahren nach Zürich zog, wusste ich nicht, wie ein Maserati aussieht oder worin sich ein Bentley von einem Rolly Royce unterscheidet. Heute begegne ich diesen Marken tagtäglich. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass in der Schweiz immer noch herkömmliche Luxuskarossen hoch im Kurs sind. Hybrid-Autos sieht man hier kaum. Sind die Zürcher so konservativ? Wer einen Hybrid-Wagen fährt, zeigt, macht damit eine starke Aussage: Ich predige nicht nur Umweltschutz und rede von nachhaltiger Nutzung von Ressourcen, ich tu auch etwas. In den USA haben die Verkäufe des Toyota Prius 2007 um 70 Prozent zugenommen. Wann zieht die Schweiz nach? Und was fahren eigentlich Sie?

Beurteilung herkömmliche Autotypen und das Image ihrer Fahrer:

  • Mercedes-Benz (Exklusiviät; konservative Fahrer)
  • BMW (Sportliche Exklusivität; progressive Fahrer)
  • Saab, Volvo (Sicherheit und Langeweile; konservative Familien)
  • Porsche, Ferrari (Technologie und Sportlichkeit; progressive Aufsteiger)
  • Audi (Billiger BMW; konservativer Mittelstandsfahrer)
  • Cabrios (Freizeit, Genuss; progressive Abenteurer)
  • Citroën (Technik-Avantgarede; progressive Linksintellektuelle)
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8. Mai 2008

Die Raclette-Achse Simplon-Buenos Aires lebt

Das hätte er sich nicht träumen lassen. Felix Arnold, Käser und Walliser Urgestein auf dem Simplon, kennt man jetzt auch in Argentinien und Spanien. Wie macht man eine kleine Käserei in einer 350-Seelen-Gemeinde auf 1476 Metern über die Landesgrenzen bekannt? In diesem Fall half ein Artikel im “Panorama Suizo”. Der Gemeindschreiber von Simplon-Dorf wurde kürzlich in Buenos Aires auf den Raclette A.O.C. der  lokalen Sennereigenossenschaft angesprochen. Der Artikel, der auch in anderen Sprachen erschienen ist, beflügelt das Geschäft. “Immer wieder  besuchen Durchreisende aufgrund der Berichterstattung unsere Käserei. Gerade kürzlich eine Gruppe aus Spanien”, sagt Arnold.

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7. Mai 2008

Am Schluss noch den Endfinish

Marketing-Kauderwelsch: Was will uns der Hemdenhersteller sagen?

Das Verfahren unterscheidet sich zu den herkömmlichen Verfahren, wo der Stoff ausgerüstet und verarbeitet wird. Den letzte Bügelfrei Schliff erhält das fertig konfektionierte Hemd am Schluss mit dem Endfinish.

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7. Mai 2008

Empathie gewinnt

Barack Obama gewinnt auch die weisse Landbevölkerung.

Barack Obama is blessed with an enormous abundance of empathy. That empathy is the quality that will enable him not only to reach out to white men, but to bring people of different backgrounds and cultural histories together to create a common American future.

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6. Mai 2008

Hausgemachtes Imageproblem der Uefa

Die Public-Viewing-Arenen für die Fussball-EM sollten zu den grossen Party-Stätten an der kommenden Euro werden. Nun zeigt sich, dass sich das Interesse des Publikums in Grenzen hält. Schuld daran soll das schlechte Image der Uefa sein, sagen die Veranstalter gegenüber der “Werbewoche”. Die Uefa macht Milliardengewinne, für die Organisation der Euro kommt allerdings der Staat, sprich: der Steuerzahler, auf. Gleichzeitig verlangt die Uefa Abgaben von Privaten, die sich im Garten die Euro-Spiele anschauen wollen und pocht unerbittlich auf ihre Marketingrechte. Freude und Begeisterung sind nicht auf die verordneten Orte reduzierbar. Die wahre Euro-Begeisterung findet im Privaten statt.

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6. Mai 2008

Boris, es ist Fussball, nicht Rugby!

Das Internet vergiss nie. Zu hoffen ist, dass Boris Johnson, Londons neuer Bürgermeister, in der Politik nicht noch anderes verwechselt. Seinen legendären Torpedo-Angriff startete Johnson 2006 anlässlich eines Gedenkfussballspiels zum 40-jährigen Jubiläum des Gewinns der Fussballweltmeisterschaft durch die Engländer.

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5. Mai 2008

Alles im Leben hat ein Ranking

Wenig Veränderung an der Spitze der weltweit 100 wertvollsten Marken: Google, GE, Microsoft bleiben an der Spitze. Grösste Aufsteiger gegenüber 2007 sind Blackberry, Apple und Amazon. Auffallend auch China Mobile, das seinen Wert um 39% gegenüber dem Vorjahr steigern konnte. Die UBS rutschte 2008 von Rang 51 auf 64 ab.

Millward Brown’s “Top 100 Most Powerful Brands 08″

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