Weblog-Archiv für April 2008

Medien und PR: Verstehen, was ist.

11. April 2008

Naive Polit-Verschwörer

Das Übel, die Rücktrittsforderung der SVP, gegen die in den letzten Tagen Solidaritätskundgebungen für Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf laufen, ist hausgemacht. Ursula Wyss und Christophe Darbelly liessen sich nach der geglückten Abwahl Christoph Blochers aus dem Bundesrat als grosse Strippenzieher hinter den Kulissen Bundesberns feiern. Im Übermut über den geglückten Coup liessen sie sich danach zur Teilnahme im Film “Die Abwahl” von Hansjörg Zumstein auf SF1 bewegen und plauderten, eitel wie Politiker nur einmal sind, aus einer vermeintlichen Position der Stärke und lieferten der SVP Munition für die Kampagne gegen die Bundesrätin. Wahre Verschörer gehen anders vor. Auch im Umgang mit den Medien scheint Ursula Wyss alles andere als souverän. Heute zeigt sich SP-Fraktionchefin in einem Interview im Berner “Bund” überrascht von der Wirkung des Filmes.

Aus heutiger Sicht würde ich einiges anders machen. Die filmische Umsetzung hat mich erschreckt, und die Wirkung des Films tut mir leid.

Auf den Einwand, Wyss habe mit ihren Aussagen illoyales Verhalten von Widmer-Schlumpf suggeriert:

Dieser Eindruck ist falsch. Wenn die Aussagen so missverstanden wurden, bedaure ich das. Es gab nie eine Absprache und nie eine Zusage von Bundesrätin Widmer-Schlumpf uns gegenüber.

Aus der Wahlschlappe der SP auf nationaler Ebene im November hat die SP offenbar immer noch nicht die richtigen Schlüsse gezogen.

Es ärgert mich genauso, dass in vielen Medien Personalpolitik beliebter ist als die wichtigen grossen Themen.

Dieses Argument haben wir in den letzten Jahren immer wieder von der SP gehört. Professioneller Wahlkampf wird mit Köpfen und mit den Medien geführt. Nur wer das Spiel mit den Medien beherrscht und die grossen Themen auch vermitteln kann, findet Gehör. Die SP leckt auch heute, ein halbes Jahr nach der Wahlniederlage auf eidgenössischer Ebene, noch die Wunden.

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10. April 2008

UBS – das neue Logo

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Die Image-Krise der UBS beflügelt die Photoshopper. Via rouge.

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10. April 2008

Künzli – unterverkaufte Swissness

Künzli war in den 70er Jahren eine starke Schweizer Marke, die problemlos neben Adidas und Puma bestehen konnte. Besonderes Kennzeichen der Schuhe: Sie tragen fünf statt drei Streifen. Fussballegende Fritz Künzli schoss Tor um Tor damit. Heute nimmt man die Künzli-Schuhe im Alltag nicht mehr wahr, sie sind fast völlig unbekannt. Hier wurde es verpasst, die Marke, die für Schweizer Qualität steht, richtig zu positionieren. K-Swiss, die Marke, deren Patentrechte für die USA die Brüder Arthur und Ernst Brunner 1966 erwarben, machts besser, kommt aber auch nicht vom Fleck.
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Do-it-yourself: Aus drei mach fünf.

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4. April 2008

Auswege aus der Krise

Ein Unfall im Betrieb, ein durch as Unternehmen ausgelöster Umweltschaden, ein fehlerhaftes Produkt, in Datenleck oder Entlassungen: Auslöser von Krisen sind verschiedenartig. Damit diese Ereignisse nicht in einen GAU, den grössten anzunehmenden Unfall, ausarten, gilt es in dieser Situation professionell und richtig zu kommunizieren. Mehr…

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3. April 2008

Universelle militärische Führungsprinzipien

Steckt die Wirtschaft in der Krise, steht bisweilen die Existenz auf dem Spiel, nicht aber das Leben.  Gerade in solchen Zeiten wird Führungsstärke verlangt. Doch woher diese erlangen? Im Militär? Wer heute in der Schweiz noch Militärdienst leistet, gehört in der Schweiz einer schwindenden Gruppe von Menschen an (ich gehöre auch nicht dazu). Die Financial Times zeigt, welche Führungsmethoden der Militärakademie Sandhurst auch auf die Wirtschafts angewendet werden können: Vorausgehen, Teamgeist, sich einer Mission unterordnen. Oder wie es  Major General David Rutherford-Jones sagt:

“The concept of the armed forces is to be in the service of your country. We teach our officers to put the team and the mission before themselves, so it is a service to lead. It is that whole concept of selflessness, humility, and stepping back and putting something else before yourself, even though in the execution of what you are doing you might be providing the leadership for it. Mehr…

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2. April 2008

Hartnäckige Schweizer Klischees

“You know what the fellow said: In Italy for thirty years under the Borgias they had warfare, terror, murder, and bloodshed, but they produced Michaelangelo, Leonardo Da Vinci, and the Renaissance. In Switzerland, they had brotherly love – they had five hundred years of democracy and peace, and what did they produce? The cuckoo clock.”

Orson Wells in “Der dritte Mann”.

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