Weblog-Archiv für Februar 2008

Medien und PR: Verstehen, was ist.

15. Februar 2008

Babylon lässt grüssen


Die Globalisierung bringts mit sich: Englisch hat in der Wirtschaft die deutsche Sprache abgelöst. Wer Menschen auch ausserhalb seiner Fachgemeinschaft erreichen will, sollte sich hochdeutsch ausdrücken können. Hilfe dazu gibts beim Anglizismen-Index.

Via Rouge.

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13. Februar 2008

“Spiegel”-Archiv jetzt online

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Der “Spiegel” stellt ab sofort sein ganzes Archiv ins Netz. Ab der ersten Ausgabe aus dem Jahr 1947 bis heute können alle Artikel sowohl von Spiegel Online als auch der Print-Ausgabe heruntergeladen werden, die meisten sogar als PDF. Das Nachrichtenmagazin ist in bester Gesellschaft. Die Frage ist: Wann ziehen “Tages-Anzeiger” und “NZZ” nach?
Zu weiteren geöffneten Archiven:

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13. Februar 2008

Instant Love Letter

cyberito04.gif Was tun, wenn die Worte einfach nicht fliessen wollen, man aber zum Valentinstag seiner Herzallerliebsten ein die Rosen überdauerndes Zeichen seiner Liebe senden möchte? Wer keinen Ghostwriter in Sachen Liebesbriefe beanspruchen will, findet vielleicht Inspiration in 5000 Liebesbriefen . Wenn alle Stricken reissen, hilft in der Not auch Cyberitos digitaler Liebesbrief.

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10. Februar 2008

7 Todsünden im Journalismus

1. Rudeljournalismus

  • Journalisten folgen der öffentlichen Meinung und bewirtschaften die allgemeine Empörung. Die Neutralität bleibt dabei auf der Strecke. Fakten werden nicht mehr überprüft. Man schreibt, was die anderen auch schreiben.

2. Hysterie

  • Hauptsache Spektakel: Journalisten neigen dazu, zu übertreiben. Aus der Klimerwärmung wird die Sintflut, aus einzelnen Vogelgrippefällen eine Epidemie.

3. Faulheit

  • Unter dem Druck, täglich Geschichten produzieren zu müssen, leidet die kreative Eigenleistung. Die grössten Geschichten sind deshalb oft diejenigen, welche den Journalisten pfannenfertig präsentiert werden.

4. Eitelkeit

  • Viele Journalisten sind eitel und lieben es, ihren eigenen Namen in den Medien zu lesen. Es wird geschrieben, auch wenn es nichts zu sagen gibt. Bezeichnend dafür die sind Kommentare in den Tageszeitungen, die meist eine vorgegebene Grösse haben, die um jeden Preis mit Text ausgefüllt werden muss.

5. Vergesslichkeit

  • Neue Stories müssen her. Das hochgejubelte Idol von heute wird deshalb morgen schon fallen gelassen. Die Meinung der Medien wechselt bisweilen schneller als das Wetter. Briteny Spears war vor kurzem noch Stilikone und Vorbild für die Jugend, heute wird sie als die Mutter aller Rabenmütter dargestellt.

6. Oberflächlichkeit

  • Notwendige Debatten über die Zukunft der direkten Demokratie und unsere Renten und Krankenversicherungen werden in den Medien nicht geführt. Stattdessen triumphiert das boulevardeske Einerlei.

7. Gier

  • Das Angebot, Produkte gegen Entgelt wirkungsvoll in einer Sendung zu platzieren, ist verlockend und weckt die Gier der Medienmacher. Selbst gebührenfinanzierte Medien tappen in die Schleichwerbung-Falle. Mit dem Product Placement setzen sie ihr höchstes Gut, die Glaubwürdigkeit, aufs Spiel.
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8. Februar 2008

Sex sells auf “TeleZüri”

Keine Bevölkerungsgruppe ist auf “TeleZüri” so überrepräsentiert wie diejenige der Transsexuellen. Beinahe jeden jeden Monat kommt auf dem Sender eine betroffene Person zu Wort kommt und redet über ihre sexuelle Orientierungssuche und ihre bereits erfolgte oder noch bevorstehende Geschlechtsumwandlung. Sex verkauft sich immer gut.

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6. Februar 2008

Uneinsichtigkeit kommt vor den Fall

Auch wenn es einige nicht wahrhaben wollen: Monika Stocker ist nicht einer Medienkampagne der “Weltwoche” zum Opfer. Sie hat in der Krisenkommunikation versagt. Hätte sie angemessen auf die Enthüllung der Probleme im Sozialamt reagiert, hätte sie ihren Kritikern den Wind aus den Segeln nehmen können. Es hätte so wenig gebraucht: Bloss die Einsicht und Kommunikation, dass den Problemen in der Zürcher Sozialhilfe auf den Grund zu gehen ist. Stattdessen griff Monika Stocker in ihrer Verzweiflung die sie kritisierenden Medien an, was tödlich ist und sie schlussendlich untragbar machte. Jetzt  hat sie ihre Gesundheit zum Rücktritt gezwungen.

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5. Februar 2008

Den “wilden” Mann erkennen

stiefel.jpg Schuhe drücken ein bestimmtes Lebensgefühl aus. In den 70er Jahren waren es die Turnschuhe, ihnen folgte die Modewelle der Cowboystiefel. Nachdem diese abebbte, trägte frau seit einem Jahr wieder spitze Stiefel – und der Mann Cowboystiefel. Was sind das für Männer? Was will Ihnen der Banker im Anzug mit seinem Schuhwerk signalisieren? Hauke Brost gibt in seinem Buch eine Antwort: “Er ist ein gegen seinen Willen domestizierter Wilder. In seinen Träumen sieht er sich an einen Feuer sitzen und nicht am Küchentisch. Die Stiefel sind ein Symbol für alles, was er vermisst.”

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2. Februar 2008

Bern: Vorwärts in die Vergangenheit

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Nachdem die beiden Berner Zeitungen “Bund” und “Berner Zeitung” sich während Jahren vor allem als staatstreue und -tragende Medien positionierten, scheint der Wind unter der hoffnungslosen wirtschaftlichen Struktur des Kantons umzuschlagen. Tatsache ist: Im Bernbiet wächst nur noch die Subventionen verschlingende Landwirtschaft. Wirtschaftlich lebt man auf Kosten der Restschweiz, die gut verdienende Bevölkerung kehrt der Steuerhölle den Rücken, Wettbewerb ist verpönt. Das Image des Kantons ist dasjenige eines wirtschaftsfeindlichen Beamten-Standes. Boris Zürcher, Chefökonom von Avenir Suisse, nimmt in seinem Artikel in der heutigen “Berner Zeitung” kein Blatt vor den Mund. Als Berner Wirtschaftsflüchtling in Zürich kann ich die Analyse Zürchers nur bestätigen. Im Bernbiet aber man zufrieden mit dem, was man erreicht hat. Diese Meinung wird selbst in höchsten Stellen der Volkswirtschaftdirektion vertreten, wie ich kürzlich feststellen konnte: Wachstum sei nicht wirklich erstrebenswert, stattdessen setze man besser auf die “Konsolidierung des Erreichten”. Die Kur für den kranken Berner Bär wäre Steuersenkungen und eine konsequent wirtschaftsfreundliche Politik. Stattdessen verliert sich die rot-grüne Kantonsregierung in erfolglosen Wachstumsstrategien, die schlussendlich bloss Pflästerli-Politik darstellen. Es ist davon auszugehen, dass auch in den kommenden Jahren nichts ändern wird. Bern verarmt und verliert den Anschluss.

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