Weblog-Archiv für Mai 2008

Medien und PR: Verstehen, was ist.

26. Mai 2008

Vorteil China

Die Schlacht um die Deutungshoheit des Tibet-Konflikets findet im Internet statt. Die Struktur der Medienseiten im Web 2.0, die Inhalte nach deren Aufmerksamkeit ordnen, kommt China mit seinen 1,5 Milliarden Einwohnern zugute. Auch YouTube ordnet die Videos nach deren weltweiten Beachtung. Je mehr Menschen eine Nachricht lesen, desto wichtiger wird sie. Die Aufrufe an die chinesichen User, Propagandafilme aufzurufen, zeigen Wirkung. Sucht man heute bei YouTube mach dem Stichwort “Tibet”, taucht bereits an achter Stelle das untenstehende Filmchen auf, das bereits von über drei Millionen Usern angeschaut wurde. Fazit: Das Internet macht die Welt nicht wirklich demokratischer.

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25. Mai 2008

Daum an den Christopher Street Day

Christoph Daums Erfolge liegen schon länger zurück. Der Mann sorgt fast nur noch mit unbedachten Äusserungen und seinem engen Weltbild für Furore. Was der Trainer des 1. FC Köln umständlich im Deutschen Sportfernsehen (DSF) gesagt hat, lässt nur einen Schluss zu: Der Mann hat ein Problem mit Homosexuellen. Oder hat er etwa schon wieder Drogen zu sich genommen?

„Da wird es sehr deutlich, wie sehr wir dort aufgefordert sind, gegen jegliche Bestrebungen, die da gleichgeschlechtlich ausgeprägt ist, vorzugehen. Gerade den uns anvertrauten Jugendlichen müssen wir mit einem so großen Verantwortungsbewusstsein entgegen treten, dass gerade die, die sich um diese Kinder kümmern, dass wir denen einen besonderen Schutz zukommen lassen. Und ich hätte da wirklich meine Bedenken, wenn dort von Theo Zwanziger irgendwelche Liberalisierungsgedanken einfließen sollten. Ich würde den Schutz der Kinder über jegliche Liberalisierung stellen.“

Seine Äusserungen sorgen nicht nur in der schwul-lesbischen Fussballszene für Entsetzen. Homosexualiät im Fussball ist eines der letzten Tabus im Sport. Daum bräuchte nicht nur einen PR-Berater, sondern müsste auch mal aufgeklärt werden, dass Schwulsein nichts mit Pädophilie zu tun hat. Wird er Wiedergutmachung mit einem Auftritt am Christopher Street Day leisten?

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23. Mai 2008

Adrian Sudbury: Der Anfang vom Ende

Warum tut er oder sie das? Wer allzu Persönliches von sich gibt, wird in der Schweiz gerne als Exhibitionist bezeichnet. Auch Adrian Sudbury? Der Journalist bei Huddersfield Express und Huddersfield Examinier hat genug. Auf Baldy’s Blog teilt er uns mit, dass er aufgibt. Der junge Mann hatte einfach unglaubliches Pech, dass er gleichzeitig an zwei aussergewöhnlichen Leukämie-Typen erkrankte. Trotzdem: Er macht Hoffnung und öffnet die Augen für wirklich Wesentliches. Bestes Blogging aus England.

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23. Mai 2008

Totenstille bei Ernst & Young

Die Reaktionsschnelligkeit ist ein Gradmesser dafür, wie Ernst ein Unternehmen Anfragen nimmt. Im Fall  von Ernst & Young scheint man nicht sehr erpicht zu sein, Auskünfte zu erteilen, die Medienstelle scheint untergetaucht zu sein. Vor drei Tagen habe ich die Stelle per Mail und Telefon kontaktiert, um eine Studie zu bestellen. Seither herrscht Totenstille.

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23. Mai 2008

Wetterprophet Nellen: “Euro im Wetterglück”

nellen.jpg Er ist der Sepp Blatter des Wetters. Keiner weiss mehr über dessen Entwicklung im Wallis. Georges Nellen ist 69 und lebt in Naters, wo er seit über 12′000 Tagen akribisch das Wetter festhält. In den letzten 34 Jahren hat er keinen einzigen Tag ausgelassen. Wo selbst die Wissenschaft und computergesteuerte Wettermodelle nur ungenau Auskunft geben können, treffen die Prognosen des Oberwallisers erstaunlich oft zu. So gelingt es ihm regelmässig und auch auf den Tag genau vorauszusagen, wann der erste Schneefall einsetzt oder der Frühling beginnt. Nellens Prognose für den Sommer 2008 stimmt optimistisch: “Die Euro08 profitiert vom Wetterglück. Zur Eröffnung am 7. Juni zeigt sich der Himmel über Basel von seiner besten Seite. Anfang Juni wirds auf der Alpennordseite warm.” Mehr…

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22. Mai 2008

Web-Auge vor Ort

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Blick auf die Insel vor Tavira und den Atlantik. Quintamar liegt in unmittelbarer Nähe. Live dabei und doch meilenweit entfernt. Die Webcam als Marketing-Instrument wird immer noch unterschätzt.

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22. Mai 2008

Kommunikative Gratwanderung der SVP

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Ob der Freiburger Grossrat Werner Zürcher den Deutschtest bei der Einbürgerung bestehen würde? Die Freiburger SVP empfiehlt ein Nein zur kantonalen Abstimmung übr die Änderung des Gesetzes über das Freiburgische Bürgerrecht und ein Ja zur Volksinitiative “Für demokratische Einbürgerungen”. Ob das wirklich alle verstehen, ist aufgrund der kommunikativen Fähigkeiten Zürchers und seiner Parteifreunde zu bezweifeln.

Via Leumund

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20. Mai 2008

Oliver Kahn und Martina Hingis

Weshalb wurde Martina Hingis nie Schweizer Sportlerin des Jahres? Weshalb wird Oliver Kahn nicht wirklich geliebt? Beide waren in jungen Jahren, wie viele Spitzernsportler, vom Ehrgeizt zerfressen. Im Herbst ihrer Karriere waren sie ein bisschen milder gestimmt. Als Kahn seinen Rivalen Jens Lehmann an der WM 2006 umarmte, wurde dies als Zeichen von Grösse und Milde interpretiert. Bei jedem anderen Sportler hätte man darüber keine Zeile verloren. Martina Hingis und Oliver Kahn zollte man im Herbst ihrer Karrieren bloss Respekt, geliebt wurden die beiden Ausnahemsportler nie. Beiden ist gemeinsam, dass sie trotz sportlichen Erfolgen die Herzen der Menschen nicht berühren konnten. Das Magazin versuchte in einem ausführlichen Interview, Kahns andere, die menschliche Seite zu zeigen. Es blieb beim Versucht. Der Sportler kommt als unsicherer Mensch herüber, der einfach nicht locker sein kann. Abschied zu nehmen ist für Profisportler selten einfach.

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20. Mai 2008

The “Tempo virus” heats up the pace

Do you remember how you used to communicate before you had a mobile phone? Mehr…

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15. Mai 2008

Der doppelte Meyer

Journalisten und, ich gebs zu, auch PR-Berater sind eitel. Die einen ein bisschen mehr, die anderen ein bisschen weniger. Frank A. Meyer, der sich gerne bescheiden gibt, zeigt sich in der Homestory im Ringier-Magazin als Grossbürger, der er irgendwie nicht gerne ist. Alles schön eingerichtet bei Meyers zu Hause in Berlin. Und, wie immer, verweist Meyer auf seine Wurzeln in der Arbeiterschaft, die er nicht mit derArbeiterklasse verwechselt haben will. Damit auch jeder begreift, was er damit meint, posiert er unter seinem Portrait der Künstlerin Tania Jacobi.

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