Weblog-Archiv für November 2007

Medien und PR: Verstehen, was ist.

12. November 2007

Köppel – Hartmeier 1 : 0

Als sein PR-Berater müsste ich Peter Hartmeier von der weiteren Teilnahme der Streitgespräche mit Roger Köppel auf “TeleZüri” abraten: Zu schwach argumentiert der “Tages-Anzeiger”-Chefredaktor auch heute wieder. Er ist gegen den brachialen Intellekt Köppels praktisch nur in der Devensive.

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12. November 2007

Wahrnehmung mit Köpfen und Köpfchen

Wenn Sie ein neues Produkt oder eine neue Dienstleistung den Medien vorstellen, tun Sie dies in der Firma und laden einen Prominenten ein, der das Produkt kennt, ein kurzes Referat hält oder ein Statement dazu abgibt. In Frage kommen dazu Schönheitsköniginnen, Sportler, Politiker – je bekannter, desto grösser der mediale Effekt, der auch auf Ihr Unternehmen abfärbt. Mehr dazu hier.

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8. November 2007

Schweizer Medien: Linksliberal dominiert

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Wo stehen die Schweizer Medien auf der Links-Rechts-Skala? Der Berner Medienwissenschaftler Roger Blum hat seine Analyse aus dem Jahr 2004 aktualisiert. Die “Weltwoche”, die er damals noch für rechtsliberal hielt, ist heute in der rechten Kolonne (mit der “Schweizerzeit”) zu finden. Wer es bisher noch nicht glaubte: Dominierend sind die Medien, die sich linksliberal und gesellschaftspolitisch reformerisch im Sinne der Links-FDP und gemässigten SP positionierten.

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7. November 2007

Vertauen in Werbung ist relativ

US-Konsumenten trauen der Werbung wenig. Hören sie “Werbung”, kommt ihnen sofort das Wort “verlogen” in den Sinn. Dies dürfte auch für die Schweiz gelten. Mehr dazu hier.

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6. November 2007

Orientierungslose Reformierte

Die Kirchen sind vielen Menschen fremd geworden, und die christliche Botschaft ist heute nicht ohne weiteres verständlich. Zur Überbrückung dieser Distanz soll und kann Medienkommunikation einen grossen Beitrag leisten.

Intern haben die reformierten Kirchen erkannt, dass sie mit ihre n Botschaften immer weniger Schäfchen erreichen. Mit der Zeitung “Reformiert”, die ab Juni 2008 mit einer Auflage von 710’000 Exemplaren erscheinen soll, will man jetzt Gegensteuer geben. Obs gelingen wird, ist fraglich. Die meisten Reformierten wissen nicht mehr, wofür ihre Kirche eigentlich steht. Ihre Kernkompetenz, die Vermittlung des Glaubens, hat die reformierte Kirche längst aufgegeben. Die Wende müsste von den Kanzeln erfolgen. Die Geistlichen müssten den Glauben nicht nur vorleben, sondern auch in der Sprache des Volkes predigen – Huldrych Zwingli und Martin Luther lassen grüssen.

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5. November 2007

Unternehmenskommunikation auslagern?

Wir kennen die Medien, einen kleinen Text für die Medien können wir auch selber schreiben. So der Tenor vieler Unternehmen. Was diese dabei oft vergessen: Die Definierung von Botschaften und deren Formulierung braucht Fingerspitzengefühl und Sprachkompetenz. Denn jedes Wort ist eine potenzielle Fehlerquelle, was sich in den sich häufenden kommunikativen Fehler von Unternehmern zeigt. Sollen sich Unternehmen auf ihre Selfmade-Kommunikation verlassen? Lohnt es sich, eine externe PR-Agentur beizuziehen? Was dabei beachtet werden muss, hier.

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4. November 2007

Medialer Populismus

Mit zunehmender Personifizierung und Polarisierung ihrer Stories spielen die Medien der Politik in die Hände. Wer dies zu nutzen weiss, hat einen Vorteil. Vorgemacht hat es einst die SP unter Peter Bodenmann. Heute hat die SVP das Spiel mit den Medien auf eine neue Stufe gehoben undprofessionalisiert. Stephan Russ-Mohl bringt in der “Werbewoche” auf den Punkt, wie sich Medien und Politik in die Hände spielen.

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2. November 2007

Der tiefe Fall des einstigen Wunderkindes

Martina Hingis war eine Ausnahesportlerin. Trotzdem hat sie es nie geschafft, sich in die Herzen der Menschen zu spielen. Der Grund: Sie wirkte spröde, irgendwie nicht sich selbst und lange Ferngesteuert durch Mutter und Manager. In den letzten Monaten gab nur noch ihr turbulentes Privatleben mit dubiosen Partnern zu reden. Das einstige Wunderkind schien ohne Halt neben dem Tennisplatz. Umso tragischer ist jetzt ihr jäher Absturz. Mit der positiven Kokain-Probe hat sie ihr Image als Sauberfrau über Nacht zerstört. Die Sponsoren werden sich von ihr abwenden. Und neue werden auch nicht mehr hinzukommen.

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1. November 2007

Ein NEIN als bestes Akquise-Argument

Indem er rechtsextremen Gästen klar machte, dass sie in seinem Hotel unerwünscht seien, wurde der Dresdner Johannes H. Lohmeyer über Nacht in Israel zum Helden. Auch in den deutschen Medien wird der 43-jährige als zivilcouragierter Hotelier gefeiert. Bisher haben ihm weit über 2000 Gratulationsmails erreicht – alle von potenziellen Neukunden. Hinzu kommen über 100 Briefe, darunter auch von Charlotte Knobloch vom Zentralrat der Juden in Deutschland. 98% der Reaktionen sind positiv. “Viele haben uns geschrieben, dass sie bei ihrem nächsten Besuch in Dresden bei uns übernachten wollen”, sagte mir Lohmeyer am Telefon.

Was war geschehen? Als der Geschäftsführer des Dresdner “Holiday-Inn” erfuhr, dass zwei Funktionäre der rechtsextzremen NPD über www.hotel.de in seinem Hotel Zimmer gebucht hatten, wollte er dies seinen jüdischen und farbigen Gästen nicht zumuten und bat die beiden Politiker, nicht bei ihm zu übernachten. Für den Fall, dass die beiden Herren darauf bestanden hätten, im „Holiday Inn“ abzusteigen, hatte sich Lohmeyer eine weitere Geste einfallen lassen: “Ich darf Sie darauf hinweisen, dass ich sämtliche in unserem Hause durch Sie getätigten Umsätze unmittelbar als Spende an die Dresdner Synagoge weiterleiten werde. Betrachten Sie dies als kleinen Beitrag der Wiedergutmachung, für die Schäden, die Ihre damaligen Gesinnungsgenossen der Synagoge und vor allem ihren früheren Besuchern zugefügt haben.”

Zum Wortlaut des Briefes.

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