12. Mai 2008
Als Berner Wirtschaftsflüchtling in Zürich bin ich des Höchstalemannischen mehr oder weniger mächtig. Trotzdem verstehe ich im Wallis, wo ich morgen hinfahre, immer wieder mal nur Bahnhof. Es wäre eigentlich an der Zeit, dass es mal ein Übersetzungstool für Schweizerdeutsch – Walliser Tiitsch wie dieses gäbe. Für des Französischen nicht Mächtige, hilft im Unterwallis notfalls auch dies.
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12. Mai 2008
Zeig mir was du fährst, und ich sage dir, wer du bist. Autos sind und bleiben Statussymbole. Viele Menschen fahren Luxuskarossen (selbst wenn sie sie gar nicht vermögen), um einen bestimmten Eindruck zu hinterlassen. Auch wenn wir wissen, dass Statussymbole mannschmal nichts mit der Realität zu tun haben, können wir uns ihrem Eindruck nicht entziehen. Bevor ich vor sieben Jahren nach Zürich zog, wusste ich nicht, wie ein Maserati aussieht oder worin sich ein Bentley von einem Rolly Royce unterscheidet. Heute begegne ich diesen Marken tagtäglich. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass in der Schweiz immer noch herkömmliche Luxuskarossen hoch im Kurs sind. Hybrid-Autos sieht man hier kaum. Sind die Zürcher so konservativ? Wer einen Hybrid-Wagen fährt, zeigt, macht damit eine starke Aussage: Ich predige nicht nur Umweltschutz und rede von nachhaltiger Nutzung von Ressourcen, ich tu auch etwas. In den USA haben die Verkäufe des Toyota Prius 2007 um 70 Prozent zugenommen. Wann zieht die Schweiz nach? Und was fahren eigentlich Sie?
Beurteilung herkömmliche Autotypen und das Image ihrer Fahrer:
- Mercedes-Benz (Exklusiviät; konservative Fahrer)
- BMW (Sportliche Exklusivität; progressive Fahrer)
- Saab, Volvo (Sicherheit und Langeweile; konservative Familien)
- Porsche, Ferrari (Technologie und Sportlichkeit; progressive Aufsteiger)
- Audi (Billiger BMW; konservativer Mittelstandsfahrer)
- Cabrios (Freizeit, Genuss; progressive Abenteurer)
- Citroën (Technik-Avantgarede; progressive Linksintellektuelle)
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